Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagZölle, KI - und viel Glamour

24.09.2026, 05:59 Uhr

Noch mit leichten Gewinnen in den Handel gestartet, stand am Ende beim Dax ein Minus von 0,7 Prozent und ein Schlusskurs von 25.411 Punkten in den Büchern. Damit schmilzt der bisherige Wochengewinn auf rund 0,4 Prozent zusammen. Ein Grund für die Zurückhaltung der Anleger sahen Marktteilnehmer in den Entwicklung der Ölpreise, die sich wieder um die 100-Dollar-Marke bewegten.

Heute treffen sich US-Präsident Donald Trump und der chinesische Staatschef Xi Jinping in Washington. Bei den Gesprächen könnte es unter anderem um Zollsenkungen in bestimmten Wirtschaftssektoren, die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Drogenhandels und den Ausbau des militärischen Dialogs gehen. Trotz tiefgreifender Meinungsverschiedenheiten unter anderem in der Taiwan-Frage und im Handelsstreit wollen beide Seiten mit dem Treffen Stabilität demonstrieren, wie Analysten sagen. Für den Abend ist ein Staatsbankett geplant, an dem auch Konzernchefs von US-Konzernen wie etwa Apple, Nvidia, OpenAI oder JPMorgan teilnehmen sollen.

Zudem legen die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Herbstprognose vor. Wie Reuters vorab von Insidern erfuhr, heben sie ihre Wachstumsvorhersage für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr auf 1,3 Prozent und auf 1,1 Prozent für 2027 an. Im April hatten sie noch Werte von 0,6 Prozent für das laufende Jahr und 0,9 Prozent für 2027 angenommen. Mit Interesse wird darauf geblickt, wie in dem Gutachten mit dem Titel "Aufschwung mit Strukturproblemen - Finanzpolitik auf Abwegen" der Reformkurs der Regierung bewertet wird. Dies auch vor dem Hintergrund, dass die Institute um das IWH aus Halle für 2028 ein deutliches Abschwellen des Wachstums auf nur noch 0,4 Prozent vorhersagen.

Gleichzeitig dürfte die Stimmung in den Chefetagen sich weiter aufhellen und damit Aufschwungsignale verstärken. Experten erwarten, dass sich das IFO-Geschäftsklima im September das fünfte Mal in Folge verbessern wird. Sie rechnen mit einem Anstieg des wichtigen Konjunkturbarometers um 0,2 Punkte auf 89,0 Zähler. Zuletzt hatte die Umfrage des Finanzdienstleisters S&P Global unter Einkaufsmanagern das stärkste Wachstum der hiesigen Wirtschaft seit elf Monaten signalisiert. Viele Forscher rechnen damit, dass das Bruttoinlandsprodukt dieses Jahr klar über der Marke von einem Prozent landen wird. Das IFO veranschlagt sogar 1,4 Prozent.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden Sie hier.

Quelle: ntv.de