Marktberichte

US-Börsen tiefrot Dow Jones fällt unter 24.000

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(Foto: imago/Xinhua)

Nach zwei Tagen relativer Ruhe geht es an der New Yorker Wall Street wieder hektisch zu. Die US-Indizes verzeichnen wieder kräftige Verluste. Der Dow dreht gar in den Korrekturmodus. Die Börsianer fürchten das schnellere Ende der Politik des billigen Geldes.

Die Furcht vor einem Ende des billigen Geldes hat am Donnerstag erneut zu hohen Verlusten an der Wall Street geführt. "Die Lage hat sich nicht beruhigt", sagte Jason Ware, Chef-Investmentstratege des Anlagehauses Albion Financial Group. Es gehe weiter rund. "Der Markt versucht, diesen Wahnsinn zu stoppen."

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Dow Jones 26.434,00

Mit Sorge blickten die Investoren auf die Bank of England, die zwar den Leitzins nicht antastete. Sie signalisierte aber, dass sie die Zügel "etwas früher und in etwas stärkerem Maße" anziehen könnte als erwartet. An den Börsen schürte dies die Erwartungen, dass Zentralbanken weltweit nun fest auf Kurs zum Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik seien. Die Geldschwemme hatte den Börsen eine jahrelange Rally beschert.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte 4,2 Prozent tiefer und schloss bei 23.858 Punkten. Er drehte zum Handelsende in den Korrekturmodus. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 3,8 Prozent auf 2581 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 3,9 Prozent auf 6777 Zähler nach.

Die Talfahrt der US-Börsen brockte Dax und EuroStoxx50 den größten Tagesverlust seit eineinhalb Jahren ein. Der deutsche Leitindex fiel 2,6 Prozent auf 12.260 Punkte, der europäische Index 2,7 Prozent auf 3361 Zähler. Mehr dazu lesen Sie hier.

Am Montag hatte nicht zuletzt die Furcht vor einer steigenden Inflation und deshalb strafferen Geldpolitik zu einem fast fünfprozentigen Absturz an der Wall Street geführt. Die Signale der britischen Notenbank sowie Spekulationen auf eine wachsende US-Staatsverschuldung hievten am Donnerstag die Rendite der zehnjährigen Treasury Bonds zeitweise auf 2,884 - nur einen Hauch vom Vierjahres-Hoch vom Montag entfernt. Im Verlauf gaben die Renditen wieder etwas nach. Doch der wache Blick auf die Kreditmärkte sorgte Experten für zusätzliche Nervosität an den Aktienbörsen.

Hier richtete sich der Blick vor allem auf Boeing, die um 4,5 Prozent nachgaben. Der Flugzeugbauer hatte zuvor angekündigt, den Zulieferer Woodward übernehmen zu wollen. Woodward-Papiere legten um 7,9 Prozent zu.

Quelle: n-tv.de, wne/rts

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