Marktberichte

Einzelhandel dämpft Dow Jones US-Börsen kommen kaum vom Fleck

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(Foto: picture alliance/dpa)

Schwache Bilanzen trüben die freundliche Stimmung der vergangenen Tage an der Wall Street. Nachdem der erste Schrecken verdaut ist, setzten die US-Börsen zu einer Erholung an.

Unerwartet schwache Konjunkturdaten aus den USA haben Anlegern am Donnerstag die Lust auf Aktien verdorben. Die für die USA wichtige Einzelhandelsbranche verzeichnete im Dezember die größten Umsatzeinbußen seit mehr als neun Jahren. Das schürte bei Investoren die Furcht vor einer Konjunkturabkühlung in der größten Volkswirtschaft der Welt, für die der private Konsum eine bedeutende Rolle spielt. "Im Hinblick auf das Wirtschaftswachstum des vierten Quartals trübt sich die Erwartung ein", sagte Analyst Patrick Boldt von der Helaba.

Positive Signale gab es dagegen im Zollstreit. Laut einem Medienbericht könnte US-Präsident Donald Trump die bislang für den 1. März geplante Verschärfung der US-Strafzölle auf chinesische Waren um 60 Tage verschieben, um Zeit für eine Einigung zu gewinnen. Die Verhandlungen zwischen den USA und China befinden sich derzeit in einer wichtigen Phase. Chinas Präsident Xi Jinping wird am Freitag dazu stoßen.

Der Dow-Jones-Index verlor 0,4 Prozent auf 25.439 Punkte, der S&P-500 sank um 0,3 Prozent und der Nasdaq-Composite gewann 0,1 Prozent. In Frankfurt schloss der Dax 0,7 Prozent schwächer bei 11.089 Punkten, nachdem er über weite Strecken des Tages im Plus notiert hatte. Der EuroStoxx50 gab 0,6 Prozent nach auf 3182 Zähler. Mehr dazu können Sie in unserem "Börsen-Tag" nachlesen.

Bei den Einzelwerten nahmen Anleger Reißaus bei Coca-Cola. Die Aktien verloren mehr als acht Prozent. Der US-Getränkekonzern kämpft mit höheren Kosten und einer schwächeren Nachfrage und stellte für 2019 deutlich geringere Erträge in Aussicht als von Analysten erwartet. Zudem ragten die Aktien des Uhrenherstellers Fossil mit einem Kurssturz von rund 4,5 Prozent heraus. Der Konzern setzte im vierten Quartal deutlich weniger um als im Jahr zuvor, vor allem in Europa lief das Geschäft nach Angaben des Unternehmens schlecht. Auch im ersten Quartal 2019 sei keine Trendwende erkennbar, warnte der Vorstand.  

Quelle: ntv.de, mba/rts