Der Börsen-TagTrump liebäugelt mit Diesel-Exportverbot
Die Terminkontrakte auf Gasöl an der ICE, die in Europa als Referenz für Diesel gelten, sind heute um bis zu 7,0 Prozent gestiegen, bevor sie einen Teil ihrer Gewinne wieder abgaben. Damit beläuft sich ihr Zuwachs seit Jahresbeginn auf mehr als 135 Prozent. US-Präsident Donald Trump hatte am Vortag erklärt, er sei offen für ein Exportverbot. Dies geschah trotz des Widerstands der US-Ölindustrie, die Einnahmeverluste in Milliarden von US-Dollar befürchtet, sollte sie keinen Diesel mehr ins Ausland liefern können.
Die USA sind der weltgrößte Exporteur des Kraftstoffs und ihr Anteil am weltweit auf dem Seeweg gehandelten Diesel beträgt etwa 20 Prozent. "Ein vollständiges oder teilweises US-Exportverbot würde daher einen Markt treffen, der bereits unter einer gravierenden Knappheit an Lieferungen aus dem Nahen Osten und Russland leidet", so das dänische Rohstoffhandelsunternehmen Global Risk Management. "Europa ist besonders gefährdet und müsste aggressiver um alternative Ladungen konkurrieren."