Der Börsen-TagStarke China-Exporte, Kospi beendet Negativserie
Wenig verändert zeigen sich die ostasiatischen Aktienmärkte zur Wochenmitte. Teilnehmer sprechen von Zurückhaltung im Vorfeld wichtiger Konjunkturdaten und Unternehmensergebnisse. Im Fokus stehen dabei vor allem die US-Verbraucherpreise. Der Inflationsdruck in den USA dürfte im September zugenommen haben. Volkswirte rechnen damit, dass die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent gestiegen sind und um 3,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats lagen. Auslöser des Anstiegs dürften erneut höhere Energiepreise infolge des Kriegs am Golf gewesen sein.
Aufwärts geht es an der technologielastigen Börse in Seoul, wo der Kospi nach zuletzt fünf Handelstagen mit Abgaben in einer Erholungsbewegung um 1,3 Prozent steigt. Hier legen die beiden Index-Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix um 2,1 und 1,2 Prozent zu. Tiger Brokers zufolge spiegelt der jüngste Ausverkauf des Kospi eine breitere Neubewertung der Frage wider, wie viel des künftigen KI-Wachstums bereits in den Aktienbewertungen eingepreist ist.
Dagegen halten sich die Bewegungen an den anderen Handelsplätzen der Region in recht engen Grenzen. Der Nikkei in Tokio gewinnt 0,9 Prozent, der breiter gefasste Topix zeigt sich wenig verändert. In Sydney fällt der S&P/ASX 200 um 0,7 Prozent. In China tritt der Shanghai Composite ebenfalls auf der Stelle, der Hang-Seng-Index legt um 0,2 Prozent zu. Veröffentlichte neue Konjunkturdaten aus China sorgen hier kaum für Bewegung: Die chinesischen Exporte stiegen im September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 36,3 Prozent, nach einem Plus von 25,0 Prozent im August. Analysten hatten eine Zunahme um 25,0 Prozent erwartet.