Marktberichte

Dow Jones mit Plus Fed-Entscheid für US-Börsen nur Mini-Dämpfer

imago92587439h.jpg

(Foto: imago images / Rainer Unkel)

Angesichts wachsender Konjunktursorgen senkt die US-Notenbank den Leitzins zum zweiten Mal binnen weniger Wochen. Anleger haben mit dieser Entscheidung gerechnet, entsprechend stagnieren die US-Börsen - der Dow Jones schließt sogar mit einem kleinen Plus.

Die US-Börsen bauen in der Folge des Fed-Zinsentscheids ihre Verluste aus. Die Notenbank hatte wie erwartet angesichts wachsender Konjunktursorgen den Leitzins um einen Viertelpunkt auf die neue Spanne von 1,75 bis 2,0 Prozent. US-Präsident Donald Trump hat nach der Senkung des US-Leitzinses die Notenbank des Landes und ihren Chef Jerome Powell scharf kritisiert. Auf Twitter schrieb er, Powell und die Fed hätten erneut versagt: "Kein Mut, kein Sinn, keine Vision. Ein schrecklicher Kommunikator." Trump hat von der Fed wiederholt eine Null- oder Minuszinspolitik gefordert, um die amerikanische Wirtschaft zu fördern.

S&P 500 Index, Ind.
S&P 500 Index, Ind. 2.968,72

Der US-Leitindex gewann 0,1 Prozent auf 27.147,08 Punkte. Der technologielastige Nasdaq gab dagegen 0,1 Prozent auf 8.177,39 Punkte nach und der breit gefasste S&P 500 schloss kaum verändert bei 3.006,73 Punkten.

Unter den Einzelwerten brachen Fedex-Aktien um rund 13 Prozent ein. Die schwächelnde Weltwirtschaft und zunehmende Konkurrenz durch Amazon machen dem Deutsche-Post-Rivalen zu schaffen. Nach einem Gewinneinbruch im abgelaufenen Quartal versetzte der US-Paket-Riese auch den Erwartungen für das Gesamtjahr einen Dämpfer. Die Anteilsscheine des Konkurrenten United Parcel Service sanken 1,1 Prozent. Aktien von Adobe verloren 1,8 Prozent. Der US-Software-Konzern enttäuschte mit seinen Umsatzerwartungen für das vierte Quartal und nannte den harten Wettbewerb im Cloud-Markt als Grund. Mehrere Analysten senkten daraufhin ihre Kursziele.

Der Dax ging nach einem ruhigen Handelstag 0,1 Prozent fester bei 12.389 Punkten aus dem Handel. Der Eurostoxx50 lag 0,2 Prozent höher bei 3528 Punkten.

Im Blick behielten die Börsianer auch die Spannungen in der Golf-Region nach den Angriffen auf saudi-arabische Ölanlagen. Investoren beobachten die Lage in der Golf-Region weiter mit Sorge. Zwar ging der Preis für die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 2,2 Prozent auf 63,15 Dollar je Barrel (159 Liter) zurück, weil Saudi-Arabien seine Produktion wohl schneller wieder hochfahren kann als zunächst erwartet.

Ein US-Schlag gegen den Iran könne aber nicht ausgeschlossen werden, warnte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. "Dieser wird jedoch zumindest in einem ersten Schritt aus Wirtschaftssanktionen bestehen und nicht aus Militärschlägen."

*Datenschutz

Quelle: n-tv.de, mba/rts

Mehr zum Thema