Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagUS-Renditen steuern auf neue Schmerzgrenze zu

24.09.2026, 13:36 Uhr

Der heftige Ausverkauf an den Anleihemärkten bringt bisherige Obergrenzen ins Wanken und könnte die Parameter für Investoren nachhaltig verändern. Jahrelang galt eine Rendite von fünf Prozent bei zehnjährigen US-Staatsanleihen als das Niveau, ab dem die globalen Finanzmärkte in Turbulenzen geraten würden. Diese Schwelle erscheint vielen nun nicht mehr als Deckel, sondern als Zwischenwert. Anleger treibt die Frage um, ob sechs Prozent der neue Wert ist, der ihnen schlaflose Nächte bereiten sollte.

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(Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa)

Auf dem 29 Billionen Dollar schweren US-Staatsanleihenmarkt, der die Preisbildung für praktisch alle Finanzanlagen bestimmt, würde eine Verschiebung von fünf auf sechs Prozent eine tiefgreifende Anpassung der globalen Kapitalkosten bedeuten. Sie würde signalisieren, dass sich Anleger auf deutlich höhere Inflationserwartungen, wachsende Besorgnis über die Tragfähigkeit der US-Haushaltsfinanzen und die Überzeugung, dass die Zinssätze jahrelang hoch bleiben werden, einstellen müssen.

Quelle: ntv.de