Der Börsen-TagImmobilienpreise steigen langsamer
Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland steigen deutlich langsamer. Häuser und Wohnungen verteuerten sich von April bis Juni um durchschnittlich 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Damit schwächte sich der Preisauftrieb bereits das fünfte Quartal in Folge ab. Er fiel damit so gering aus wie seit dem Sommer 2024 nicht mehr. Im Vorquartal waren die Preise mit 1,2 Prozent noch doppelt so stark nach oben gegangen.
Als ein Grund für die Entwicklung gelten neben hohen Materialkosten die gestiegenen Bauzinsen, die das Interesse potenzieller Käufer dämpfen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat wegen der höheren Inflation ihren Leitzins in diesem Jahr bereits zweimal angehoben - von 2,00 auf aktuell 2,50 Prozent. Das verteuert auch Immobilienkredite. Dem Finanzdienstleister Dr. Klein zufolge sind die Bauzinsen seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar 2026 um etwa 0,3 bis 0,5 Prozentpunkte gestiegen. Ökonomen rechnen für 2026 insgesamt mit einem Anstieg der Immobilienpreise von zwei Prozent, für 2027 von 2,5 Prozent.