Marktberichte

Dow Jones mit Plus Hoffnung auf Hilfspaket treibt US-Börsen an

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(Foto: AP)

Die US-Börsen verbuchen am zweiten Handelstag der Woche leichte Gewinne. Ganz ohne Schwankungen Kann Dow Jones und Co. aber noch nicht. Der Fokus der Anleger liegt vor allem auf der "Deadline" für die Verhandlungen zwischen Republikanern und Demokraten über ein neues US-Konjunkturprogramm.

Die Hoffnung auf ein milliardenschweres Hilfspaket hat die US-Börsen leicht angetrieben. Der US-Standardwerteindex Dow Jonesgewann 0,4 Prozent auf 28.308,79 Punkte. Der technologielastige Nasdaq rückte 0,3 Prozent auf 11.516,49 Punkte vor und der breit gefasste S&P 500 legte 0,5 Prozent auf 3443,13 Punkte zu.

Im Tagesverlauf endet eine Frist, die Nancy Pelosi, die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, gesetzt hatte, um die Differenzen zwischen Demokraten und Republikanern im US-Kongress zu überwinden. Pelosi zeigte sich in einem Interview mit "Bloomberg" optimistisch, dass eine Einigung erzielt werden könne. US-Präsident Donald Trump gab der Diskussion über weitere Konjunkturhilfen in der Pandemie eine neue Wendung.

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Trump sagte dem Fernsehsender Fox News, er würde auch gegen den Widerstand seiner republikanischen Parteifreunde Summen gutheißen, die noch über den von den oppositionellen Demokraten geforderten 2,2 Billionen Dollar liegen. "Ich will es sogar noch größer machen als die Demokraten", sagte Trump. Seine Regierung hatte ursprünglich 1,8 Billionen Dollar vorgeschlagen. Trumps Republikaner im Senat sträuben sich aber gegen Ausgaben in dieser Größenordnung. Die Demokraten dagegen halten 2,2 Billionen für angemessen.

"Die Rechnung ist einfach", sagte Analyst Ricardo Evangelista vom Brokerhaus ActivTrades. "Kommt es zu keiner Einigung, würde das die Verabschiedung der dringend benötigten Hilfen auf die Zeit nach der Präsidentenwahl am 3. November verschieben."

Moderna schürt Impfstoff-Hoffnung

Die Bilanzsaison bot Licht und Schatten: Der während der Pandemie gestiegene Bedarf an Reinigungsmitteln und Papierhandtüchern bescherte dem Konsumgüter-Konzern Procter & Gamble (P&G) ein überraschend großes Gewinnplus. Der Anbieter von "Meister Proper" hob daraufhin seine Gesamtjahresziele an. Die Aktie gewann 0,4 Prozent. Die Titel von IBM fielen dagegen um 6,5 Prozent. Die IT-Firma steigerte zwar Umsatz und Gewinn. Börsianer monierten aber den Verzicht auf einen Ausblick. Sie rechne zum Jahresende allerdings mit einem kräftigen Wachstum, prognostizierte Analystin Julie Bhusal Sharma vom Research-Haus Morningstar.

Ein Bericht des "Wall Street Journal" schürte Hoffnungen auf die baldige Zulassung eines Corona-Impfstoffs. Der Zeitung zufolge könnte der Wirkstoff von Moderna bereits im Dezember grünes Licht von der US-Gesundheitsbehörde FDA erhalten. Die Aktien der Pharmafirma stiegen daraufhin um 0,4 Prozent. Gefragt waren auch die Papiere von Travelers, die sich um 5,7 Prozent verteuerten. Dank gestiegener Prämien und Einsparungen machte der Unfall- und Sachversicherer einen überraschend hohen Kerngewinn von 3,12 Dollar je Aktie. Die Zahlen gelten als richtungsweisend für die Branche, weil Travelers üblicherweise als erster die Bücher öffnet.

Quelle: ntv.de, mba/rts