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Dow Jones schließt im Minus Trumps Drohung beunruhigt Anleger

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(Foto: imago/Xinhua)

Trumps Ankündigung via Twitter Syrien mit Raketen anzugreifen, macht auch die Anleger nervös. Die Spannungen treiben die Ölpreise nach oben. Und auch am zweiten Tag von Zuckerbergs Anhörung steht Facebook im Fokus.

Die Ankündigung eines Raketenangriffs auf Syrien von US-Präsident Donald Trump hat die Anleger nervös gemacht. An der Wall Street notierte der Dow-Jones-Index im Minus. Auch der Dax verlor. Dagegen kletterte der Preis für Erdöl zeitweise auf den höchsten Stand seit dreieinhalb Jahren.

Die Ankündigung eines Angriffs auf das mit Russland verbündete Syrien irritiere den Markt, sagte ein Händler. "Trump scheint unberechenbar, und das ist etwas, was der Markt am wenigsten mag." Trump hatte Russland aufgefordert, sich auf einen Raketenangriff auf Syrien einzustellen. Russlands Präsident Wladimir Putin beschrieb die Weltlage als besorgniserregend.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss am Abend mit einem Minus von 0,9 Prozent auf 24.189 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,55 Prozent auf 2642 Zähler. Der Nasdaq 100 gab um 0,49 Prozent auf 6583,44 Punkte nach. "Die Anleger fürchten, dass das in einen größeren militärischen Konflikt mündet", sagte ein Händler. Der Dax schloss 0,8 Prozent im Minus auf 12.293 Punkte und auch der EuroStoxx50 gab nach.

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Derweil blieben die jüngsten Inflationsdaten für März ohne große Auswirkung. Helaba-Analyst Patrick Boldt sagte: "Spekulationen auf mehr als zwei weitere Zinserhöhungen in diesem Jahr sollte es unserer Einschätzung nach jedoch nicht geben." Wie von Händler erwartet, haben die US-Währungshüter bei ihrer zweitägigen Sitzung am 20. und 21. März weitere graduelle Zinserhöhungen als angemessen erachtet. Das Protokoll war am Abend veröffentlicht worden. Wie aus dem Papier hervorgeht, konzentrierte sich die Diskussion nicht auf die grundsätzliche Frage, ob die Zinsen angehoben werden sollen, sondern vielmehr auf das Ausmaß weiterer Straffungen.

Facebook blieb im Mittelpunkt des Interesses: Firmenchef Mark Zuckerberg hatte sich bei einer Kongressanhörung wiederholt für den Datenskandal entschuldigt. Am Mittwoch sagte er erneut vor einem Ausschuss aus. Die Papiere legten um 0,78 Prozent zu, nachdem sie tags zuvor bereits 4,50 Prozent gewonnen hatten.

Angesichts der Spannungen im Nahen Osten zog der Ölpreis an. Die Anleger am Ölmarkt fürchten Versorgungsengpässe. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um 1,4 Prozent auf 72,06 Dollar je Barrel (159 Liter). Zeitweise kostete Öl soviel wie zuletzt Ende 2014.  

Quelle: n-tv.de, kpi/rts

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