Der Börsen-TagEvonik-Aktionäre haben Chance auf Übernahmeprämie
Für Evonik-Investoren eröffne die BASF-Offerte die Chance auf eine Übernahmeprämie, während bei einem Scheitern Rückschlagpotenzial bestehe, merkt die DZ Bank an. Strategisch könnte Evonik das BASF-Spezialchemiegeschäft stärken, allerdings müssten Finanzierung, zusätzliche Synergien und die Haltung der RAG-Stiftung noch geklärt werden, geben die Analysten zu bedenken. Der durchschnittliche Aktienkurs drei Monate vor Veröffentlichung der Sondierung habe bei rund 15 Euro gelegen. Ein Preis von 22 Euro entspräche damit einer Übernahmeprämie von rund 46 Prozent und läge bereits über der üblichen Spanne von 30 bis 40 Prozent.
Da sich Evonik aktuell in einem zyklischen Tief befindet, könnte ein auf Mid-Cycle-Erträgen basierender Preis im Bereich von 22 Euro dennoch begründet sein. Strukturelle Probleme wie der Wettbewerb aus China, die Wachstumsschwäche in Europa und hohe Energiepreise seien hingegen dauerhaft und durch eine zyklische Erholung nicht lösbar; hierfür sei keine "Besserungsprämie" gerechtfertigt.