Marktberichte

Dow fängt Einbruch wieder auf US-Börsen trotzen Rezessionsängsten

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(Foto: dpa)

Der Handelsstreit zwischen den USA und China macht sich auf an der Wall Street bemerkbar. Nach einem bedrohlichen Zwischentief können sich die drei Hauptindizes jedoch wieder fangen.

Nach einem zwischenzeitlichen Einbruch konnten sich die US-Börsen am Mittwoch die Wall Street wieder fangen. Rezessionsängste hatten die Börsianer zu Beginn des Tages fürchten lassen, dass der Handelsstreit der USA mit China die Weltkonjunktur weiter abwürgt. Der Dow-Jones-Index gab nach der ersten Erholung vom Vortag um 0,1 Prozent nach auf 26.007 Punkte. Der S&P-500 legte um 0,1 Prozent zu, die Nasdaq-Indizes um je 0,4 Prozent.

Dow Jones
Dow Jones 27.001,98

An der Wall Street schauten die Investoren mit bangen Blicken auf die Anleihenmärkte. Dort lag der Renditevorsprung der dreimonatigen US-Staatsanleihen gegenüber den Papieren mit zehnjähriger Laufzeit so hoch wie seit mehr als zwölf Jahren nicht mehr. Üblicherweise verlangen Investoren für langfristige Anleihen mehr Zinsen als für kurzfristige. Dreht sich dieses Verhältnis um, spricht man von einer inversen Zinskurve. Sie gilt an den Finanzmärkten als Warnsignal für eine kommende Rezession.

Auf der Verliererseite in New York standen die Aktien von Walt Disney, die sich um fast fünf Prozent verbilligten. Der Gewinn des Unterhaltungskonzerns blieb hinter den Markterwartungen zurück. Der Kurs des Online-Partnervermittlers Match schoss dagegen um gut 25 Prozent nach oben. Das Kundenwachstum der Dating-App Tinder sei größer ausgefallen als erwartet, konstatierte Analyst John Blackledge vom Vermögensverwalter Cowen. Gleiches gelte für die Geschäftsziele für das laufende Quartals.

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Disney 118,30

In Europa dagegen hatten sich die Anleger zuversichtlicher gezeigt, dass sich die Eskalationsspirale im Zollkonflikt vorerst nicht weiterdreht. Der Dax erholte sich von den Kursverlusten der vergangenen Tage und schloss 0,7 Prozent höher auf 11.650 Punkten.

Quelle: n-tv.de, mba/rts