Freitag, 24. April 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer und Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Dax erlebt roten Tag - Prügel für Lufthansa-Aktie

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(Foto: imago images/Jan Huebner)

Die Schaukel-Börsen leben weiter: Nach zwei Tagen mit Gewinnen haben sich die europäischen Aktienmärkte heute wieder nach unten orientiert. Der Absturz des deutschen Ifo-Geschäftsklimaindex im April stellte dabei nur einen bedingten Belastungsfaktor dar. Stimmungskiller waren Berichte, nach denen der Hoffnungsträger Remdesivir des US-Pharmakonzerns Gilead Sciences keine durchschlagenden Erfolge bei Coronavirus-Patienten gezeigt haben soll. Die Analysten der Commerzbank rechnen nun nicht mehr mit einer V-förmigen Erholung der deutschen Wirtschaft. Die Aufwärtsbewegung werde nur langsam vonstattengehen.

An der Frankfurter Börse ging der Dax mit einem Verlust von 1,7 Prozent auf 10.336 Punkte ins Wochenende. Der MDax gab um 1,2 Prozent auf 22.241 Zähler nach. Der TecDax verlor 2,2 Prozent auf 2886 Stellen. Der EuroStoxx50 verringerte sich um 1,4 Prozent auf 2813 Punkte.

Kräftige Prügel bekam die Lufthansa-Aktie, die 8,0 Prozent verlor. Die Airline hatte gestern Abend mitgeteilt, dass sie Liquiditätshilfe benötige, um die Corona-Krise zu überstehen. Heute nun teilte Konzernchef Carsten Spohr mit, dass die Flotte nach der Krise von zuletzt rund 760 Maschinen um 100 verkleinert werde. Die Belegschaft werde sich um 10.000 Mitarbeiter verringern.

Schwach waren auch die Bankenwerte: Deutsche Bank verloren 6,8 Prozent und Commerzbank 4,1 Prozent. Belastend wirkte, dass die Ratingagentur S&P die Bonitätseinstufung für die Commerzbank um eine Stufe auf BBB+ gesenkt hat. Aus dem Handel wird dazu vermerkt, dass die Commerzbank ein erhebliches Kreditportfolio im Unternehmenskundensegment in den Büchern habe. Steigende Kreditrisikovorsorge könne hier zu einem Problem werden. Die Kreditwürdigkeit der Deutschen Bank wurde zwar bestätigt, den Ausblick nahm S&P aber auf "negativ" von "stabil" zurück.

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17:16 Uhr

SAP-Chef Klein verzichtet Teil des Gehalts und spendet

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Christian Klein

(Foto: picture alliance/dpa)

Der nunmehr alleinige Vorstandschef des Softwareriesen SAP, Christian Klein, will im laufenden Jahr auf einen Teil seines Fixgehalts verzichten und die entsprechende Summe von 220.000 Euro wohltätigen Zwecken spenden. Dies teilte ein Konzernsprecher in Walldorf mit. Klein wolle ein Fünftel seines Fixgehalts in Höhe von 1,1 Millionen Euro abgeben.

SAP sei der Ansicht, dass die Corona-Krise mit ihren enormen Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft nicht die passende Zeit für steigende Managementgehälter sei, betonte der Dax-Konzern. Klein habe sich daher gleichfalls entschlossen, in seiner neuen Funktion als Vorstandssprecher in jedem Fall auf eine Gehaltsanpassung zu verzichten. Mit der Spende wolle er einen Beitrag zur Überwindung der Krise leisten.

16:56 Uhr

Lufthansa dünnt kräftig aus - Tausende Mitarbeiter weniger

Lufthansa
Lufthansa 10,87

Nun ist die Katze aus dem Sack: Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat noch schärfere Einschnitte wegen der gravierenden wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise angekündigt. Bis zum Ende der Krise werde die Flotte von zuletzt rund 760 Flugzeugen um 100 Flugzeuge verkleinert, erklärte er in einem vom Dax-Konzern verbreiteten Webcast mit den Beschäftigten. Daraus ergebe sich eine um 10.000 Mitarbeiter kleinere Belegschaft, ergänzte der Manager. Mit einer Normalisierung der Lage für den Luftfahrtkonzern rechnet er nicht vor 2023.

Ein Lufthansa-Sprecher erklärte, wie sich die Lufthansa von den Mitarbeitern trennen werde, sei noch mit den Gewerkschaften zu verhandeln. Wegen der Krise werde die Auslastung der Flugzeuge um zehn Prozent und entsprechend stark auch der Erlös sinken. Außerdem werde die Airline-Gruppe, die gerade über ein Finanzpaket von fast zehn Milliarden Euro mit Deutschland, Österreich, der Schweiz und Belgien verhandelt, über eine Milliarde Euro pro Jahr zur Rückzahlung von Krediten aufwenden müssen.

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16:41 Uhr

ntv-Börsenexpertin Susanne Althoff zu den starken Zoom-Zahlen

Die Corona-Krise zwingt viele Arbeitnehmer ins Homeoffice und damit auch in Video-Konferenzen. Kaum jemand profitiert davon so sehr wie das US-Unternehmen Zoom.  Trotz Sicherheitsbedenken schießt die Aktie in die Höhe, erklärt ntv-Börsenexpertin Susanne Althoff an der Frankfurter Börse.

15:58 Uhr

Für MTU kommt das dicke Ende erst noch

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(Foto: picture alliance / Peter Steffen)

Die Covid-19-Krise ist ein schwerer Rückschlag für Flugzeugbauer wie Boeing und Airbus. Schwieriger ist das Umfeld jedoch für diejenigen, die die Maschinen reparieren, zu denen auch MTU Aero Engines gehört. Der im Dax notierte Triebwerkshersteller hat erst jüngst seinen Jahresausblick zurückgenommen. Das erste Quartal dürfte aber noch vergleichsweise glimpflich für MTU ausgegangen sein.

Weltweit treiben Airlines angesichts der vielleicht Jahre währenden gedämpften Nachfrage nach Flugreisen ihre Pläne voran, alte Maschinen loszuwerden. Andere Flugzeuge bleiben einfach am Boden und müssen folglich auch nicht gewartet werden. MTU hat deshalb schon gewarnt, dass wegen des signifikanten Rückgangs des Passagierflugverkehrs Umsatz sowie bereinigtes Ebit im Geschäftsjahr 2020 nicht wie angekündigt um einen hohen einstelligen Prozentsatz zunehmen werden.

Angesichts der Dynamik der weltweiten Entwicklungen in Zusammenhang mit der Pandemie will MTU einen neuen Ausblick für Umsatz, bereinigtes Ebit und insbesondere der Cash Conversion Rate erst zu einem späteren Zeitpunkt geben.

15:42 Uhr

Wall Street startet mit Gewinnen - Dax weiter schlecht drauf

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(Foto: dpa)

Grünes Licht an der Wall Street: Die US-Börsen sind mit kleinen Gewinnen in den heutigen Handel gestartet. Der Dow Jones stieg um 0,5 Prozent auf 23.637 Punkte. Der marktbreite S&P-500 kletterte um 0,3 Prozent auf 2807 Stellen.

In Frankfurt dominierten dagegen weiter die Minuszeichen. Der Dax verlor 0,6 Prozent und notierte bei 10.450 Zählern. Der EuroStoxx50 sank um 0,5 Prozent auf 2840 Punkte.

15:27 Uhr

Russlands Notenbank reagiert auf Krise - Leitzins gesenkt

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(Foto: imago stock&people)

Die russische Zentralbank hat im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie die Leitzinsen gesenkt und hält sich die Tür für noch tiefere Zinsen offen. Sie kappte ihren Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld auf 5,5 Prozent von zuvor 6 Prozent.

Man sei nun auf eine konjunkturstützende Geldpolitik umgeschwenkt, teilte das Geldinstitut in Moskau mit. Bislang hatte die Notenbank noch keine umfangreichen Hilfsmaßnahmen auf den Weg gebracht. Die Währungshüter um Notenbank-Chefin Elwira Nabiullina rechnen jetzt damit, dass das russische Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 4 bis 6 Prozent schrumpfen wird. Bislang hatten sie ein Wachstum von 1,5 bis zwei Prozent erwartet.

15:09 Uhr

IG Metall: ein Viertel der Betriebe mit massiven Problemen

Die Corona-Krise hat nun auch die IG Metall auf den Plan gerufen: Die Gewerkschaft sieht jeden vierten Betrieb in ihrem Organisationsbereich in massiven Liquiditätsproblemen. 10 Prozent mit zusammen rund 130.000 Beschäftigten hätten bereits aktuell erhebliche Engpässe, sagte IG-Metall-Chef Jörg Hofmann. Weitere 15 Prozent der Betriebe bekämen in den kommenden vier bis sechs Wochen massive Zahlungsprobleme. Dann wären fast 250.000 Beschäftigte betroffen.

Die Gewerkschaft fürchtet, dass strategische Zulieferer insbesondere der Autoindustrie unter Wert an Spekulanten verkauft werden könnten. Bei Eigenkapitalschwäche müssten der geplante Wirtschaftsstabilisierungsfonds der Bundesrepublik sowie weitere Geldgeber eingreifen. Die IG Metall sei im Gespräch mit Banken und Investoren, derartige Betriebe über Fonds als "bester Eigentümer" zu übernehmen.

14:52 Uhr

US-Aufträge für langlebige Güter brechen im März ein

Der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA ist im März sehr stark gefallen. In den drei Monaten zuvor waren die Aufträge jeweils gestiegen, doch die Corona-Krise sorgte für einen steilen Absturz. Wie das US-Handelsministerium berichtete, fielen die Orders gegenüber dem Vormonat um 14,4 Prozent. Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang von 12,0 Prozent gerechnet. Der Vormonatswert wurde auf plus 1,1 (vorläufig: plus 1,2) Prozent leicht nach unten revidiert.

Für den Ordereingang ohne den Transportbereich wurde ein Minus von 0,2 Prozent gemeldet. Bei den Auftragseingängen außerhalb des Rüstungsbereichs ergab sich eine Abnahme um 15,8 Prozent.

14:34 Uhr

BMW fährt schrittweise Produktion hoch

Nach Volkswagen und Daimler plant nun auch der dritte große deutsche Autobauer BMW die Wiederaufnahme seiner Produktion in Europa. Vom kommenden Montag an bis in die zweite Maihälfte hinein sollen sukzessive die Motoren- und Automobilwerke in Deutschland und Großbritannien sowie in den USA, Mexiko und Südafrika starten, wie der Dax-Konzern mitteilte.

Damit hätte der Münchner Konzern in diesem Jahr Produktionsausfälle von bis zu zwei Monaten zu verkraften. BMW hatte erste Fertigungsstopps in Europa am 18. März angekündigt und in Deutschland 20.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt.

Flaggen mit dem Logo des Münchner Autobauers BMW wehen vor der Olympiahalle.jpg

(Foto: Sina Schuldt/dpa)

14:24 Uhr

Pandemie verhagelt American Express das Ergebnis

American Express
American Express 97,83

Der Kreditkartenkonzern American Express hat im ersten Quartal trotz stabiler Einnahmen einen massiven Gewinneinbruch verbucht. Der Konzern musste seine Risikovorsorge mehr als verdreifachen. Zudem sieht das Unternehmen eine deutliche Beeinträchtigung des Transaktionsvolumens durch die Covid-19-Pandemie.

Der Nettogewinn brach im ersten Quartal um rund drei Viertel auf 367 Millionen US-Dollar ein. Das Ergebnis je Aktie lag bei 41 Cent je Aktie, was weit unter den Erwartungen der Analysten lag. Das bereinigte Ergebnis je Aktie von 1,98 Dollar lag dagegen über der Prognose von 1,75 Dollar. Der Umsatz ging mit 10,31 Milliarden Dollar nach 10,71 Milliarden im Vorjahreszeitraum nur leicht zurück. Die Risikovorsorge wurde auf 2,62 Milliarden von 809 Millionen Dollar im Vorjahr aufgestockt.

14:07 Uhr

Hauptversammlungen nach "Notfallgesetz": So läuft's im Dax

Die Hauptversammlungen der 30 Dax-Unternehmen finden in diesem Jahr nach dem "Notfallgesetz" zur Corona-Pandemie zum größten Teil als Online-Veranstaltung ohne anwesende Aktionäre statt. Einige Unternehmen hoffen aber noch, die Anteilseigner später im Jahr persönlich einladen zu können. Hier eine Übersicht:

Adidas AG: geplant 14. Mai, verschoben auf unbestimmten Termin

Allianz SE: online am 6. Mai

BASF SE: online am 18. Juni (verschoben vom 30. April)

BMW AG: online am 14. Mai

Bayer AG: online am 28. April

Beiersdorf AG: online am 29. April

Continental AG: online "im Sommer", unter anderem zur Abspaltung der Antriebssparte Vitesco

Covestro AG: geplant 17. April, verschoben auf unbestimmten Termin

Daimler AG: online am 8. Juli (verschoben vom 1. April)

Deutsche Bank AG: online am 20. Mai

Deutsche Post AG: geplant 13. Mai, verschoben auf unbestimmte Zeit, voraussichtlich online

Deutsche Börse AG: online am 19. Mai

Deutsche Lufthansa AG: online am 5. Mai

Deutsche Telekom AG: verschoben vom 26. März auf "spätestens Ende August"

E.ON SE: online am 28. Mai (verschoben vom 13. Mai)

Fresenius Medical Care AG & Co KGaA: geplant 19. Mai, verschoben auf unbestimmten Termin

Fresenius SE & Co KGaA: geplant 20. Mai, verschoben auf unbestimmten Termin

HeidelbergCement AG: online am 4. Juni (verschoben vom 7. Mai)

Henkel AG & Co KGaA: online am 17. Juni (verschoben vom 20. April)

Infineon Technologies AG: war am 20. Februar

Linde plc: am 25. Juli in London geplant

Merck KGaA: geplant 25. April, verschoben auf unbestimmten Termin

MTU Aero Engines AG: geplant 7. Mai, verschoben auf unbestimmten Termin, voraussichtlich online

Münchener Rück: online am 29. April

RWE AG: geplant 28. April, verschoben auf unbestimmten Termin

SAP SE: online am 20. Mai

Siemens AG: war am 5. Februar; weitere Versammlung zur Abspaltung von Siemens Energy für den 9. Juli geplant - wenn nötig online

Volkswagen AG: geplant 7. Mai, verschoben auf unbestimmten Termin

Vonovia SE: am 30. Juni (verschoben vom 13. Mai)

Wirecard: geplant für 2. Juli (Jahresabschluss noch nicht veröffentlicht)

13:52 Uhr

Dax grenzt Verlust etwas ein

Der Dax hat nach zwei Gewinntagen in Folge wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Am frühen Nachmittag konnte der Leitindex seinen Verlust wieder etwas eingrenzen - er fiel um 0,8 Prozent auf 10.431 Punkte. Auf Wochensicht deutet sich damit ein Abschlag von knapp 3 Prozent an. Für den MDax ging es um 0,9 Prozent auf 22.300 Punkte nach unten. Der EuroStoxx50 verlor 0,7 Prozent auf 2831 Stellen.

Händler verweisen auch auf die weiter angespannte Lage am Ölmarkt und die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Zudem blickten die Anleger auf das Ifo-Geschäftsklima für Deutschland, das im April auf ein historisches Tief fiel.

13:41 Uhr

Bank of America: Kursplus von 20 Prozent bei Stoxx 600 möglich

Die Experten der Bank of America halten einen Kursanstieg der europäischen Aktien um ein Fünftel bis August für möglich. Dann könne der europäische Stoxx 600 die Marke von 400 Punkten erreichen. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen gehe in einigen Ländern zurück, sodass einige der schärfsten Einschnitte gelockert werden könnten. In der Folge dürfte die wirtschaftliche Tätigkeit wieder anziehen.

13:15 Uhr

Videokonferenz-Anbieter Zoom vorbörslich auf Rekordhoch

Explodierende Nutzerzahlen hieven Zoom auf ein Rekordhoch. Die Aktien des Videokonferenzen-Anbieters steigen im vorbörslichen US-Geschäft um 2,6 Prozent auf 173,50 Dollar. Damit summiert sich das Plus seit Ausbruch der Coronavirus-Krise um etwa 75 Prozent. Trotz Sicherheits- und Datenschutz-Bedenken hat die Firma den Angaben zufolge aktuell 300 Millionen Nutzer.

Zoom
Zoom 184,00

13:01 Uhr

Nestlé profitiert von Hamsterkäufen

Hamsterkäufe wegen der Corona-Pandemie haben dem Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé im ersten Quartal zwar ein überraschend kräftiges Absatzplus beschert. Wie sich das Geschäft weiter entwickelt, wagt die Konzernspitze allerdings nicht wirklich einzuschätzen. Auch wenn es zu früh sei, die vollen Auswirkungen von Covid-19 zu beurteilten, "halten wir an unserem ursprünglichen Ausblick für das Gesamtjahr 2020 vorläufig fest", teilte das an der Börse wertvollste Unternehmen Europas mit.

Nestle
Nestle 93,00

Wenn man Währungsschwankungen und den Kauf und Verkauf von Unternehmensteilen herausrechnet, wuchsen die Erlöse um 4,3 Prozent auf 20,8 Milliarden Franken (rund 20 Mrd. Euro). Der Anstieg des Schweizer Franken zehrte bei dem Hersteller von Nespresso, Nescafé, Maggi, Wagner-Pizza und Mövenpick die Zuwächse allerdings komplett auf. Zudem wirkte sich der Verkauf von Sparten aus, sodass der Umsatz um 6,2 Prozent schrumpfte.

12:52 Uhr

US-Börsen zeigen vorbörslich nach oben: Händler rätseln, warum?

Extrem schwache Wirtschaftsdaten in Europa und eine herbe Enttäuschung bei einem Medikamentenhoffnungsträger im Kampf gegen Covid-19 bringen Anleger an der Wall Street am Freitag nicht aus der Ruhe. Der Aktienterminmarkt suggeriert einen etwas festeren Handelsbeginn am Kassamarkt.

S&P 500 Index, Ind.
S&P 500 Index, Ind. 3.192,60

Hiobsbotschaften gibt es dabei reichlich: In Deutschland brach der Ifo-Geschäftsklimaindex auf das niedrigste Niveau seit 2005 - dem Start für den wichtigen Frühindikator - ein. In den USA ist die Lage nach den jüngsten Daten und der dramatisch steigenden Arbeitslosigkeit kaum besser. Die Corona-Pandemie halte die Weltwirtschaft im Würgegriff, heißt es im Handel.

Darüber hinaus müssen Anleger noch etwas verdauen, denn auch bei der Suche nach einem Mittel gegen das neuartige Coronavirus gibt es einen Nackenschlag: Der Wirkstoff Remdesivir ist Berichten zufolge bei einer klinischen Studie als Mittel gegen die von dem Virus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 durchgefallen.

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Händler tun sich angesichts der Nachrichtenlage schwer, die möglichen Aufschläge an der Wall Street zu klären. "Der Markt hat sich die Frage gestellt, wie viel dauerhafter Schaden durch das Virus entstehen kann. Und die jüngste Daten sagen uns, dass sich der US-Arbeitsmarkt in einem Blutbad befindet", sagt Volkswirt Govinda Finn von Aberdeen Standard Investments. Ein Dreh in die Verlustzone noch vor Handelsbeginn oder im -verlauf ist laut Händlern daher nicht unwahrscheinlich.

Europas Börsen erholen sich bis mittags deutlich von den Tagestiefs - und dies trotz eines Absturzes des Ifo-Geschäftsklimaindex im April.

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12:24 Uhr

Frachtraten für Öltanker sinken

Die nachlassenden Kurskapriolen am Ölmarkt führen zu niedrigeren Frachtraten für Supertanker. So kostete der Transport einer Rohöl-Ladung aus dem Nahen Osten nach China mit einem "Very Large Crude Carrier" (VLCC) am Freitag 9,8 Millionen Dollar. Dieser Preis lag zwar fast zwei Millionen Dollar unter dem des Vortages, aber etwa eine Million über dem vom Wochenbeginn.

Am Montag war der Preis für die US-Rohölsorte WTI wegen einer fallenden Nachfrage bei gestiegenem Angebot erstmals unter Null gerutscht. Weil sich an dem Überangebot vorerst nichts ändern werde, müsse mittelfristig aber mit wieder steigenden Frachtraten gerechnet werden, sagte Asho Sharma, Geschäftsführer des Schiffe-Vermittlers BRS Baxi. Denn viele Tanker würden derzeit als schwimmende Lagerstätten genutzt und stünden für den Rohöl-Transport nicht zur Verfügung.

12:08 Uhr

KfW: Im zweiten Halbjahr beginnt die Erholung

Die KfW erwartet nach dem unerwartet deutlichen Rückgang des Ifo-Geschäftsklimaindex im April, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal um 10 bis 15 Prozent sinken wird. Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib ist trotzdem optimistisch, dass Deutschland bald das "Corona-Tal" verlassen kann.

Es gibt aber auch kleines Lichtlein am Horizont: "Auch wenn die Geschäftserwartungen noch keine Hoffnung verbreiten, bin ich zuversichtlich, dass wir schon im zweiten Halbjahr den Beginn einer Erholung sehen werden", schreibt sie in einem Kommentar. Voraussetzung sei allerdings, dass das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben nun sehr umsichtig wieder hochgefahren werde, ohne die gesundheitlichen Erfolge zu gefährden.

DAX
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11:55 Uhr

Institut malt düsteres Bild: "Schwerste Rezession der Nachkriegsgeschichte"

Die Corona-Krise stellt die deutsche Wirtschaft vor die schwerste Prüfung nach dem Krieg. Das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) erwartet im Jahresschnitt 2,5 Millionen Kurzarbeiter, einen Einbruch der deutschen Wirtschaftsleistung im Jahr 2020 um 8,4 Prozent, dazu in der Spitze drei Millionen Arbeitslose.

"Die deutsche Wirtschaft stürzt in die schwerste Rezession der Nachkriegsgeschichte", heißt es in dem Bericht des Forschungsinstituts der Bundesagentur für Arbeit.

11:28 Uhr

Deutsche Wirtschaft auf dem "Highway to Hell": "Alle werden ärmer"

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Eine Frau nimmt sich eine gefüllte Tüte vom "Gabengeländer" in der Treppenstraße in Kassel. Die Lebensmittelspenden von Privatpersonen werden von Bedürftigen gut angenommen.

picture alliance/dpa

Die liechtensteinische VP Bank sieht die deutsche Wirtschaft nach dem unerwartet deutlichen Rückgang des Ifo-Geschäftsklimas im April auf dem "Highway to Hell". "Die einfache Botschaft lautet: Massive Einkommensverluste stehen bevor - wir alle werden ärmer werden", schreibt Chefvolkswirt Thomas Gitzel in einem Kommentar. Das gelte nicht nur für Deutschland, sondern für sämtliche Volkswirten.

Gitzel erwartet, dass die deutsche Konjunktur noch längere Zeit mit dem Corona-Virus zum kämpfen haben wird. "Doch selbst wenn die Pandemie mittels eines Impfstoffes überwunden wurde, werden die Langzeitfolgen immens sein", prognostiziert er.

11:04 Uhr

Eine "doppelte Chance": BMW-Chef Zipse plädiert für "Innovationsprämie"

Der Schutz des Klimas und das Ankurbeln der Wirtschaft nach der Corona-Krise dürfen nach Ansicht von BMW-Chef Oliver Zipse nicht gegeneinander ausgespielt werden. "Wir sehen in einer Innovationsprämie eine doppelte Chance: Sie kann als Konjunkturmaßnahme die Wirtschaft ankurbeln und gleichzeitig den Umstieg der Kunden auf klimaschonende Technologien beschleunigen. So kombinieren wir wirtschaftliche Erholung mit wirksamem Klimaschutz, anstatt beides gegeneinander auszuspielen", sagte er in München.

Zipse spielte damit auf die von CSU-Chef Markus Söder ins Gespräch gebrachte Autokaufprämie an.

BMW
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10:50 Uhr

Autoimporteure fordern Regeln für neue E-Auto-Förderung

Die Autohersteller warten dringend auf die konkrete Umsetzung des erhöhten Umweltbonus für Elektroautos. Die entsprechende Verordnung müsse in den nächsten Tagen erscheinen, um die aktuelle Kaufzurückhaltung der Konsumenten zu beenden, erklärten Vertreter des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK).

Die Bundesregierung plant im Zuge ihres Klimapakets, die Kaufprämie bis zum Jahr 2025 zu verlängern. Sie gilt für Pkw mit Elektro-, Hybrid- und Wasserstoff-Antrieb. Die Prämie soll für Autos mit einem Listenpreis von unter 40.000 Euro auf bis zu 6000 Euro steigen. Derzeit gibt es 4000 Euro für reinelektrische Fahrzeuge.

10:24 Uhr

Ifo-Geschäftsklimaindex fällt deutlich: Tiefster Stand seit 2005

Die Stimmung in den Führungsetagen der deutschen Wirtschaft hat sich im April wegen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie weitaus deutlicher als erwartet eingetrübt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank auf 74,3 (März revidiert: 85,9) Punkte, was der niedrigste Stand in der bis 2005 zurückreichenden Reihe ist. Volkswirte hatten einen Rückgang auf 80,0 Punkte prognostiziert.

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10:14 Uhr

Analysten: Lufthansa braucht Staatshilfe innerhalb von Wochen

Als nicht überraschend und sehr schwach bezeichnen die Analysten von Bernstein die Ergebnisse von Lufthansa. Interessanter als das Quartalsergebnis sei die Anmerkung, dass der Liquiditätsverlust nicht durch Kreditaufnahme vollständig gedeckt werden könne. Innerhalb von Wochen sei die Fluggesellschaft also angewiesen auf Staatshilfe.

Als Basisszenario könne eine staatliche Kreditlinie gelten - möglicherweise als Wandelanleihe. Sicher sei das aber noch nicht. Die Lufthansa-Aktie verlor 4,8 Prozent.

Lufthansa
Lufthansa 10,87

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09:46 Uhr

S&P senkt Commerzbank-Rating

Standard & Poor's hat im Zuge einer Betrachtung der Banken in Deutschland das Rating für die Commerzbank um eine Stufe auf BBB+ gesenkt. Die Bonität der Deutschen Bank wurde zwar bestätigt, wie die Agentur mitteilte. Den Ausblick nahm S&P aber auf "negativ" von "stabil" zurück. Die Konjunkturprogramme der Regierung für die Banken seien zwar hilfreich. Dennoch würden die Gewinne der Institute und in einigen Fällen auch ihre Kapitalisierung unter der Coronavirus-Krise leiden.

Der Aktienkurs der Deutschen Bank fiel um 4,8 Prozent. Commerzbank verbilligten sich um 3,7 Prozent.

09:22 Uhr

Nestlé profitiert von Hamsterkäufen

Der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé hat im ersten Quartal von den Hamsterkäufen infolge der Corona-Pandemie profitiert. In den ersten drei Monaten fiel das Wachstum höher aus, als Experten erwartet hatten. Allerdings zehrte der Anstieg des Schweizer Franken die Zuwächse in der Bilanz komplett auf. Zudem wirkten sich die Verkäufe von Sparten aus, so dass der Umsatz zurückging. Der Erlös sank im Vergleich zum Vorjahr um 6,2 Prozent auf 20,8 Milliarden Schweizer Franken (rund 20 Mrd Euro), wie das an der Börse wertvollste europäische Unternehmen mitteilte. Das organische Wachstum - also ohne Währungs- und Verkaufseffekte - habe 4,3 Prozent betragen.

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09:11 Uhr

Remdesivir-Flop schickt Dax nach unten

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Nach zwei Tagen mit Gewinnen ist der deutsche Aktienmarkt zum Handelsstart erst einmal abgetaucht. Der Dax verlor 2,0 Prozent auf 13.301 Punkte. Der MDax sackte um 1,4 auf 22.195 Zähler, der TecDax um 1,6 Prozent 2902 Stellen ab. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 1,7 Prozent auf 2804 Punkte nach unten.

Die Indizes reagierten damit auf die schwachen Vorgaben aus Asien. Zudem gibt es wohl bei der Suche nach einem Mittel gegen das neuartige Coronavirus einen Rückschlag. Der Wirkstoff Remdisivir ist Berichten zufolge bei einer klinischen Studie als Mittel gegen die von dem Virus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 durchgefallen.

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08:39 Uhr

Wirtschaftsweiser warnt vor Übertreibungen bei Hilfen

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Lars Feld

(Foto: picture alliance/dpa)

Die staatlichen Geldkanonen feuern wegen der Corona-Krise aus allen Rohren, doch es gibt auch warnende Stimmen. So mahnt der Vorsitzende des Sachverständigenrats (Wirtschaftsweise), Lars Feld, die Bundesregierung, im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie Maß zu halten.

  • "Vor allem das, was aktuell diskutiert wird, ist problematisch. Man hat den Eindruck, jede Branche wolle spezifisch unterstützt werden", sagte Feld dem "Handelsblatt".

Gehe man diesen Weg, könne man dies hinterher "finanzpolitisch kaum mehr einfangen", warnte der Regierungsberater.

  • "Ich mache mir eher Sorgen, ob es uns gelingt, zur wirtschaftspolitischen Normalität zurückzukehren."
08:32 Uhr

Rote Zahlen in Japan und China

Pessimismus herrschte zum Wochenausklang an den asiatischen Börsen. Zweifel an der raschen Entwicklung eines Corona-Medikaments und ernüchternde Konjunkturdaten aus den USA haben den Anlegern die Stimmung verhagelt. In Tokio ging der Nikkei 0,9 Prozent schwächer bei 19.262 Zählern aus dem Handel. Auf Wochensicht liegt er damit 3,2 Prozent im Minus. Auch in China gaben die Kurse nach.

Auf die Stimmung drückte ein Bericht über enttäuschende Testergebnisse beim Medikament Remdesivir des US-Unternehmens Gilead in einer Studie in China zur Behandlung von Covid-19. Gilead erklärte, die Studie sei wegen mangelnder Teilnehmerzahl vorzeitig abgebrochen worden und daher statistisch nicht aussagekräftig.

Nikkei
Nikkei 22.863,73

08:23 Uhr

Europas Nutzfahrzeugmarkt mit kräftigem Einbruch

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der europäische Nutzfahrzeugmarkt ist wegen der Coronavirus-Pandemie im März fast um die Hälfte eingebrochen. Mit 105.196 Fahrzeugen seien 47,3 Prozent weniger zugelassen worden als im Vorjahresmonat, teilte der zuständige Branchenverband Acea mit. Bereits im Januar und im Februar waren die Zulassungszahlen rückläufig gewesen, der Rückgang im März war nun allerdings nochmals erheblich größer.

Am stärksten fielen die Rückgänge in den besonders schwer von der Covid-19-Pandemie gebeutelten Ländern Italien (minus 66,1 Prozent), Spanien (minus 64,4 Prozent) und Frankreich (minus 63,1 Prozent) aus. Alle Nutzfahrzeugsegmente seien durch die Corona-Krise stark getroffen worden, und alle 27 EU-Märkte hätten klare Rückgänge zu verzeichnen gehabt, hieß es weiter.

08:04 Uhr

Chinesische Zentralbank senkt weiteren Zins

Die chinesische Zentralbank hat einen weiteren ihrer Leitzinsen gesenkt. Der Zinssatz für mittelfristige Kredite werde auf 2,95 von 3,15 Prozent zurückgenommen, wie sie mitteilte. Die Darlehen an Geschäftsbanken werden nach einem Jahr fällig, können aber auf zwei weitere Jahre verlängert werden. Die Zentralbank hatte zuletzt mehrfach an der Zinsschraube gedreht, um mit billigerem Geld die chinesische Wirtschaft anzukurbeln. Diese ist wegen der Corona-Krise im ersten Quartal um 6,8 Prozent geschrumpft. Das war das erste Minus seit Beginn der Quartalsstatistik 1992.

07:49 Uhr

US-Regierung prüft Hilfen für Öl-Konzerne

Finanzminister Mnuchin will der angeschlagenen US-Ölindustrie unter die Arme greifen. "Eine der Komponenten, mit denen wir uns befassen, ist die Bereitstellung von Darlehen für die Branche", sagte Mnuchin in der Agentur Bloomberg. "Wir prüfen eine Menge verschiedener Optionen." Noch sei allerdings keine Entscheidung gefallen. In dieser Woche ist der Preis für US-Öl wegen der Coronavirus-Pandemie erstmals in seiner Geschichte ins Minus gestürzt. Verkäufer mussten Geld zahlen, damit ihnen jemand das Öl abnimmt. Energieminister Brouillette sagte kürzlich der Nachrichtenagentur Reuters, dass er mit Mnuchin an Hilfen arbeite. Präsident Trump hatte sein Kabinett gebeten, einen Plan auszuarbeiten, um der kränkelnden US-Ölindustrie beizustehen.

07:36 Uhr

Ölpreise ziehen weiter an

Die Ölpreise setzen ihre Erholung vom Vortag fort. Im asiatischen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zuletzt 22,48 Dollar. Das waren 1,15 Dollar mehr als am Vortag. Die US-Sorte WTI wurde je Barrel zu 17,70 Dollar gehandelt. Sie kostete damit 1,20 Dollar mehr als am Donnerstag.

Trotz der aktuellen Erholung bleibt der enorme Angebotsüberhang am Markt für Rohöl ungebrochen. Aus Sicht von Marktbeobachtern wird das auch anhalten, weswegen Erdölverarbeiter sich zuletzt einen Wettlauf um Frachtkapazitäten auf Schiffen lieferten um überschüssiges Benzin und Kerosin zu lagern. Daneben versuchten auch Pipeline-Betreiber, mehr Lagerplatz zu schaffen. Wie die Weltbank mitteilte, rechnet sie nach dem Einbruch am Ölmarkt mit der schwächsten Erholung der Geschichte. Marktbeobachter hoffen mit den ab 1. Mai beginnenden Produktionskürzungen, die von führenden Ölnationen vereinbart wurden, zunächst auf eine Phase der relativen Stabilität.

07:24 Uhr

Dax dürfte niedriger starten, Ifo-Index im Blick

Dax
Dax 12.847,68

Zum Abschluss der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten. Am Donnerstag hatte der dank Spekulationen auf eine baldige Überwindung der Coronavirus-Pandemie ein Prozent auf 10.513 Punkte zugelegt. Bei den Konjunkturdaten richten Anleger ihre Aufmerksamkeit auf den Ifo-Index, der die Stimmung in den deutschen Chef-Etagen widerspiegelt. Experten erwarten für April einen Rückgang auf 80 Punkte von 86,1 Zählern im Vormonat. Auch wenn das Minus größer ausfallen sollte, erwarten Börsianer aber keinen Kursrückschlag. Viele Investoren richteten ihre Aufmerksamkeit bereits auf die Zeit nach der Virus-Krise. Daneben hält eine neue Welle von Firmenbilanzen Anleger auf Trab. Unter anderem öffnet der Kreditkarten-Anbieter American Express seine Bücher.

07:15 Uhr

Eurokurs fällt leicht

Der Euro ist etwas gefallen und wurde am Morgen mit 1,0767 US-Dollar gehandelt. Er notierte damit etwas niedriger als noch in der Nacht. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,0772 Dollar festgesetzt.

Nach Einschätzung von Commerzbank-Devisenexperte Ulrich Leuchtmann hat der EU-Gipfel am Vortag dem Euro geschadet. Die Ergebnisse seien "Wischiwaschi". Wieder müsse die EZB die Feuerwehr spielen, um die Probleme der Eurozone zu lösen. Der Gipfel hatte am Donnerstag ein bereits verabredetes 500-Milliarden-Hilfspaket gebilligt und die Gründung eines Wiederaufbaufonds, über den noch einmal 1000 Milliarden Euro oder mehr verteilt werden könnten. Details bleiben aber weiterhin umstritten.

06:56 Uhr

Asien-Börsen starten im Minus nach Bericht über Remdesivir-Flopp

Die asiatischen Aktienmärkte sind mit Kursverlusten gestartet. Grund dafür seien Zweifel an Fortschritten bei der Entwicklung von Medikamenten zur Behandlung von Covid-19, sagten Händler. Laut einem Bericht soll das antivirale Medikament Remdesivier des US-Herstellers Gilead in einer ersten klinischen Studie schwerkranken Patienten nicht geholfen haben. Investoren suchten nach etwas, dass die Pandemie beenden könnte, sagte Tim Ghriskey, Chef-Investmentstratege des New Yorker Vermögensverwalters Inverness Counsel. "Jede schlechte Nachricht wird wahrscheinlich den Markt durcheinander bringen", sagte er.

Nikkei
Nikkei 22.863,73

Die Börse in Tokio hat sich zunächst schwächer gezeigt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,9 Prozent tiefer bei 19.262 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,6 Prozent und lag bei 1417 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,7 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,6 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,4 Prozent. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 107,66 Yen und legte 0,2 Prozent auf 7,0803 Yuan zu.

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