Der Börsen-Tag"Die weltweiten Anleihemärkte schreien auf"
Die asiatischen Börsen zeigen sich trotz eines weltweiten Ausverkaufs am Anleihemarkt robust. Zu den Gewinnern zählt die japanische Börse in Tokio, die fester tendiert. Der Nikkei-Index legt um 1,2 Prozent auf 66.318,14 Punkte zu, und der breiter gefasste Topix notiert 1,2 Prozent höher bei 4123,73 Zählern. Das Handelsvolumen in der Region bleibt jedoch dünn, da viele Handelsplätze feiertagsbedingt geschlossen bleiben. So findet an der Börse Shanghai kein Handel statt, und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen wird ebenfalls nicht gehandelt.
Die Stimmung der Anleger wird von stark steigenden Renditen bei Staatsanleihen dominiert, die Befürchtungen über höhere weltweite Kreditkosten schüren. In Japan klettert die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit 1996. "Die weltweiten Anleihemärkte schreien auf, und das zu ignorieren, könnte sehr teuer werden", warnt Nigel Green, Chef des Finanzberaters deVere Group. Sobald die risikofreien Zinsen in den USA über fünf Prozent lägen, müsse jeder Vermögenswert seinen Preis rechtfertigen.