Marktberichte

Schlusskurs über 22.000 Punkten Apple zieht den Dow nach oben

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(Foto: dpa)

Die Vorfreude unter Börsianern ist offenbar groß: Schon im September könnte Apple sein neues iPhone präsentieren. Nach starken Zahlen soll es glänzend weitergehen. So treibt die Aktie auch den Dow Jones an - auf einen neuen Rekord zur Schlussglocke.

Nach der Rekordrally in den vergangenen Tagen haben sich die US-Börsen kaum bewegt. Dank kräftiger Kursgewinne bei Apple schloss der Dow Jones aber erstmals über der Marke von 22.000 Punkten.

Nach unerwartet starken Zahlen im Frühjahr verspricht der iPhone-Hersteller nun auch für das laufende Quartal glänzende Geschäfte. Bei Anlegern befeuerte das Spekulationen, das nächste Modell des Kassenschlagers, das "Geburtstags-iPhone" zum zehnjährigen Jubiläum, könnte schon im September auf den Markt kommen. Es soll mit vielen technischen Neuerungen bestückt sein.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte 0,2 Prozent auf 22.016 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P-500 trat bei 2477 Punkten auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging ebenfalls unverändert aus dem Handel bei 6362 Punkten.

In Europa machten durchwachsene Bilanzen heimischer Firmen und die Furcht vor sinkenden Gewinnen wegen der aktuellen Euro-Stärke den Börsen zu schaffen. Der Dax verlor 0,6 Prozent auf 12.181 Punkte. Was an den Börsen sonst noch passierte, können Sie im Börsen-Tag nachlesen.

"Apple hat in allen Bereichen geliefert"

Bei den Einzelwerten gewannen die Titel von Apple bis zu 6,5 Prozent und waren mit 159,75 Dollar so teuer wie noch nie. Zum Schluss blieb ein Kursplus von 4,7 Prozent. "Apple hat in allen Bereichen geliefert", erklärte Analyst Neil Wilson vom Brokerhaus ETX Capital. Er hob besonders das 22-prozentige Plus im Dienstleistungsgeschäft hervor, zu dem der App Store gehört. Es sei weniger schwankungsanfällig als der Verkauf von iPhones. Die Bedeutung dieser Sparte werde von Anlegern bislang unterschätzt.

Die Anteilsscheine der Autohandelsgruppe AutoNation fielen nach Vorlage enttäuschender Quartalszahlen um rund sieben Prozent. Die Dividendenpapiere von Carinal Health brachen um mehr als acht Prozent ein, nachdem das Pharmazieunternehmen mit seiner Bilanz die Erwartungen der Analysten verfehlt hatte.

Vom Arbeitsmarkt kamen positive Signale: Die amerikanischen Firmen stellen kräftig Personal ein und heizen den Job-Boom in den USA unter Präsident Donald Trump weiter an. Im Juli entstanden 178.000 neue Jobs, wie der Personaldienstleister ADP zu seiner Umfrage unter Privatunternehmen mitteilte.

Von Reuters befragte Experten hatten zwar eine noch etwas größere Zahl auf dem Zettel. Nimmt man jedoch den Vormonat hinzu, kamen insgesamt 369.000 neue Jobs in der Wirtschaft hinzu. Das sind weit mehr Arbeitsplätze als nötig wären, um mit dem Bevölkerungswachstum Schritt zu halten: Dafür genügen laut Experten 75.000 bis 100.000 neue Stellen pro Monat.

Quelle: n-tv.de, mli/rts

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