Der Börsen-TagNahost-Unsicherheit lässt Renditen von Eurozonen-Staatsanleihen steigen
Die Renditen von Staatsanleihen der Eurozone sind angesichts der Unsicherheit über die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus leicht gestiegen. Dies hält die Ölpreise hoch und erhält die Aussicht auf eine erneute Zinserhöhung durch die EZB aufrecht. Daten von LSEG zeigen, dass die Geldmärkte der Eurozone eine 81-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im September einpreisen. Ein hochrangiger iranischer Beamter habe harte Forderungen für die Öffnung der Straße von Hormus gestellt, während die Vereinigten Arabischen Emirate mitteilten, der Iran habe einen Raketenangriff auf eines ihrer Schiffe gestartet.
Die schwachen US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag und die leichten Rückgänge der Renditen von US-Staatsanleihen dämpfen jedoch die Anstiege der Anleiherenditen in der Eurozone. Der Fokus richtet sich nun auf die am Mittwoch anstehenden US-Inflationsdaten. Die Renditen zehnjähriger deutscher Bundesanleihen steigen laut Daten von Tradeweb um 0,6 Basispunkte auf 3,137 Prozent.