Marktberichte

JP Morgan und Walt Disney Starken Quartalszahlen beflügeln US-Börsen

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(Foto: imago images / Dean Pictures)

Milliardengewinne der Großbank JP Morgan verhelfen der Wall Street am Freitag zu einem Plus. Auch eine Strategie-Entscheidung des Unterhaltungskonzerns Walt Disney sorgt bei Anlegern für Wohlwollen.

Starke Quartalszahlen der Wall-Street-Bank JP Morgan und ein Rekordhoch bei den Aktien von Walt Disney haben den Dow Jones Industrial angetrieben. Der New Yorker Leitindex gewann 1,03 Prozent auf 26.412,30 Punkte. Auf Wochensicht machte er damit sein bisheriges Minus fast komplett wett. Die Disney-Aktien eroberten mit einem Plus von mehr als 11 Prozent die Dow-Spitze. Der breit gefasste S&P 500 legte um 0,66 Prozent auf 2907,41 Punkte zu und nähert sich damit seinem Höchststand von knapp 2941 Punkten aus dem September 2018. Für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 0,44 Prozent auf 7628,15 Punkte nach oben. Hier fehlen nur etwas mehr als 70 Zähler bis zu einer neuen Bestmarke.

JP Morgan verdiente im ersten Quartal mit 9,2 Milliarden Dollar so viel wie noch nie. Für das mit Abstand größte US-Kreditinstitut ist das ein Plus von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. JPM-Aktien legten fünf Prozent zu. Auch Wells Fargo fuhr zum Jahresauftakt einen Milliardengewinn ein. Doch der Ausblick sorgte hier für Unmut, die Aktien gaben 2,6 Prozent nach.

Walt-Disney-Papiere stiegen um mehr als elf Prozent auf ein Allzeithoch. Der Unterhaltungskonzern hatte den Start seines Streamingdienstes Disney+ mit einem günstigeren monatlichen Abo-Preis als Netflix angekündigt. Netflix gaben 4,5 Prozent nach. Skeptisch waren Anleger angesichts eines Zukaufs bei Chevron. Der US-Konzern will das Förderunternehmen Anadarko Petroleum für 33 Milliarden Dollar kaufen. Chevron-Aktien gaben fünf Prozent nach.

Auf der Konjunkturseite mussten die US-Anleger eine überraschend starke Eintrübung der Verbraucherstimmung verdauen. Und im Streit über Beihilfen für die Flugzeugbauer Boeing und Airbus konkretisierte die EU ihre Drohungen an die USA: Diplomaten zufolge hat die Europäische Kommission eine Liste von US-Importen im Volumen von rund 20 Milliarden Dollar erstellt, die mit Zöllen belegt werden könnten. An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,85 Milliarden Aktien den Besitzer. 2392 Werte legten zu, 1287 gaben nach und 288 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,93 Milliarden Aktien 1731 im Plus, 1326 im Minus und 171 unverändert.

Quelle: n-tv.de, mba/dpa/rts

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