Mittwoch, 06. November 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Sebastian Huld und Jan Gänger
17:40 Uhr

Dax schließt fester

Der Frankfurter Aktienmarkt geht mit Gewinnen in den Feierabend. Der Dax gewinnt 0,2 Prozent auf 13.179 Punkte, während der MDax 0,3 Prozent auf 26.958 Zähler zulegt. Der TecDax steigt 0,2 Prozent auf 2907 Zähler.

Und wer ist der Gewinner des Tages? Das sagt Ihnen n-tv-Börsenreporterin Susanne Althoff.

 

 

17:15 Uhr

Starbucks führt Pappbecher-Gebühr ein

Die Café-Kette Starbucks testet eine Gebühr von 5 Cent auf Pappbecher. In 26 Cafés in Hamburg und Berlin müssen Gäste seit gestern für den Kaffeebecher extra bezahlen, teilte das Unternehmen mit. Das Geld spende Starbucks an Projekte der Umweltschutzorganisation WWF zur Bekämpfung von Plastikmüll.

Starbucks
Starbucks 84,21

Wie viele Pappbecher Starbucks jedes Jahr ausgibt und was das kostet, sagte Europamanager Annick Eichinger nicht. Ziel sei es, die Zahl der Pappbecher zu reduzieren. "Auf jedes Getränk, das wir in ein mitgebrachtes Gefäß füllen, gibt es 30 Cent Rabatt", bundesweit und unbefristet, sagte er.

WWF--Koordinator Bernhard Bauske sagte, jedes Einwegprodukt trage zum Müllaufkommen bei. Die Gebühr könne hoffentlich zum Umstieg auf Mehrwegbecher motivieren.

Wissen Sie, was Starbucks mit "Game of Thrones" zu tun hat? Das lesen Sie hier.

15:57 Uhr

Rosneft macht den Kreml glücklich

Rosneft hat den Nettogewinn im dritten Quartal kräftig gesteigert. Er kletterte im  Vergleich zum Vorquartal um 16 Prozent auf umgerechnet 3,19 Milliarden Euro. Zugleich stellte der russische Öl-Riese eine höhere Dividende in Aussicht. Dem russischen Staat gehört etwas mehr als die Hälfte des Konzerns.

15:37 Uhr

Dax feiert munter weiter

Der Dax legt weiter zu. Der Leitindex erreichte zwischenzeitlich 13.187 Punkte und damit den höchsten Stand seit Mai vergangenen Jahres. Im Verlauf fiel er allerdings wieder leicht zurück.

Mit Blick auf die laufende Berichtssaison stehen vor allem die Dax-Mitglieder Adidas, Wirecard und BMW im Fokus.

Und was ist sonst an der Börse los? n-tv-Börsenreporterin Susanne Althoff spricht dazu mit Arthur Brunner von der ICF Bank.

 

14:42 Uhr

Anleger werfen Tinder-Mutter Match aus dem Depot

Wegen eines enttäuschenden Ausblicks wenden sich Anleger vom Online-Partnervermittler Match ab. Die Aktien des Tinder-Eigners fallen im vorbörslichen US-Geschäft um zwölf Prozent. Das ist der größte Kursrutsch seit einem Jahr. In ihrem Sog rutschen die Papiere der Match-Mutter InterActiveCorp um knapp neun Prozent ab.

Wegen wachsender Konkurrenz rechnet Match für das laufende Quartal mit einem Umsatz zwischen 545 und 555 Millionen Dollar – das ist weniger als von Analysten bisher erwartet.

Match Group
Match Group 63,38

 

13:45 Uhr

Norwegian-Aktien brechen ein

Die Aktien von Norwegian Air sind unter Druck gekommen. Die Papiere geben an der Börse Oslo um knapp zwölf Prozent nach. Der finanziell angeschlagene Billigflieger hatte sich gestern mit der dritten Kapitalerhöhung innerhalb von rund zwei Jahren und einer Anleihebegebung am Dienstag Luft verschafft. Die Fluggesellschaft nahm damit eigenen Angaben zufolge umgerechnet rund 245 Millionen Euro ein. Damit sei der Finanzbedarf für 2020 und darüber hinaus auf der Grundlage des aktuellen Geschäftsplans gedeckt.

Insgesamt veräußerte Norwegian 27,25 Millionen neue Aktien zu jeweils 40 Kronen. Im Vergleich zum Vortagesschluss war das ein Abschlag von 13 Prozent.

Norwegian
Norwegian 4,03

 

13:03 Uhr

Industrie sieht Milliardenschäden durch Attacken

Kriminelle Attacken auf Unternehmen in Deutschland verursachen nach einer Untersuchung des Digitalverbands Bitkom mit jährlich knapp 103 Milliarden Euro Rekordschäden. Der Schaden durch analoge und digitale Angriffe ist demnach fast doppelt so hoch wie vor zwei Jahren, als der IT-Branchenverband noch von 55 Milliarden Euro im Jahr ausging. "Umfang und Qualität der Angriffe auf Unternehmen haben dramatisch zugenommen", sagte Bitkom-Präsident Achim Berg.

Drei Viertel der Unternehmen waren demnach in den zwei Jahren vor dem Befragungszeitraum (Ende April bis Mitte Juni) von Angriffen betroffen, weitere 13 Prozent vermuten dies. Bei rund jedem fünften Betrieb sind demnach sensible digitale Daten und Informationen entwendet worden, 17 Prozent berichten von digitaler Sabotage. Es gibt aber auch weiterhin Übergriffe in der analogen Welt. Einem knappen Drittel der Befragten wurden IT- oder Telekommunikationsgeräte gestohlen. Fast jedem Sechsten wurden physische Dokumente, Unterlagen, Muster, Maschinen, Bauteile oder ähnliches entwendet.

12:13 Uhr

EZB-Chefin Lagarde will eine Eule sein

Die neue Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, lehnt ihre Einordnung in eines der beiden herkömmlichen geldpolitischen Lager ab. Sie wolle weder zu den sogenannten Tauben gezählt werden, die eher für eine lockere Geldpolitik eintreten, noch zu den eine straffere Ausrichtung befürwortenden Falken. "Ich hoffe, ich werde stattdessen eine Eule sein", sagte sie der "Zeit". "Ich mag Eulen. Sie sind sehr weise Tiere", so die Französin.

11:54 Uhr

Deutsche Bank gibt bei Strafzinsen Entwarnung

Die Deutsche Bank will die Mehrheit ihrer Privatkunden weiterhin nicht mit Negativzinsen belasten. Man werde die Kosten für negative Zinsen nicht an durchschnittliche Privatkunden weitergeben, sagte Konzernvize Karl von Rohr. Aber die Frage sei für große Unternehmenskunden und sehr vermögende Privatkunden relevant.

Deutsche Bank
Deutsche Bank 6,58

Geschäftsbanken müssen derzeit 0,5 Prozent Zinsen zahlen, wenn sie überschüssige Gelder bei der Europäischen Zentralbank parken - eine Milliardenbelastung für die Branche. Entlastung verschafft die EZB den Instituten allerdings über Freibeträge.

Einzelne Institute in Deutschland geben die Kosten für die Negativzinsen seit einiger Zeit an Unternehmen oder große Investoren wie Fonds weiter. Auch reiche Privatkunden werden in manchem Haus zur Kasse gebeten.

Das anhaltende Zinstief sei "die größte Herausforderung für die europäische Finanzindustrie", sagte von Rohr. "Negative Zinssätze stellen eine Belastung für das Finanzsystem dar, da sie langjährige Gewissheiten auf den Kopf stellen."

11:27 Uhr

EZB-Vize warnt Banken vor härteren Zeiten

EZB-Vizepräsident Luis de Guindos erwartet angesichts der aktuellen Konjunkturschwäche härtere Zeiten für die Banken in der Eurozone. "Der trübere und unsicherer gewordene Ausblick kann Belastungen für die Profitabilität der Banken erzeugen", sagte de Guindos auf einer Veranstaltung zur Bankenaufsicht in Frankfurt.

Die Europäische Zentralbank ist seit Herbst 2014 für die Aufsicht über die großen Banken in Eurozone zuständig. Inzwischen überwacht sie 116 Institute, darunter die Deutsche Bank und die Commerzbank.

10:26 Uhr

Software-Fehler führten zu tödlichem Uber-Unfall

Software-Fehler in einem selbstfahrenden Uber-Testfahrzeug sind ein wesentlicher Grund für einen  tödlichen Unfall mit einer Frau in Arizona im vergangenen Jahr. Zu diesem Schluss kommt die US-Behörde für Transportsicherheit (NTSB). Den Aufsehern zufolge hat die Software die Frau nicht als Fußgängerin identifiziert, als sie ein Fahrrad schiebend eine Straße überquerte.

Der Unfall war der Polizei zufolge "völlig vermeidbar". Doch die Backup-Fahrerin habe zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes ferngesehen. Uber teilte mit, "wesentliche Programmverbesserungen" vorgenommen zu haben und bedauerte den tödlichen Unfall.

09:55 Uhr

WeWork lässt Softbank leiden

Milliardenschwere Investitionen in das strauchelnde Startup WeWork haben die Halbjahres-Bilanz des japanischen Großaktionärs SoftBank mächtig verhagelt. Wie der japanische Konzern bekanntgab, schmolz der Nettogewinn zum Bilanzstichtag 30. September um die Hälfte auf umgerechnet 3,5 Milliarden Euro.

Die Japaner hatten umgerechnet weitere 8,5 Milliarden Euro über neue Kredite und den Kauf von Anteilen in das viel Geld verbrennende New Yorker Flop-Unternehmen gepumpt, um das Startup zu retten. Softbanks Chief Operating Officer Marcelo Claure soll nun WeWork sanieren.

Mehr zu den Problemen von WeWork lesen Sie hier.

09:36 Uhr

Hannover Rück zahlt 112 Millionen Euro für Cook-Pleite

Hannover Rück
Hannover Rück 168,30

Die Pleite des britischen Reiseveranstalters Thomas Cook kostet den Rückversicherer Hannover Rück 112 Millionen Euro. Die Kunden von Thomas Cook, die ihre Reise nach der Insolvenz nicht mehr antreten konnten, haben in Deutschland und anderen Ländern Anspruch auf Entschädigung aus der Kredit-Kautionsversicherung,  wie Hannover-Rück-Finanzchef Roland Vogel erläuterte. Die Absicherung der Erstversicherer habe Hannover Rück auf die eigenen Bücher genommen.

In Deutschland steht die Zurich Versicherung für diese Schäden ein, allerdings nur bis zu 110 Millionen Euro. Das dürfte bei weitem nicht ausreichen, bisher wurden Zurich nach eigenen Angaben bereits Schäden von 250 Millionen Euro gemeldet. Damit dürften die Thomas-Cook-Kunden nur einen Bruchteil ihres Geldes zurückbekommen. Ob Zurich nicht nur für die Anzahlungen, sondern auch für die Kosten des Rücktransports der gestrandeten Touristen zahlen muss, ist derzeit noch umstritten.

08:20 Uhr

Adidas bestätigt Kurs Richtung Rekordjahr

Adidas
Adidas 267,15

Der fränkische Sportartikelhersteller Adidas will im Endspurt ein erneutes Rekordjahr erreichen. "Wir (...) sind nach wie vor zuversichtlich, dass sich das Umsatzwachstum im vierten Quartal deutlich beschleunigen wird", sagte Vorstandschef Kasper Rorsted am Mittwoch in Herzogenaurach. Nach neun Monaten lag der Umsatz mit 17,8 Milliarden Euro währungsbereinigt fünf Prozent über Vorjahr, für das Gesamtjahr peilt Adidas ein Plus von fünf bis acht Prozent an.

Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft legte um acht Prozent auf 1,74 Milliarden Euro zu, obwohl er im dritten Quartal wie erwartet leicht schrumpfte und die operative Marge unter Druck kam. Bis zum Jahresende soll daraus ein Gewinn von 1,88 bis 1,95 Milliarden Euro werden. Das wäre ein Plus von 10 bis 14 Prozent. "2019 wird trotz einiger Herausforderungen ein Rekordjahr", sagte Rorsted.

07:50 Uhr

BMW glänzt bei Umsatz und Rendite

BMW hat Umsatz und Ergebnis im dritten Quartal unerwartet deutlich gesteigert. Die Konzernerlöse legten um 7,9 Prozent auf 26,67 Milliarden Euro zu, wie der Autobauer mitteilte. Der Betriebsgewinn (Ebit) kletterte um 32,9 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro.

Nach Daten des Finanzdienstleisters Refinitiv hatten Analysten mit einem Umsatz von 25,51 Milliarden Euro und einem Ebit von 2,16 Milliarden Euro gerechnet. BMW bekräftigte das Ziel, 2019 im Autogeschäft eine Umsatzrendite von 4,5 bis 6,5 Prozent zu erreichen.

07:38 Uhr

Asienmärkte halten sich zurück

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Asien blickt gebannt auf die US-chinesischen Handelsgespräche.

(Foto: REUTERS)

In Erwartung neuer Entwicklungen im Handelsstreit zwischen den USA und China hielten sich die asiatischen Anleger am Mittwoch an den Aktienmärkten zunächst zurück. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,1 Prozent höher bei 23.264 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,3 Prozent und lag bei 1690 Punkten.

Die Börse in Shanghai lag 0,1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,1 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,6 Prozent. Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 109,03 Yen und gab 0,2 Prozent auf 6,9954 Yuan nach.