Wirtschaft
(Foto: AP)
Mittwoch, 06. Juni 2018

Dow Jones schließt über 25.000: US-Börsen ziehen trotz Handelsstreit an

Vor allem die Finanzwerte schieben die Märkte zur Wochenmitte nach oben. Die Hauptversammlung bei Tesla pusht die Aktie des Elektro-Autobauers, die Whiskey-Sonderzölle von Mexiko, Kanada und der EU bremsen dagegen Brown Forman aus.

Die Wall Street hat am Mittwoch trotz des eskalierenden Handelsstreits zwischen den USA und der EU zugelegt. Börsianern zufolge regten die günstigen Konjunkturaussichten die Anleger zu Aktienkäufen an. "Die Auswirkungen der Steuerreform liegen größtenteils noch vor uns", sagte Portfoliomanager Thomas Martin vom Finanzdienstleister Globalt Investments. "Sie fließen nun allmählich in die Realwirtschaft ein." In den Hintergrund trat die Ankündigung der EU-Kommission, ab Juli Strafzölle gegen die USA zu verhängen in Reaktion auf die neuen amerikanischen Abgaben auf Stahl- und Aluminiumimporte.

Der Handelszwist dürfte auch das bevorstehende Gipfeltreffen der sieben führenden Industrienationen (G7) in Kanada bestimmen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte im frühen New Yorker Nachmittagshandel 1,4 Prozent höher bei 25.146 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 stieg 0,9 Prozent auf 2772 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq lag 0,7 Prozent im Plus auf 7689 Stellen, nachdem er zuvor erneut ein Rekordhoch markiert hatte.

In Frankfurt schloss der Dax 0,3 Prozent fester auf 12.830 Punkten. Auftrieb erhielten die US-Börsen insbesondere von Bankenwerten, die im Schnitt 2,1 Prozent anzogen. Weitere Geschehnisse rund um das Geschehen an der Börse, können Sie im Börsen-Tag nachlesen.

Unter den Einzelwerten ragten Tesla heraus mit einem Kursgewinn von 9,3 Prozent. Firmenchef Elon Musk erhielt auf der Hauptversammlung des E-Auto-Pioniers Rückendeckung und bekräftigte das Produktionsziel für den neuen Hoffnungsträger Model 3. Facebook verloren dagegen 1,3 Prozent. Der Konzern bestätigte, dass er Nutzerdaten mit chinesischen Firmen geteilt hat.

Fast sieben Prozent im Minus lagen Brown Forman. Der Jack-Daniel's-Hersteller fürchtet negative Auswirkungen auf sein Geschäft durch die Whiskey-Sonderzölle von Mexiko, Kanada und der EU.

Quelle: n-tv.de