Marktberichte

Mallinckrodt-Aktie bricht ein Hoffnung im Handelsstreit stärkt US-Börsen

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(Foto: picture alliance / Andrew Gomber)

Die Aussicht auf erneute Gespräche zwischen den USA und China stimmt die Anleger an der Wall Street positiv. Auch die aktuellen Wirtschaftsdaten heben die Laune. Schlecht sieht es hingegen für Pharmahersteller Mallinckrodt aus.

Die Aussicht auf erneute Gespräche zwischen den USA und China im Handelsstreit hat die Anleger an der Wall Street zum munteren Zugreifen ermutigt. Anlass zur Freude gab die Tatsache, dass es Anfang Oktober in Washington neue direkte Verhandlungen geben soll.

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S&P 500 2.987,50

Zusätzlich beflügelt durch erfreuliche Wirtschaftsdaten aus den USA knüpfte der Dow Jones mit einem Plus von 1,41 Prozent auf 26 728,15 Punkte an seinen starken Vortag an. Er verpasste damit knapp den größten Tagesgewinn seit drei Monaten, setzte nach seinem Zick-Zack-Kurs der vergangenen Wochen aber zum ersehnten Ausbruchsversuch an. In der Spitze schaffte er es erstmals seit über einem Monat über die 26 800 Punkte.

Auch die anderen New Yorker Indizes beendeten vorerst ihren seit August bestehenden Schlingerkurs. Der marktbreite S&P 500 stieg um 1,30 Prozent auf 2976,00 Punkte, während der technologielastige Nasdaq 100 um 1,86 Prozent auf 7862,54 Zähler vorrückte.

Signet Jewelers legt kräftig zu

Am Aktienmarkt standen Halbleiter-, Automobil- und Transportwerte hoch im Kurs. Banken profitierten vom gestiegenen Zinsniveau. Am schlechtesten schnitten defensive Branchen wie Versorger oder Nahrungsmittel ab. Unter den Einzelwerten brachen Mallinckrodt um knapp 39 Prozent ein. Der Pharmahersteller habe einen Restrukturierungsspezialisten engagiert und erwäge, Insolvenz zu beantragen, meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Mallinckrodt sieht sich als Folge der Opioidkrise in den USA mit einer Klagewelle konfrontiert.

Mallinckrodt
Mallinckrodt 2,14

Dagegen schossen Signet Jewelers um fast 28 Prozent nach oben. Der weltgrößte Einzelhändler für Diamantschmuck lag mit Gewinn und Umsatz über den Prognose und hat seinen Ausblick angehoben. In den vergangenen Jahren hatte die Branche unter mangelnder Laufkundschaft und der Internet-Konkurrenz gelitten.

Die Stadt New York verklagt T-Mobile US wegen angeblicher missbräuchlicher Verkaufsmethoden im Prepaid-Geschäft. Gefordert wird in der Klage, dass das Unternehmen die Einnahmen aus den beschriebenen Praktiken einem Entschädigungsfonds für Opfer überträgt. Die Aktie lag 0,3 Prozent im Plus, blieb damit aber deutlich hinter dem Markt zurück.

Quelle: n-tv.de, jpe/dpa/DJ