Der Börsen-TagRekordstimmung ausgebremst
Der Dax bleibt sich treu und hat zur Wochenmitte ein weiteres Allzeithoch markiert. Es liegt nun bei 26.573,50 Punkten. Allerdings schloss der deutsche Börsenleitindex gestern mit einem Minus, gab 0,2 Prozent auf 26.331 Zähler nach. Ausschlaggebend dafür waren wie erwartet ausgefallene US-Verbraucherpreisdaten. Die Entwicklung der US-Kernverbraucherpreise im Juli deutet nach Aussage von Commerzbank-Volkswirt Christoph Balz darauf hin, dass die US-Notenbank die Inflationsrisiken als begrenzt einstufen und die Leitzinsen entgegen den Markterwartungen auf der kommenden Sitzung unverändert lassen wird.
Nachdem bereits TKMS Geschäftsdaten präsentiert hat, legt heute der Industriekonzern Thyssenkrupp seine Zahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2025/26 vor. Die Investoren werden neben den Ergebnissen und dem Ausblick ihren Fokus vor allem auf Aussagen zur Zukunft der Stahlsparte richten. Nach den gescheiterten Verhandlungen mit dem indischen Jindal-Konzern will Vorstandschef Miguel Lopez das Stahlgeschäft verselbstständigen. Hierbei kommt auch ein Börsengang infrage.
Der größte deutsche Stromproduzent RWE präsentiert Details zu den weitgehend bekannten Ergebnissen für das erste Halbjahr. Im Mittelpunkt des Interesses dürften Aussagen zur Zukunft des US-Geschäfts stehen. Nach dem Streit mit der Regierung von US-Präsident Donald Trump über Offshore-Windparks hatte RWE milliardenschwere Pachtverträge für solche Anlagen in den USA zurückgegeben. RWE-Chef Markus Krebber dürfte sich zudem zur Kraftwerksstrategie der Bundesregierung äußern.
Aber auch die Konjunkturseite hat etwas zu bieten, die US-Erzeugerpreise am Nachmittag. Dabei dürften die Unternehmen ihre Preise auch im Juli deutlich angehoben haben. Die Erzeugerpreise sollten im Schnitt um 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat steigen, sagen Ökonomen voraus. Im Juni waren es sogar 5,5 Prozent. Veröffentlicht werden die Daten vom Arbeitsministerium in Washington.
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