Dienstag, 26. Mai 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Jan Gänger
16:58 Uhr

Dax überwindet 11.500-Punkte-Marke

Die europäischen Aktienmärkte bleiben auf Rally-Kurs. Der Dax gewinnt 1,1 Prozent auf 11.514 Punkte. Damit steht er erstmals seit dem 6. März wieder über der 11.500er Marke. Ein regelrechtes Kursfeuerwerk zünden die Aktien aus dem Reise- und Tourismus-Bereich. Sie sind in der Erholungsrally Nachzügler. Der Stoxx-Sektorenindex gewinnt 7 Prozent. Länder wie Spanien öffnen sich nun wieder dem Tourismus, und Deutschland hebt die bestehende Reisewarnung für die EU und weitere Länder in Europa voraussichtlich zum 15. Juni auf.

IAG, die Aktien der Holding von British Airways und Iberia, schießen um 19 Prozent nach oben, Tui um gut 33 Prozent, die Aktien der Kreuzfahrt-Reederei Carnival um 13 Prozent und die Papiere der Hotel-Kette Interconti um knapp 10 Prozent. Im Dax steigen Lufthansa um 5,5 Prozent, im MDax ziehen Fraport um 9,3 Prozent an.

16:13 Uhr

Gute Laune in New York

Fortschritte bei der Entwicklung eines Coronavirus-Impfstoffs ermuntern Anleger zum Einstieg in den US-Aktienmarkt. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 steigen um jeweils etwa zwei Prozent. Dabei übersprang letzterer erstmals seit gut zweieinhalb Monaten wieder die Marke von 3000 Punkten.

Investoren setzten darauf, dass schon vor dem Jahresende ein Impfstoff marktreif sein werde, sagte Art Hogan, Chef-Anlagestratege des Vermögensverwalters National Securities. Außerdem erwarteten sie eine Erholung der Konjunktur, da immer mehr Bundesstaaten ihre Pandemie-Restriktionen lockern.

Im Rampenlicht steht die Firma Novavax. Die Pharmafirma beginnt nach eigenen Angaben mit ersten Tests eines Corona-Impfstoffs am Menschen. "Der Markt reagiert, als ob wir den Impfstoff schon hätten", sagt Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade. "Dabei befinden wir uns noch in einem frühen Stadium der Wirkstoff-Entwicklung." Novavax-Aktien stiegen um 18 Prozent. Die Titel des Rivalen Moderna, der vergangene Woche Versuche mit seinem Impfstoff-Kandidaten an Menschen angekündigt hatte, büßen gut vier Prozent ein.


Gefragt waren auch die Papiere von Merck & Co., die sich um knapp drei Prozent verteuerten. Der US-Pharmakonzern steigt in das Rennen um Corona-Mittel ein. Hierfür übernahm Merck einen österreichischen Impfstoff-Hersteller. Parallel dazu vereinbarte die Firma Kooperationen zur Entwicklung eines weiteren Impfstoffs und eines Medikamentes zur Behandlung der Krankheit.

14:46 Uhr

Britische Pub-Aktien starten durch

Die angekündigte Öffnung von Tausenden Läden in Großbritannien sorgt auch bei Pub- und Kino-Betreibern für Feierlaune. Aktien von Mitchells & Butlers sowie Cineworld legen in der Spitze um rund ein Viertel zu. Anteilsscheine der britischen Kneipenkette JD Wetherspoon gewinnen bis zu 13,5 Prozent. Premierminister Boris Johnson hatte angekündigt, dass im Juni Tausende Geschäfte und Einkaufszentren wieder öffnen dürfen.

14:19 Uhr

Siemens-Tochter: Bis zu 50 Millionen Antikörper-Tests pro Monat

Die Medizintechnik-Tochter von Siemens will groß ins Geschäft mit Antikörper-Tests zur Erkennung des Coronavirus einsteigen. Siemens Healthineers könne die Produktion der Proben ab Juni nach Bedarf bis auf 50 Millionen pro Monat hochfahren, teilte das Unternehmen mit. Die ersten Tests, die in den USA in Walpole (Massachusetts) und in Glasgow (Delaware) vom Band laufen, seien schon ausgeliefert. Die Notfallzulassung der US-Arzneimittelbehörde FDA sei beantragt, der Test könne dort aber schon jetzt verwendet werden, sagte ein Sprecher. In Europa hat er bereits die nötige Zertifizierung.

Mit Antikörper-Tests wird festgestellt, ob ein Mensch mit dem Virus infiziert war und sein Organismus Antikörper dagegen gebildet hat. Ihre massenhafte Verfügbarkeit gilt als wichtiger Schritt im Umgang mit dem Virus. Nur so lässt sich erkennen, welcher Anteil der Bevölkerung bereits immun dagegen ist. Der von Healthineers entwickelte Test knüpft an ein Schlüssel-Protein an der Oberfläche des Virus an, das auch die Entwickler möglicher Impfstoffe im Visier haben. Der Antikörper-Test würde dann auch Hinweise liefern, ob ein Impfstoff wirkt.

13:44 Uhr

Samsung-Erbe hat Ärger

Der juristische Ärger für den Erben des südkoreanischen Firmenkonglomerats und Vize-Verwaltungsratschefs des Elektronikkonzerns Samsung Electronics, Jay Y. Lee, nimmt zu. Heute wurde der 51-Jährige, der 2018 bereits ein Jahr wegen Bestechung im Gefängnis saß, von der Staatsanwaltschaft wegen einer umstrittenen Fusion sowie mutmaßlichen Buchhaltungsbetrugs vernommen.

Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen die Biotechfirma Samsung Biologics wie auch der Baukonzern Samsung C&T, dessen größter Aktionär Lee ist. Ähnlich wie bei dem Bestechungsskandal, in den auch die frühere Präsidentin Park Geun Hye verwickelt war und der von der Justiz derzeit neu aufgerollt wird, geht es um Maßnahmen Lees, die seine Nachfolge absichern sollten.

13:11 Uhr

"Wir sehen eine geballte Ladung Euphorie"

Die Lockerungen der Corona-Auflagen und die Aussichten auf weitere Konjunkturhilfen sorgen für Schwung an Europas Aktienmärkten. Das näher rückende Ende der Einschränkungen in Wirtschaft und Gesellschaft hebe die Stimmung, so Jochen Stanzl von CMC Markets. "Die Geräusche wieder anlaufender Maschinen in den stillgelegten Werken des Landes sind Musik in den Ohren der Anleger." Der Dax legt 0,9 Prozent auf 11.494 Zähler zu. Der EuroStoxx50 klettert 1 Prozent auf 3001 Punkte.

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"Wir sehen eine geballte Ladung Euphorie", sagt Thomas Altmann, Portfoliomanager bei der Vermögensverwaltung QC Partners. Dabei spielten auch Hoffnungen auf mehr Anleihekäufe durch die Europäische Zentralbank eine Rolle. "Jede Nachricht über die Wiedereröffnung der Wirtschaft und das Ausbleiben von Berichten über eine zweite Welle werden als positiv für die Märkte angesehen", so Marija Veitmane, Strategin bei State Street Global Markets.

12:37 Uhr

Fraport will das dritte Terminal

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picture alliance/dpa

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hält trotz der aktuell geringen Nachfrage am Bau seines dritten Passagier-Terminals fest. Bei der Hauptversammlung des MDax-Konzerns zeigte sich Vorstandschef Stefan Schulte überzeugt, dass weiter ein langfristiges Wachstum im Luftverkehr zu erwarten sei. Ein neues Terminal baue man für die kommenden Jahrzehnte.

Fraport
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Schulte bezeichnete es als aus technischer und wirtschaftlicher Sicht grob fahrlässig, ein derartiges Großprojekt vorübergehend "auf Eis" zu legen und später wieder hochzufahren. Dies würde enorme zusätzliche Kosten verursachen und massive technische und bauliche Risiken nach sich ziehen.

Im vergangenen Jahr hatte Fraport in Frankfurt erstmals mehr als 70 Millionen Passagiere gezählt - ein Wert, den das Management mindestens bis einschließlich 2023 nicht mehr erwartet. Mit dem dritten Terminal soll die Kapazität des größten deutschen Flughafens um weitere 21 Millionen Passagiere steigen. Laut Plan soll der erste Abschnitt im Herbst 2021, der Rest Ende 2023 fertig sein.

12:03 Uhr

Wer Mitte März Aktien gekauft hätte, wäre jetzt deutlich reicher

Hinterher ist man ja bekanntlich immer schlauer - auch an der Börse. Trotz Corona-Pandemie steigen die Kurse wieder und haben einen Großteil der Verluste nach dem Einbruch im März aufgeholt. Wer damals Geld in den Aktienmarkt gesteckt hat, darf sich richtig freuen.

In Zahlen ausgedrückt: Am 18. März hatte der Dax seinen Tiefstand von 8400 Punkten erreicht, seitdem hat er rund 36 Prozent gewonnen. Noch besser lief es für US-Techtitel. Der Nasdaq 100 legte seit dem Rekord-Tief um mehr als 40 Prozent zu. Hätte man damals jeweils 2500 Euro in die Indizes investiert, wäre man jetzt - ohne Währungseinflüsse - um 1900 Euro reicher.

Aber mit dem Timing ist das so eine Sache. Schließlich liegen die Börsen noch immer unter ihren im Februar erreichten Jahres-Höchstständen.

11:22 Uhr

Tui-Aktien heben ab

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picture alliance/dpa

Die Aussicht auf die Aufhebung von Reisewarnungen für europäische Länder lässt Anleger bei Aktien aus der Tourismusbranche zugreifen. Vor allem Anteilsscheine des Reisekonzerns Tui sind gefragt, sie legten in Frankfurt knapp 22 Prozent zu. Die in London gelisteten Papiere schossen zeitweise sogar knapp 40 Prozent in die Höhe. Der entsprechende europäische Branchenindex notiert 6,5 Prozent fester.

Die Bundesregierung plant Medienberichten zufolge eine Aufhebung der Reisewarnung für 31 europäische Staaten ab dem 15. Juni, wenn die Entwicklung der Corona-Pandemie das zulasse. Neben den 26 Partnerländern Deutschlands in der Europäischen Union gehörten dazu Großbritannien, Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein.

10:43 Uhr

Aston-Martin-Aktien gehen durch die Decke

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Der Chefwechsel beim britischen Luxusautobauer Aston Martin kommt an der Börse gut an. Aktien des Herstellers der legendären James-Bond-Autos legen mehr als ein Drittel zu.

Aston Martin
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Der bisherige Chef Andy Palmer wird vom Vorsitzenden der Daimler-Tochter Mercedes-AMG, Tobias Moers, an der Spitze abgelöst. Die Corona-Krise hat mit dem Stillstand der Produktion und rapide schrumpfenden Verkaufszahlen die bereits bestehenden Probleme bei Aston Martin verschärft. Seit Jahresanfang hatten die Aktien der Luxusmarke rund 80 Prozent nachgegeben.

10:14 Uhr

Eurowings streicht Hunderte Jobs

Die Lufthansa-Tochter Eurowings will wegen der Flaute im Zuge der Coronakrise etwa jeden dritten Arbeitsplatz in der Verwaltung abbauen. "Wir haben in der Verwaltung rund 1000 Stellen und davon werden wir rund 300 streichen", sagte Eurowings-Chef Jens Bischof. Eurowings wolle die Kosten senken und auch dazu beitragen, dass die Muttergesellschaft das mit der Bundesregierung vereinbarte neun Milliarden Euro schwere Rettungspaket möglichst schnell zurückzahlen könne.

Lufthansa
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Ingesamt beschäftigt der Billigflieger etwa 4000 Mitarbeiter. Zahlen für einen Jobabbau in anderen Bereichen nannte Bischof nicht. "Im Flugbetrieb kommt es auf die Konzepte an, die wir mit unseren Sozialpartnern erreichen - gerade auch, was die mögliche Aufteilung der Kollegen der Germanwings auf die Lufthansa und die Eurowings betrifft."

Eurowings hat wie die gesamte Branche starke Einbußen durch die Folgen der Coronakrise. Normalerweise habe Eurowings 70.000 bis 80.000 Fluggäste pro Tag, berichtete Bischof. Den Tiefpunkt habe die Airline im April mit 1000 Fluggästen am Tag gesehen.

09:58 Uhr

Wirecard-Aktien geben kräftig nach

Mit der erneuten Verschiebung des Jahresabschlusses hat Wirecard an der Börse für Unmut gesorgt. Die Aktien des Zahlungsdienstleisters fallen um mehr als fünf Prozent und sind mit Abstand größter Verlierer im Dax. "Es ist keine Überraschung, dass der Geschäftsbericht für das Jahr 2019 erneut verschoben wurde, weil die Wirtschaftsprüfer nach der Sonderprüfung durch KPMG viel Arbeit haben. Aber für Zuversicht sorgt das nicht bei Anlegern", sagt ein Händler.

Wirecard
Wirecard 3,49

Wirecard hatte die Vorlage der endgültigen Bilanzergebnisse gestern Abend erneut verschoben und statt dem 4. Juni den 18. Juni als neuen Termin genannt. Die Hauptversammlung findet deshalb ebenfalls später statt.

Der Konzern, der für Händler und Verbraucher Zahlungen im Internet und an Ladenkassen abwickelt, macht für die Verschiebung die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY verantwortlich, die die Bilanzzahlen prüft und testiert. EY habe Wirecard darüber informiert, bis zu dem genannten Termin nicht alle Prüfungshandlungen abschließen zu können. EY wollte sich dazu nicht äußern.

In den vergangenen Wochen hatte Wirecard öfter für Schrecken bei Aktionären gesorgt: Ende April waren die Aktien abgestürzt, nachdem KPMG die Ergebnisse einer Sonder-Bilanzprüfung vorgelegt hatte und entgegen der Erwartungen von Anlegern nicht alle Vorwürfe der Bilanzmanipulation aus dem Weg geräumt hatte. Die Wirtschaftsprüfer hatten Wirecard Mängel bei internen Kontrollen und dem Vorstand eine Behinderung bei den Prüfungen vorgeworfen.

09:17 Uhr

Familie erwägt Übernahme von Karstadt Sports

Die Familie Loitz prüft nach Informationen von ntv die Übernahme von Karstadt Sports. Sie habe vergangene Woche beim Sachverwalter ihr Interesse bekundet, so die Familie in einer Stellungnahme. Ein Übernahmeangebot sei vorbereitet worden.

Bei der angeschlagenen Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof droht der Kahlschlag: Dem Vernehmen nach stehen 20 der 30 Filialen von Karstadt-Sport vor dem Aus. "Die pozenzielle Übernahme soll im ersten Schritt die Arbeitsplätze in allen Filialen und der Zentrale sichern. Im weiteren Verlauf wird ein Rebranding für Karstadt Sports angestrebt", heißt es in der Mitteilung. Zielgruppe seien Frauen. Zudem stehe das Online-Geschäft im Fokus.

Das Vermögen der Familie ist den Angaben zufolge weltweit in Unternehmen, Immobilien und Philanthropie-Projekten investiert.

08:55 Uhr

Airline meldet Insolvenz an

Die chilenische Fluggesellschaft Latam ist wegen der Reisebeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Schieflage geraten. Lateinamerikas größte Airline und seine Töchter in Chile, Peru, Kolumbien, Ecuador und den USA haben Insolvenzschutz nach Kapitel 11 angemeldet, wie Latam mitteilte. Die Gesellschaften in Argentinien, Brasilien und Paraguay seien nicht betroffen.

Dieses Verfahren sieht eine Sanierung vor, das Unternehmen ist währenddessen vor Forderungen von Gläubigern geschützt.

"Wir haben eine Reihe schwieriger Maßnahmen ergriffen, um die Auswirkungen dieser beispiellosen Branchenkrise zu mildern. Letztendlich ist dieser Weg jedoch die beste Option", so Vorstandschef Roberto Alvo. Den Kassenbestand bezifferte das Unternehmen auf rund 1,3 Milliarden Dollar. Der Flugverkehr laufe derweil weiter, hieß es.

08:34 Uhr

Rettungspaket treibt den Lufthansa-Kurs

Kräftig nach oben geht es im Spezialistenhandel mit Lufthansa und Fraport. Die Airline-Aktien legen dank der Staatsrettung der Unternehmen um weitere 3 Prozent zu, Fraport sogar um fast 6 Prozent. Der Flughafenbetreiber hängt hauptsächlich vom Wohlbefinden der Lufthana ab.

Lufthansa
Lufthansa 9,01

Das staatliche Rettungspaket für Lufthansa sei sogar noch besser als erwartet ausgefallen, kommentieren die Analysten von Bernstein. In der Summe führe der Staatseinstieg nur zu einer 25-prozentigen Verwässerung der Anteile der Altaktionäre und moderaten Zinszahlungen.

08:09 Uhr

GfK-Konsumklima erholt sich nach ersten Lockerungen etwas

Mit den ersten Lockerungen in der Corona-Krise hellt sich auch die Verbraucherlaune in Deutschland wieder etwas auf. Für Juni sagen die GfK-Marktforscher einen Anstieg ihres Barometers um 4,2 auf minus 18,9 Punkte voraus. Zuletzt war das Konsumklima noch auf ein Rekordtief eingebrochen. "Die Verbraucher in Deutschland erholen sich im Mai ein wenig vom Schock, der durch die Covid-19-Pandemie ausgelöst wurde", sagte GfK-Experte Rolf Bürkl.

Die schrittweise Öffnung vieler Geschäfte habe sicher dazu beigetragen, dass die Konsumneigung keine weiteren Einbußen hinnehmen müsse und sogar etwas zulegen könne. "Dennoch ist die Verunsicherung unter den Konsumenten groß." Die Viruskrise trifft die Konjunktur mit voller Wucht.

 

07:44 Uhr

Dax zur Eröffnung höher als erwartet

Am heutigen Tag wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Beflügelt von Konjunkturhoffnungen hatte er am Montag 2,9 Prozent auf 11.391,28 Punkte zugelegt.

Dax
Dax 12.478,98

Im Mittelpunkt stehen erneut Konjunkturdaten: So legt die Nürnberger GfK ihren Konsumklima-Index vor. Analysten gehen von einem Anstieg für Juni auf minus 18,3 Punkte aus, von minus 23,4 Zählern im Mai. Allerdings ist die Spannbreite groß. Das spiegelt die Unsicherheit wider, wie stark die Corona-Krise die Kauflaune bei den Verbrauchern getrübt hat und ob sie sich inzwischen wieder in die Läden zurückwagen. Auch für die USA werden Daten zum Verbrauchervertrauen erwartet.

07:16 Uhr

Chinesische Zentralbank will Unternehmen in der Krise helfen

Die chinesische Zentralbank will von der Pandemie belasteten Unternehmen mit weiteren Maßnahmen finanziell unter die Arme greifen. Dazu gehören eine Verlängerung von Krediten, mehr Staatsgarantien für kleine Firmen und Hilfe bei der Emission von Anleihen, sagte Notenbank-Gouverneur Yi Gang in einem Interview mit Staatsmedien. Seit Februar hätten die chinesischen Behörden die Wirtschaft mit 5,9 Billionen Yuan unterstützt, umgerechnet 756 Milliarden Euro.

Dies sei durch Geldspritzen in das Finanzsystem und die Aufforderung an die Banken nach billigeren Krediten geschehen. Chinesische Banken hätten kleineren Firmen Kredite im Umfang von 1,2 Billionen Yuan gewährt. Chinas Wirtschaft war im ersten Quartal um 6,8 Prozent geschrumpft und Premier Li Keqiang hatte vergangene Woche das Wachstumsziel für das laufende Jahr zurückgezogen.

07:04 Uhr

Der Euro bleibt stabil

Der Kurs des Euro hat sich zunächst über 1,09 US-Dollar stabilisiert. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,0918 Dollar gehandelt, nachdem der Kurs am Vorabend noch knapp unter der Marke von 1,09 Dollar gelegen hatte.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,13

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montagnachmittag auf 1,0910 Dollar festgelegt. Der Euro befinde sich aktuell in einem Spannungsfeld zwischen politischen Risiken einerseits und einer positiveren Stimmung an den Märkten im Zuge weiterer Corona-Lockerungen andererseits, schrieben die Devisenexperten der Commerzbank.

Im frühen Handel habe letzteres dominiert, weshalb der Eurokurs zum Dollar zulegt habe. Doch angesichts des andauernden Zwists innerhalb der Europäischen Union über einen Corona-Wiederaufbaufonds dürfte die Luft im Euro-Dollar-Wechselkurs schnell dünn werden für die Gemeinschaftswährung.

06:36 Uhr

Asiatische Anleger kommen in Kauflaune

Nikkei
Nikkei 22.145,96

Die asiatischen Anleger konnten am Dienstag über die Spannungen zwischen den USA und China hinwegsehen und gerieten über weitere Konjunkturimpulse in Kauflaune. "Die Spannungen zwischen den USA und China schwelten weiterhin im Hintergrund, aber die Aktienanleger scheinen mehr an der Aussicht auf eine Wiedereröffnung von Volkswirtschaften rund um den Globus interessiert zu sein", sagte Rodrigo Catril, leitender Devisenstratege bei NAB. Die Beendigung des landesweiten Ausnahmezustands in Japan, die Aufhebung der Ausgangssperren in Spanien und die Aussicht auf die Wiedereröffnung einiger Geschäft am 1. Juni in England habe die Hoffnungen der Anleger auf eine Erholung der Weltwirtschaft gestärkt.

  • Die Börse in Tokio hat sich am Dienstag zunächst stärker gezeigt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 2,2 Prozent höher bei 21.197 Punkten und damit auf dem höchsten Stand seit Anfang März, als sich die wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus gerade erst anfingen sich abzuzeichnen. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 1,6 Prozent und lag bei 1526 Punkten.
  • Die Börse in Shanghai lag 0,7 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,7 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,6 Prozent.