Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagRenditeschock nimmt kein Ende

09.10.2026, 06:00 Uhr

Mit einem Wochengewinn sieht es für den Dax schlecht aus. Nach dem 1,4-Prozent-Abschlag zur Wochenmitte ließ der deutsche Börsenleitindex im gestrigen Geschäft ein Minus von 1,2 Prozent folgen, schloss mit 24.807 Punkten zudem unter der psychologisch wichtigen 25.000er-Marke. Sorgen machte dabei vor allem der ungebremste Anstieg der US-Renditen. Die 10-jährige Staatsanleihe steht nahe eines 24-Jahreshochs. Die 30-jährige hat bereits ein neues Dekadenhoch erreicht. In Großbritannien wurde sogar bei den langlaufenden "Gilts" die gefürchtete 6 Prozentmarke erneut überboten.

Zum Wochenschluss treffen sich die Wirtschafts- und Finanzminister der Europäischen Union in Luxemburg. Themen sind unter anderem geplante Spar- und Investitionsunion sowie die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Bankensektors. Diskutiert werden dürfte auch eine mögliche Übergewinnsteuer für Energieunternehmen, die derzeit von den hohen Ölpreisen profitieren. Für eine solche Abgabe macht sich Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) stark. Die Minister stimmen zudem die EU-Positionen für die anstehenden Jahrestagungen von G20 und IWF sowie die UN-Klimakonferenz COP31 ab. Eine Pressekonferenz ist für 15.00 Uhr geplant.

Zudem äußert sich zum Abschluss seines zweitägigen Besuchs in Peking EU-Handelskommissar Maros Sefcovic auf einer Pressekonferenz zu seinen Gesprächen mit dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao. Im Zentrum der Reise steht das wachsende Handelsdefizit der Europäischen Union mit der Volksrepublik. Die EU fordert von China Maßnahmen zur Marktöffnung für europäische Unternehmen sowie Exportobergrenzen, um die heimische Industrie vor stark steigenden Einfuhren etwa von Elektroautos, Maschinen oder Chemikalien zu schützen. Sefcovic strebt greifbare Ergebnisse an, die den Staats- und Regierungschefs beim EU-Gipfel Mitte Oktober in Brüssel vorgelegt werden können.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden Sie hier.

Quelle: ntv.de