Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagJapans Autowerte schwächeln

03.08.2026, 07:13 Uhr

Eine seltene gemeinsame Währungsintervention der USA und Japans sowie enttäuschende Konjunkturdaten aus China drücken die asiatischen Aktienmärkte zum Wochenstart ins Minus. Der japanische Nikkei fällt um 2,2 Prozent auf 62.956,48 Punkte, während der breiter gefasste Topix 2,8 Prozent auf 3893,17 Zähler verliert. Auch in Südkorea geht es bergab: Der Kospi rutscht nach einem ohnehin turbulenten Juli um weitere 3,6 Prozent ab. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans notiert im frühen Handel ein Prozent tiefer.

In Tokio steht die gemeinsame Devisenmarktintervention für den Yen zwischen den USA und Japan im Mittelpunkt, da eine starke Landeswährung die Auslandseinnahmen der exportorientierten japanischen Wirtschaft schmälert. "Die gemeinsame Währungsintervention ist heute das wichtigste Thema für Aktien", sagt Wataru Akiyama, Aktienstratege bei Nomura Securities. US-Präsident Donald Trump hatte die US-Hilfe zuvor als Zeichen der Freundschaft bezeichnet. Dies untergrabe jedoch die Glaubwürdigkeit der Aktion, warnt Nick Twidale, Chefstratege bei ATFX Global: "Sie stellen sich gegen die Fundamentaldaten, daher erwarte ich, dass der Markt die Bewegung letztendlich korrigieren wird." Zu den Verlierern zählen Autobauer wie Toyota mit einem Minus von 5,3 Prozent und Suzuki mit einem Abschlag von rund acht Prozent sowie Chipwerte wie Tokyo Electron.

In China trüben schwache Konjunkturdaten die Stimmung der Anleger zusätzlich. Der von S&P Global ermittelte RatingDog-Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe fiel im Juli auf 50,9 Punkte von 51,7 im Vormonat und verfehlte damit die Analystenprognose von 51,5 Zählern. Das Wachstum der Fabriken verlangsamte sich somit auf den tiefsten Stand seit vier Monaten, was die Sorgen über eine flaue Binnennachfrage verstärkt.

Quelle: ntv.de