Freitag, 08. Januar 2021Der Börsen-Tag

17:39 Uhr

"Impfstoff-Rausch": Dax grüßt mit Schlussrekord

Die erste Börsenwoche des neuen Jahres kann sich am deutschen Aktienmarkt sehen lassen: Der Dax springt am Donnerstag erstmals in seiner Geschichte über die 14.000er-Marke. Am Freitag erreicht er mit 14.132 Zählern das nächste Allzeithoch. Am Ende verabschiedet sich der deutsche Börsenleitindex mit einem Aufschlag von 0,6 Prozent und einem Stand von 14.050 Punkten ins Wochenende.

"Der Dax hat es sich auf Rekordniveau gemütlich gemacht", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Susanne Althoff auf dem Frankfurter Parkett. "In der ersten Handelswoche kam viel frisches Geld an den Markt. Die Anleger sind zudem weiter optimistisch und glauben daran, dass es 2021 mit der Wirtschaft spürbar aufwärts geht", erläutert sie. "Der Impfstoff-Rausch wirkt noch. Nächste Woche ist dann eine neue Woche."

Dax
Dax 13.815,06

Die Absatzzahlen für 2020 sorgen dafür, dass sich die Autowerte unter den Dax-Verlierern wiederfinden mit Abschlägen von um ein Prozent. Die Gewinnerseite führen Infineon mit einem Plus von mehr als sechs Prozent an. Dahinter folgen RWE-Titel mit mehr als vier Prozent.

Infineon
Infineon 34,35
RWE
RWE 37,44

17:01 Uhr

Novavax liefert Impfstoff, Aktienkurs springt an

Der US-Impfstoffhersteller Novavax hat mit der Regierung in Australien einen Vertrag über die Lieferung von 51 Millionen Dosen unterzeichnet. Australien habe zusätzlich die Option, weitere 10 Millionen Einheiten zu erwerben, teilt das Unternehmen mit. Die ersten Dosen des Vakzins würden voraussichtlich Mitte 2021 ausgeliefert werden. Novavax konnte wegen Problemen beim Hochfahren der Produktion erst im Dezember mit Spätstudien seines experimentellen Covid-19-Impfstoffkandidaten beginnen. An der Nasdaq gewinnen die Titel rund fünf Prozent.

Novavax
Novavax 109,94

16:19 Uhr

"Money, money, money ...": US-Anleger bleiben in Rekordlaune

Die Anleger an der Wall Street lassen sich ihre Rekordlaune von einem Einbruch am US-Arbeitsmarkt nicht verderben. Der Index der Technologiebörse Nasdaq und der breiter gefasste S&P-500-Index markieren am Freitag neue Allzeithochs. Der Dow-Jones-Index legt 0,3 Prozent auf 31.132 Punkte zu. Der Nasdaq gewinnt 0,7 Prozent auf 31.114 Zähler, der S&P-500 steigt 0,5 Prozent auf 3822 Zähler.

"Money, money, money ... - das bewegt die Börse", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Markus Koch an der Wall Street. "Es ist die Zeit des wunderbaren Wahnsinns. Wie lange sie noch dauert? Man weiß es nicht."

Dabei gingen in den USA im Dezember 140.000 Jobs außerhalb der Landwirtschaft verloren. Von Reuters befragte Ökonomen hatten hingegen mit einem Stellenaufbau in Höhe von 71.000 gerechnet. Investoren hofften Analysten zufolge deswegen aber erst recht auf neue Geldspritzen. "Tatsache ist, dass es Optimismus wegen der Impfungen gibt und das Potenzial für weitere Hilfen, was die von den sich abschwächenden Konjunkturdaten ausgehenden Risiken aufwiegt", sagte Brian Vendig, Chef des Vermögensverwalters MJP Wealth Advisors.

16:06 Uhr

IWF sagt Chinas Wirtschaft auf Jahre hohes Wachstum voraus

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sagt China für dieses Jahr ein kräftiges Wirtschaftswachstum von 7,9 Prozent voraus. In den Jahren danach bis 2025 dürften sich die Wachstumsraten bei rund fünfeinhalb Prozent einpendeln, teilt der IWF mit. Von solchen Werten können andere große Wirtschaftsnationen nur träumen. China gilt wirtschaftlich als Gewinner der Coronavirus-Krise. Während fast alle großen Staaten 2020 wegen der Folgen der Pandemie historische Rezessionen verkraften mussten, dürfte die Volksrepublik noch um 1,9 Prozent zugelegt haben. 2019 betrug das Wachstum noch gut sechs Prozent.

Der IWF erklärt das mit der konsequenten Eindämmung des Virus in China, der seinen Ursprung in der Millionenmetropole Wuhan hatte. Mittlerweile normalisiere sich das Leben immer mehr. "Lokale Ausbrüche bleiben unter Kontrolle."

15:10 Uhr

Überraschender Stellenabbau am US-Arbeitsmarkt

Am US-Arbeitsmarkt sind zum Jahresende 2020 überraschend Stellen gestrichen worden. Im Dezember gingen 140.000 Jobs außerhalb der Landwirtschaft verloren, wie die Regierung mitteilt. Ökonomen hatten hingegen mit einem Stellenaufbau in Höhe von 71.000 gerechnet - nach revidiert 363.000 im November.

"Die Lage auf dem Arbeitsmarkt bleibt angespannt. Die Politik wird um weitere Hilfen für Arbeitslose nicht herumkommen", konstatiert Ökonom Bastian Hepperle vom Bankhaus Lampe. Da viele Jobs durch die Corona-Krise auch dauerhaft verloren seien, würden sich strukturelle Probleme verfestigen. Die in einer getrennten Umfrage ermittelte Arbeitslosenquote verharrte im Dezember auf dem Vormonatswert von 6,7 Prozent. In der Krise gingen in den USA mehr als 22 Millionen Jobs verloren, von denen bislang erst rund die Hälfte zurückgewonnen wurde.  

14:50 Uhr

Wird es einen Euro- oder Dollar-Rücksetzer geben?

Während eine langfristige Schwäche des Dollar Konsenserwartung sei, hält Analyst Olivier Korber von der Societe Generale (SocGen) es für wahrscheinlicher, dass der Euro auf 1,20 Dollar nach unten korrigieren wird. Die Positionierungen auf einen steigenden Dollar würden das Risiko eines Dollar-Short-Squeeze bergen, warnt er. Händler hätten das Jahr 2020 mit der größten Dollar-Netto-Shortposition des vergangenen Jahrzehnts beendet. Sollten diese Positionen auf einen fallenden Dollar aufgelöst werden, würde das den Dollar nach oben treiben.

Verstärkend könne dann hinzukommen, dass der Euro zum Dollar zu schnell gestiegen sei, befeuert von "superstarken" Aktienmärkten. Deswegen seien die Positionen auf einen steigenden Euro mittlerweile übervölkert. Der Euro notiert bei 1,2264 Dollar.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,21

 

14:15 Uhr

Kauflaune bei Bayer verflogen

Nach den Kursgewinnen vom Donnerstag geben Bayer-Aktien zum Wochenschluss wieder nach. In einem positiven Marktumfeld verlieren die Papiere etwa ein halbes Prozent. Bayer hatte zuvor Anleihen mit einem Gesamtvolumen von vier Milliarden Euro emittiert. "Wir halten die Neuemissionen für relativ attraktiv und empfehlen die Zeichnung", kommentiert LBBW-Analyst Ulle Wörner.

Bayer
Bayer 53,44

 

13:52 Uhr

STMicro überrascht, Infineon-Aktien profitieren

Halbleiterhersteller STMicroelectronics hat im Schlussquartal deutlich mehr Geschäft gemacht als zuvor gedacht. Der Umsatz habe bei 3,24 Milliarden Dollar gelegen und damit gut ein Fünftel höher als im Vorquartal, teilte der Infineon-Rivale auf Basis vorläufiger Zahlen mit. Zuletzt hatte das Unternehmen eine Spanne von bis zu knapp 3,1 Milliarden Dollar Erlös in Aussicht gestellt.

Die Marktdynamik sei bedeutend besser gewesen als erwartet, sagt Vorstandschef Jean-Marc Chery. Vor allem hätten Chips für Konsumentengeräte wie Smartphones und Tablets und Halbleiter für die Autoindustrie dazu beigetragen. Detaillierte Zahlen zum Quartal und für das Gesamtjahr will der Konzern am 28. Januar vorlegen. Im Dezember hatte STMicro wegen schwächerer Mittelfristaussichten einen deutlichen Dämpfer beim Aktienkurs hinnehmen müssen.

STMicro
STMicro 32,80

Aktuell reagieren die Anleger positiv: STMicro-Papiere klettern rund vier Prozent. Im Dax gewinnen Titel des Konkurrenten Infineon knapp sieben Prozent. Sie sind Topgewinner im deutschen Börsenleitindex.

Infineon
Infineon 34,35

13:24 Uhr

Auf Börsenwert-Rekordfahrt: Tesla überholt Facebook

Die Tesla-Aktien steigen im vorbörslichen US-Geschäft um fast vier Prozent auf ein Rekordhoch von 846 Dollar. Ihr Wert hat sich damit in den vergangenen zwölf Monaten fast verneunfacht. Mit 802 Milliarden Dollar wird der Elektroautopionier an der Börse inzwischen höher bewertet als Facebook. Das Online-Netzwerk kommt auf eine Marktkapitalisierung von 766 Milliarden Dollar.

Tesla Motors (USD)
Tesla Motors (USD) 844,55

12:53 Uhr

Wall Street blickt auf Arbeitsmarktdaten

Vor der noch vor Handelsbeginn an der Wall Street anstehenden Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten für Dezember zeichnen sich weitere Kursgewinne ab. Die Aussicht auf weitere konjunkturstimulierende Maßnahmen unter der in Kürze beginnende Ägide des neu gewählten demokratischen US-Präsidenten Joe Biden sorgt weiter für Kauflaune, nachdem an den beiden Vortagen von Dow & Co bereits neue Rekordhochs erreicht wurden.

"Wir sehen das als aus politischer Sicht sehr schöne Ausgangslage für die Märkte", sagt Anlageexperte Stephane Monier von Lombard Odier und ergänzt, die neue Regierung werde sich von der vorherigen unterscheiden in Hinsicht auf Berechenbarkeit statt Sprunghaftigkeit und internationale Kooperation statt Isolation. Günstig sei zudem, dass die Mehrheit im Senat für die Demokraten dünn sei, weil das die Möglichkeiten Bidens wiederum begrenze, was Maßnahmen wie Steuererhöhungen betreffe.

Zur fortdauernd zuversichtlichen Stimmung trägt auch bei, dass der scheidende US-Präsident Donald Trump in einer Videobotschaft angekündigt hat, für einen geordneten Wechsel im Amt zu sorgen. Hinzu kommt die Nachricht, dass der von Biontech und seinem Partner Pfizer entwickelte Impfstoff auch Antikörper bildet, die gegen die in Großbritannien und Südafrika verbreiteten Mutationen des Corona-Virus schützen. Das zeigten Ergebnisse einer In-Vitro-Studie. Außerdem darf Biontech in Europa aus einer Impfstoffampulle ab sofort 6 statt 5 Dosen ziehen und verimpfen. Biontech liegen vorbörslich auf Nasdaq.com 5,7 Prozent im Plus, Pfizer 0,6 Prozent.

12:41 Uhr

Bitcoin zieht wieder an: Rekordhoch

Nach einer kurzen Verschnaufpause nimmt Bitcoin seine Rekordjagd wieder auf. Der Kurs der ältesten und wichtigsten Cyber-Devise steigt um 4,4 Prozent und notiert mit 41.514,50 Dollar so hoch wie noch nie. Erst vor rund drei Wochen hatte Bitcoin die Schallmauer von 20.000 Dollar durchbrochen.

12:13 Uhr

Rekordjagd an den Börsen - wie geht es 2021 weiter?

Der Dax kann seine Gewinne vom Handelsstart am Mittag halten. Auf rund 100 Punkte beläuft sich das Plus, der Stand: 14.067 Zähler. Das Tages- und neue Allzeithoch liegt bei 14.132 Stellen. "Die 14.000er Marke hält", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. Aber wie geht es weiter mit der Rekordjagd an den Börsen?

11:45 Uhr

Index-Anbieter MSCI/FTSE Russell entfernen Chinas Telekomfirmen

Die globalen Index-Anbieter MSCI und FTSE Russell wollen in Reaktion auf die US-Sanktionen drei chinesische Telekomfirmen aus ihren Indizes entfernen. Betroffen sind China Mobile, China Telecom und China Unicom Hongkong, deren Aktien am Freitag deutlich fielen. China Mobile markierte ein 14-Jahres-Tief und die Papiere von China Telecom gaben auf den tiefsten Stand seit zwölf Jahren nach. Zwischenzeitlich verloren die drei Telekom-Konzerne zehn Milliarden Dollar Marktwert. Hinzu kommt, dass der Börsenbetreiber Nyse die drei Unternehmen ab Montag vom Aktienhandel ausschließt.

Mit diesem Schritt reagieren die Index-Anbieter und die Nyse auf ein Verbot der US-Regierung. Demnach ist es Amerikanern ab November untersagt, in chinesische Unternehmen zu investieren, denen Verbindungen zum chinesischen Militär nachgesagt werden. Andere Unternehmen aus der Volksrepublik wurden deswegen bereits aus Indizes gestrichen, was häufig zur Folge hat, dass auch Index-Tracking-Fonds ihre Anteile verkaufen. Für Unruhe am Markt sorgen zudem Spekulationen, dass das Verbot noch auf die Technologieriesen Alibaba und Tencent ausgeweitet werden könnte.

11:18 Uhr

EU ordert mehr Impfstoff, Biontech-Kurs klettert deutlich

Die Aktien von Biontech sind weiterhin gefragt: Mit Zuwächsen von zeitweise mehr als acht Prozent klettert der Kurs wieder über die 80-Euro-Marke. Marktteilnehmer verweisen unter anderem auf eine weitere Impfstoff-Bestellung der EU: Die sicherte sich weitere 300 Millionen Dosen des vom Mainzer Biotechnologieunternehmen mit dem US-Pharmakonzern gemeinsam entwickelten Impfstoffs.

Biontech
Biontech 85,69

11:00 Uhr

Schweizer Notenbank fährt Milliarden-Gewinn ein

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Die Nationalbank in Zürich.

(Foto: imago images/Just Pictures)

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat im vergangenen Jahr nach vorläufigen Zahlen einen Gewinn von rund 21 Milliarden Franken erzielt. Vor allem auf den Fremdwährungs- und Gold-Positionen verbuchte sie eigenen Angaben zufolge Bewertungsgewinne. 2019 war der Überschuss mit 48,9 Milliarden Franken noch höher ausgefallen. Die SNB will wie im Vorjahr insgesamt vier Milliarden Franken an Bund und Kantone ausschütten. Der endgültige Jahresabschluss soll am 1. März veröffentlicht werden. Das Ergebnis der SNB ist abhängig von Wertschwankungen ihrer Hunderte Milliarden Franken schweren Devisenreserven. Dazu zählen Aktien und Anleihen aus dem Ausland. Fremdwährungen kauft die SNB, um eine wirtschaftsschädliche Aufwertung des in Krisenzeiten gefragten Franken zu unterbinden. Trotz des US-Vorwurfs der Währungsmanipulation wollen die Schweizer Währungshüter an dieser Politik festhalten.

10:24 Uhr

Baupreise fallen erstmals seit 2002

In Deutschland sind die Baupreise wegen der vorübergehend gesenkten Mehrwertsteuer erstmals seit 2002 gesunken. So fielen die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude im November um 0,1 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. "Grund dafür ist vor allem die seit Juli 2020 geltende Senkung der Mehrwertsteuersätze." Die Bundesregierung hatte die Steuer für sechs Monate von 19 auf 16 Prozent reduziert, um den Konsum und damit die Konjunktur in der Corona-Krise anzukurbeln. "Bei unverändertem Steuersatz hätte die Preissteigerung gegenüber dem Vorjahresmonat rein rechnerisch 2,5 Prozent betragen."

Im August 2020, dem zuletzt von den Statistikern erhobenen Monat, hatten die Baupreise im Jahresvergleich stagniert. Von August auf November kletterten die Preise dann leicht um 0,4 Prozent. Die Preise für Rohbauarbeiten an Wohngebäuden gingen unter Berücksichtigung der Mehrwertsteuersenkung von November 2019 bis November 2020 um 0,3 Prozent zurück. Für Ausbauarbeiten erhöhten sie sich um 0,1 Prozent.

10:06 Uhr

Deutsche Pkw-Nachfrage steigt im Dezember deutlich

Der deutsche Automarkt ist glimpflich durch die Corona-Krise gekommen. Nach Monaten mit teils hohen zweistelligen Einbußen legten die Pkw-Neuzulassungen im Dezember um knapp zehn Prozent auf gut 311.000 Einheiten zu, wie aus Daten des Flensburger Kraftfahrt-Bundesamtes hervorgeht. Im Gesamtjahr verbuchten jedoch bis auf den Elektroautobauer Tesla und die italienische Automarke Fiat fast alle großen Hersteller einen Verkaufsrückgang. Zu den größten Verlierern gehörten Opel und Ford mit einem Minus von je über 30 Prozent. Marktführer VW verkaufte 21 Prozent weniger von seinen Fahrzeugen als im Vorjahr. Insgesamt kamen 2020 hierzulande 2,9 Millionen Neuwagen auf die Straßen, ein Rückgang um 19,1 Prozent.

Damit konnten die Hersteller ihre Einbußen im Vergleich zu der Zeit kurz nach dem ersten Lockdown deutlich eingrenzen. Im April war der Pkw-Markt um mehr als 60 Prozent eingebrochen.

09:49 Uhr

Exporte wachsen siebten Monat in Folge

Die deutsche Exporte sind im November ungeachtet der zweiten Corona-Welle bei vielen Handelspartnern bereits den siebten Monat in Folge gewachsen. Sie stiegen um unerwartet kräftige 2,2 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Ökonomen hatten mit einem Plus von 0,8 Prozent gerechnet, nach einer Zunahme von 0,9 Prozent im Oktober. Trotz der Aufholjagd blieben die Ausfuhren um 4,7 Prozent unter dem Niveau von Februar 2020 – dem Monat vor Beginn der Corona-bedingten Einschränkungen.

Die Chancen stehen aber nicht schlecht, dass sich das Auslandsgeschäft weiter belebt. Die exportabhängige Industrie sammelte sieben Monate in Folge mehr Aufträge aus dem In- und Ausland ein, wobei die Nachfrage aus der Eurozone zuletzt besonders deutlich zulegte. Die von vielen Experten vorausgesagte Erholung der Weltwirtschaft vom Rezessionsjahr 2020 dürfte den Exporteuren ebenfalls in die Karten spielen. Die Importe wuchsen im November um 4,7 Prozent und liegen nur noch um 0,6 Prozent unter dem Vorkrisenniveau von Februar.

09:27 Uhr

Apple-Spekulationen lassen Hyundai-Aktienkurs explodieren

Der südkoreanische Autobauer Hyundai und der amerikanische Tech-Riese Apple bereiten offenbar eine Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Roboterautos vor. Der iPhone-Hersteller und Hyundai befänden sich in Gesprächen, um bis 2027 selbstfahrende Elektrofahrzeuge und Batterien in US-Fabriken zu entwickeln, berichtet der Sender Korea Economic Daily TV - ohne Angabe von Quellen. Hyundai bestätigt Kontakte mit Apple, sagt aber zunächst nicht, worum es dabei geht: "Apple und Hyundai sind in Gesprächen, aber sie befinden sich in einem frühen Stadium und es wurde noch nichts entschieden", heißt es in einer Erklärung. Später teilt der Konzern in einem Zulassungsantrag mit, es gebe "Anfragen für eine Zusammenarbeit bei der gemeinsamen Entwicklung von autonomen Elektrofahrzeugen von verschiedenen Unternehmen". Apple lehnt eine Stellungnahme bislang ab.

Der Bericht lässt die Aktie von Hyundai um 25 Prozent emporschnellen.

Hyundai Motor
Hyundai Motor 47,60

09:05 Uhr

Dax startet mit Rekord

Der Aufwärtstrend am deutschen Aktienmarkt setzt sich auch am letzten Handelstag der Woche fort: Nachdem der Dax im Donnerstagshandel erstmals in seiner Geschichte die 14.000-Punkte-Marke geknackt hatte, schraubt er direkt zum Start am Freitag die Messlatte höher: Er notiert 1,0 Prozent im Plus bei einem Stand von 14.103 Punkten. Rekordstände an der Wall Street und an mehreren asiatischen Börsen liefern den nötigen Rückenwind.

"Rekorde, wohin man schaut", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer auf dem Frankfurter Parkett. "Die Wall Street läuft wie Bolle, Nikkei und Kospi haussieren ebenfalls", so Meyer. Er verweist aber auf am Nachmittag erscheinende frische Daten vom US-Arbeitsmarkt: "In der Vergangenheit schauten die Anleger da immer sehr genau hin."

08:44 Uhr

Kospi haussiert, Nikkei auch

In Erwartung eines Wachstumsschubs beim wichtigen Handelspartner USA decken sich Anleger mit asiatischen Aktien ein. Der japanische Nikkei-Index stieg zum Wochenschluss 2,4 Prozent auf 28.139,03 Punkte. Das ist der höchste Schlusskurs seit gut 30 Jahren. Sein südkoreanisches Pendant Kospi legte in der Spitze 4,3 Prozent zu und erreichte ein Rekordhoch von 3161,11 Zählern.

Nikkei
Nikkei 28.507,39
Kospi
Kospi 3.013,93

 

Unter dem neuen US-Präsidenten Joe Biden könne mit zusätzlichen Konjunkturhilfen zur Abfederung der Coronavirus-Folgen gerechnet werden, sagte Masayuki Kichikawa, Chef-Anlagestratege vom Vermögensverwalter Sumitomo Mitsui. Investoren setzten daher auf zusätzlichen Rückenwind für die Weltwirtschaft.

Zur positiven Stimmung trug auch Samsung bei. Der Elektronik-Konzern steigerte wegen des Pandemie-bedingten Trends zum Homeoffice und verstärkten TV-Konsums seinen operativen Quartalsgewinn vorläufigen Berechnungen zufolge um 26 Prozent. Die Aktie kletterte daraufhin in Seoul um knapp neun Prozent auf ein Rekordhoch von 90.000 Won.

Samsung Electronics
Samsung Electronics 85.000,00

 

Die Papiere von Hyundai verbuchten mit einem Plus von knapp 25 Prozent den größten Kurssprung. Der südkoreanische Autobauer lotet nach eigenen Angaben eine Kooperation mit Apple zur Entwicklung selbstfahrender Elektroautos und Batterien für solche Fahrzeuge aus. Für Apple wäre Hyundai ein idealer Partner, weil die Lohnkosten niedriger seien als bei US-Herstellern, sagte Analyst Kevin Yoo vom Finanzdienstleister eBest.

Hyundai Motor
Hyundai Motor 47,60

 

08:26 Uhr

Kupferpreis erreicht neues Acht-Jahres-Hoch

In der Hoffnung auf ein beschleunigtes Weltwirtschaftswachstum decken sich Anleger mit Kupfer ein. Das Industriemetall gewinnt 0,7 Prozent und ist mit 8238 Dollar je Tonne so teuer wie zuletzt vor acht Jahren.

08:21 Uhr

Ölpreise legen leicht zu

Die Ölpreise haben im frühen Handel leicht zugelegt. Starke Impulse gab es zunächst nicht. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent 54,67 US-Dollar. Das waren 29 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 27 Cent auf 51,10 Dollar.

Rohöl (WTI)
Rohöl (WTI) 52,94
Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 56,24

 

08:00 Uhr

Bitcoin-Anleger machen Kasse

Nach dem jüngsten Höhenflug nutzen Bitcoin-Anleger die Gelegenheit für Gewinnmitnahmen. Die älteste und wichtigste Cyber-Devise verbilligt sich um acht Prozent auf 36.578 Dollar, nachdem sie am Donnerstag erstmals die Marke von 40.000 Dollar übersprungen hatte.

Bitcoin
Bitcoin 35.345,50

07:45 Uhr

Dax dürfte Schub bekommen, US-Arbeitsmarktdaten im Fokus

Zum Abschluss der ersten Börsenwoche des Jahres 2021 wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge mit erneuten Kursaufschlägen starten. Am Donnerstag hatte dank anhaltender Spekulationen auf einen Wachstumsschub in den USA 0,5 Prozent auf 13.968 Punkte zugelegt.

  • Mit Spannung warten Börsianer auf den US-Arbeitsmarktbericht. Experten rechnen wegen der Corona-Pandemie für Dezember mit einer Verlangsamung des Stellenaufbaus außerhalb der US-Landwirtschaft auf 71.000 von 245.000 im Vormonat.
  • Wegen der überraschenden Stellenstreichungen in der US-Privatwirtschaft könnte sich diese Prognose aber als zu optimistisch herausstellen, warnte Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade. "Der US-Arbeitsmarkt hat eine Kehrtwende vollzogen." Es sei nur eine Frage der Zeit, bis die Arbeitslosenzahlen wieder stiegen.
  • In Deutschland stehen unter anderem die Zahlen zur Industrieproduktion auf dem Terminplan. Analysten sagten für November ein Plus von nur noch 0,7 Prozent voraus. Im vorangegangenen Monat hatte das Wachstum 3,2 Prozent betragen.
07:30 Uhr

Asiatische Börsen klettern auf Rekordwerte

Die Hoffnungen der Anleger auf eine schnelle wirtschaftliche Erholung treiben die asiatischen Aktien auf Rekordstände. Die Börsianer schauten über die Unruhen in den USA und die zunehmenden Fälle an Infektionen hinweg und vertrauten auf mehr Stimulus von der künftigen US-Regierung für die Wirtschaft. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 1,8 Prozent höher bei 27.972 Punkten und erreichte den höchsten Stand seit drei Jahrzehnten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 1,2 Prozent und lag bei 1848 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,6 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 1 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,6 Prozent.

Nikkei
Nikkei 28.507,39

"Die Marktteilnehmer sind ziemlich optimistisch, wie sich die Dinge entwickeln, gerade in der politischen Landschaft, insbesondere natürlich in den USA. Das Potenzial für weitere Impulse ist sicherlich ein Segen für die Wirtschaft", sagte James Tao, Analyst bei CommSec in Sydney. "Die Impfstoffe kommen, erhalten die Zulassung - alles geht jetzt ziemlich schnell", fügt er hinzu.

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 103,86 Yen und gab 0,2 Prozent auf 6,4659 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,8855 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,1 Prozent auf 1,2257 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0856 Franken. Das Pfund Sterling verlor 0,1 Prozent auf 1,3555 Dollar.