Marktberichte

Dow Jones mit Mini-Plus US-Börsen stabilisieren sich vor Zinsentscheid

85855623.jpg

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Wall Street hat sich nach einem schwachen Wochenstart am Dienstag etwas stabilisiert. Für deutlichere Kursgewinne beim Dow reicht es vor dem richtungsweisenden Zinsentscheid der amerikanischen Notenbank Fed aber nicht.

In Erwartung des Zinsentscheids der US-Notenbank (Fed) haben Anleger am Dienstag größere Engagements an der Wall Street gescheut. Händler rechneten mehrheitlich damit, dass die Fed den Schlüsselzins am Mittwoch um einen Viertelprozentpunkt reduzieren wird. "Wie bereits bei der letzten Zinssenkung vor zwei Monaten wäre dies eine Vorsichtsmaßnahme, die wir aber nicht als Einstieg in einen neuen Zinssenkungszyklus ansehen", sagte Frank Dixmier, Anleihechef des Vermögensverwalters Allianz Global Investors. Da nach den Anschlägen auf saudi-arabische Ölförderanlagen an den Börsen keine Panik ausgebrochen sei, bestehe für die Fed kein Grund, die Geldpolitik stärker zu lockern, sagte Peter Cardillo, Chef-Volkswirt des Vermögensberaters Spartan.

Dow Jones
Dow Jones 26.770,20

Der US-Leitindex gewann 0,1 Prozent auf 27.110,80 Punkte. Der technologielastige Nasdaq rückte 0,4 Prozent auf 8.186,02 Punkte vor und der breit gefasste S&P 500 legte 0,3 Prozent auf 3.005,62 Punkte zu.  Zu den größten Verlierern an der Wall Street gehörte Corning mit einem Kursminus von rund acht Prozent.

Der Displayglas-Anbieter hatte seine Absatzziele gekappt. In Europa kamen Dax und EuroStoxx50 kaum vom Fleck und schlossen bei 12.372 beziehungsweise 3521 Punkten. Am Rohöl-Markt machten Anleger Kasse. Die Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um 5,1 Prozent auf 65,58 Dollar je Barrel (159 Liter), nachdem sie am Montag wegen der Angriffe auf saudi-arabische Ölförderanlagen mit einem Plus von zeitweise knapp 20 den größten Kurssprung seit 1991 verzeichnet hatte. Insidern zufolge könnte sich die Ölproduktion Saudi-Arabiens binnen zwei bis drei Wochen wieder normalisieren.

Zuvor hatten Börsianer befürchtet, dass die Reparaturen mehrere Monate in Anspruch nehmen werden. Angesichts der wachsenden Spannungen zwischen den USA und Iran sei vorerst aber nicht mit weiteren größeren Preisrücksetzern zu rechnen, sagte Analystin Fiona Cincotta vom Brokerhaus City Index. Im Sog des fallenden Ölpreises gingen auch die Titel der Ölkonzerne auf Talfahrt. Ölindustrie-Dienstleister wie Halliburton und Schlumberger büßten bis zu vier Prozent ein.

Quelle: n-tv.de, mba/rts