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Dow Jones schließt mit Plus US-Arbeitsmarktdaten geben Börsen Auftrieb

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AP

Die Februarzahlen am US-Arbeitsmarkt wirken sich positiv auf die nationalen Börsen aus. Über 300.000 neue Stellen bestätigen den wirtschaftlichen Aufschwung der USA und verhelfen dem Dow Jones zu einem leichten Anstieg.

Ein brummender Jobmotor in den USA hat die New Yorker Börsen am Freitag beflügelt. Mit 313.000 neuen Stellen verzeichnete der US-Arbeitsmarkt im Februar den stärksten Zuwachs seit mehr als anderthalb Jahren. Experten hatten lediglich mit 200.000 gerechnet. Die für die Inflationsentwicklung wichtigen Stundenlöhne legten im Schnitt jedoch nur um 0,1 Prozent zum Vormonat zu. Experten hatten mit einem Wert von plus 0,2 Prozent gerechnet.

Wegen des schwachen Lohnwachstums kamen bei den Anlegern keine neuen Zinssorgen auf. "Die Fed kann ihren eingeschlagenen Kurs damit in Ruhe und ohne weitere Beschleunigung fortführen", sagte Thomas Altmann vom Handelshaus QC Partners. Eine weitere Zinserhöhung im März gilt bei vielen Investoren als ausgemachte Sache. Weitere Schritte nach oben in diesem Jahr dürften folgen.

Der Dow Jones schloss in New York mit 1,8 Prozent bei 25.335 Zählern. Der S&P 500 gewann 1,7 Prozent auf 2786 Punkte. Der Nasdaq-Composite rückte um 1,8 Prozent auf ein frisches Rekordhoch von 7560 Zählern vor. Im Wochenvergleich legte der Dow um 3,3 Prozent, der S&P um 3,5 Prozent und der Nasdaq-Index um 4,2 Prozent zu.

In Europa machten Dax und EuroStoxx50 nach Veröffentlichung des amerikanischen Arbeitsmarktberichts Boden gut. Für den deutschen Leitindex reichte der Schwung für einen positiven Wochenabschluss aber nicht ganz aus: er schloss 0,1 Prozent schwächer bei 12.346 Zählern. Sein europäisches Pendant gewann 0,2 Prozent auf 3420 Zähler.

Die am Donnerstag beschlossenen US-Schutzzölle auf Stahl und Aluminium spielten kaum noch eine Rolle am Markt. US-Präsident Donald Trump hatte sich am Donnerstag über die seit Tagen anhaltende Kritik aus dem In- und Ausland hinweggesetzt und wie angekündigt Zölle von 25 Prozent auf Stahlimporte und zehn Prozent auf Aluminiumeinfuhren verhängt, die in zwei Wochen in Kraft treten sollen. Deutschland und die EU dringen auf Ausnahmen.

Bei den Einzelwerten setzte ein mögliches Aus für den insolventen Spielzeughändler Toys'R'Us die Aktien von großen Herstellern wie Mattel unter Druck. Die Papiere des "Barbie"-Machers brachen um sieben Prozent ein. Aktien von Hasbro fielen um mehr als zwei Prozent.

Ein enttäuschendes Quartalsergebnis und ein zurückhaltender Ausblick setzten Finisar zu. Die Aktien des Netzwerk-Ausrüsters fielen um 4,5 Prozent. Mit einem Umsatz von 332,4 Millionen Dollar und einem Netto-Verlust von 55,6 Millionen Dollar schnitt das Unternehmen schlechter ab als erwartet. Eine Einigung in einem jahrelangen juristischen Streit beflügelte Aktien des Casinobetreibers Wynn Resorts. Die Papiere kletterten um mehr als fünf Prozent.

Quelle: n-tv.de, mba/rts

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