Der Börsen-TagTokios Börse ist aus Feiertagspause zurück
An den ostasiatischen Aktienmärkten und in Australien überwiegen moderate Einbußen. Sie folgen damit der Vorgabe der Wall Street, wo nach unerwartet stark ausgefallenen Konjunkturdaten die Erwartung einer weiteren Zinserhöhung im Oktober deutlich gestiegen war. Die Marktzinsen hatten darauf kräftig angezogen, in Zehnjahresbereich auf 5,11 Prozent und damit das höchste Niveau seit 2007. Für Oktober wird nun mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 nach zuvor noch rund 55 Prozent eine Zinserhöhung eingepreist.
In Sydney geht es für den S&P/ASX-200 um 0,8 Prozent nach unten. In Tokio zeigt sich der Topix nach einer dreitägigen Feiertagspause kaum verändert, er liegt minimal im Plus. Der etwas engere Nikkei verliert dagegen 1,4 Prozent. Im koreanischen Seoul wird nicht gehandelt. Dort wird am Donnerstag und Freitag das Erntedankfest gefeiert, nachdem es an den vergangenen vier Tagen nach oben gegangen war.
Auch an den chinesischen Börsen kommt es zu Einbußen. Der Shanghai Composite gibt um 0,9 Prozent nach, der HSI in Hongkong um 0,5 Prozent. Dass sich die USA und China darauf zum Auftakt des dreitägigen Staatsbesuchs von Chinas Präsident Xi Jinping darauf verständigt haben, die gegenseitige Zollpause um zwei Monate zu verlängern, um mehr Zeit für weitere Gespräche zu haben, sorgt zunächst für keinen positiven Impuls. Mit dem Ende der bisherigen Zollpause am 10. November hätte China wohl auch seine Exportkontrollen für seltene Erden ausgeweitet.