Der Börsen-TagEx-Google-Manager warnt vor KI-Gefahren für Kinder
Der ehemalige Google-Manager Tom Siegel hat vor den Gefahren Künstlicher Intelligenz (KI) für Kinder gewarnt und eine Verlangsamung der Entwicklung gefordert. Die Technologiebranche wiederhole die Fehler aus der Ära der sozialen Medien und richte bei Minderjährigen möglicherweise noch größeren Schaden an, sagte der frühere Vizepräsident für Nutzersicherheit bei Google Reuters. Die Risiken reichten von Suizid und Psychosen bis hin zu einer Abnahme des kritischen Denkens. Siegel, der am Dienstag die Leitung des neu gegründeten "Youth AI Safety Institute" der Kinderschutzorganisation Common Sense Media übernahm, forderte sofortige Schutzmaßnahmen.
Laut Siegel sollten Anthropic und OpenAI strengere Altersüberprüfungen für ihre Chatbots durchsetzen. Seinem früheren Arbeitgeber Google legte er nahe, eine Funktion zum einfachen Abschalten der KI-Übersichten in der Suchmaschine zu integrieren. Zwar könnten solche Schritte kurzfristig Gewinne beeinträchtigen, doch drohten untätigen Firmen Klagen und Regulierungen, warnte Siegel. Betreiber sozialer Medien zahlen hohe Summen wegen angeblicher Schäden bei jungen Nutzern. Zudem hinkt die Regulierung dem rasanten Tempo der KI-Entwicklung hinterher: So hatte ein Reuters-Bericht über ein internes Dokument von Meta, wonach Chatbots Kinder in romantische Gespräche verwickeln könnten, im vergangenen Jahr eine Untersuchung des US-Kongresses ausgelöst.
