Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagKI-Hype als Impulsgeber

23.09.2026, 05:59 Uhr

Immerhin ein Plus: Der Dax rettet nach dem 1,1-Prozent-Aufschlag zum Wochenstart im gestrigen Geschäft ein Vier-Punkte-Plus über die Ziellinie, schloss mit einem Stand von 25.579 Zählern. Im Tageshoch war der deutsche Börsenleitindex zuvor bis über 25.780 Stellen geklettert. Dann ging ihm Marktteilnehmern zufolge aber die Puste aus, auch weil die Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Krieges der USA gegen den Iran wieder schwanden – nach Aussagen von US-Präsident Donald Trump vor der UN-Vollversammlung.

Das Treffen in New York bleibt auch zur Wochenmitte ein Themenlieferant, denn Vertreter führender KI-Unternehmen informieren den US-Sicherheitsrat über die Risiken dieser Technologie. Zu den Teilnehmern gehören der OpenAI-Chef Sam Altman sowie hochrangige Manager von Anthropic. Insidern zufolge wird auch das chinesische Startup DeepSeek Experten entsenden. Andere KI-Firmen aus der Volksrepublik hätten ebenfalls Einladungen erhalten. Chinesische Entwickler haben sich in der Diskussion um eine mögliche Auslöschung der Menschheit durch KI zu Wort gemeldet. Die USA und China liefern sich ein Wettrennen um die Führung bei dieser Zukunftstechnologie.

Daneben stellt die OECD ihren aktualisierten Konjunkturausblick vor. Im sogenannten "Interim Economic Outlook" dürfte die Industriestaatengruppe die Wirtschaftsaussichten für Deutschland angesichts zarter Aufschwung-Signale optimistischer bewerten als noch Anfang Juni. Damals wurde ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von nur 0,7 Prozent für 2026 vorhergesagt. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute sind mittlerweile weit zuversichtlicher und veranschlagen nach Reuters-Informationen ein Plus von 1,3 Prozent. In ihrem Hauptszenario prognostizierte die OECD im Juni ein Wachstum der Weltwirtschaft von 2,8 Prozent für 2026 und eine Erholung auf 3,1 Prozent für 2027.

Unternehmensseitig legt der Technologiekonzern Bosch erstmals Halbjahreszahlen vor. Das nicht börsennotierte Unternehmen will damit mehr Transparenz für den Kapitalmarkt schaffen, an dem es als Anleiheemittent aktiv ist. Für Interesse dürfte der Ausblick auf das Gesamtjahr sorgen. Bosch, als weltgrößter Automobilzulieferer von der Branchenkrise betroffen, hatte sich nach einem schwachen Jahr 2025 zwei bis fünf Prozent mehr Umsatz und eine Gewinnmarge von vier bis sechs Prozent vorgenommen.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden Sie hier.

Quelle: ntv.de