Marktberichte

Google und Facebook unter Druck US-Jobdaten drosseln Wall Street

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(Foto: picture alliance / -/XinHua/dpa)

Die jüngste Kursrallye an der Wall Street setzt sich mit gebremstem Tempo fort. Allerdings lässt der jüngste Arbeitsmarktbericht der US-Regierung die Anleger zögern. Unterdessen müssen sich Facebook und Google-Mutter Alphabet offenbar Untersuchungen durch die Kartellbehörde stellen.

Ein nicht so stark wie erhofft ausgefallener US-Stellenaufbau hat die Anleger an der Wall Street zum Ende der Woche vorsichtig gemacht. Der Dow-Jones-Index gewann 0,3 Prozent auf 26.797 Punkte. Der S&P-500 stieg um 0,1 Prozent. Der Nasdaq-Composite verlor dagegen 0,2 Prozent.

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Der Aufschwung am Arbeitsmarkt hat sich im August etwas deutlicher als erwartet abgeschwächt. Es entstanden 130.000 neue Jobs statt der von Analysten vorhergesagten 158.000. Allerdings wuchsen die Löhne etwas stärker als gedacht. "Wenn die Löhne und schließlich die Inflation ansteigen, wird es für die Fed deutlich schwieriger, die Zinsen deutlich zu senken", sagt Marktexperte Thomas Altmann vom Handelshaus QC Partners.

Für Gesprächsstoff sorgten auch frische Geldspritzen für Chinas Wirtschaft. Angesichts der Konjunkturabkühlung gewährt Chinas Notenbank den Geldhäusern mehr Freiraum für weitere Kredite und senkte Reserveanforderungen für die Banken zum dritten Mal in diesem Jahr.

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Der Goldpreis fiel um 0,9 Prozent auf 1.505 Dollar. Seit dem Mittwochshoch hat das Edelmetall gut 50 Dollar verloren. Das Barrel Rohöl der US-Sorte WTI stieg am Abend um 0,4 Prozent auf 56,52 Dollar. Brentöl gewann ein Prozent auf 61,53 Dollar.

Unter den Einzelwerten gab Facebook um 1,8 Prozent nach. Der Kurs der Google-Mutter Alphabet gab um 0,5 Prozent nach. Die beiden Internetriesen sehen sich nach Angaben informierter Kreise mit kartellrechtlichen Untersuchungen in den USA konfrontiert. Generalstaatsanwälte mehrerer Bundesstaaten beabsichtigen, in der kommenden Woche Kartellprüfungen aufzunehmen, heißt es von mit der Angelegenheit vertrauten Personen. Diese dürften den ohnehin schon bestehenden Druck auf die beiden Technologiekonzerne erhöhen.

Positiv wurden die Zahlen von Lululemon aufgenommen, die der Anbieter von Yogabekleidung am Donnerstag nach Börsenschluss veröffentlicht hatte. Die Aktie stieg um 7,8 Prozent. Zumiez sprangen um 11,3 Prozent nach oben. Der Einzelhändler hatte im zweiten Quartal besser abgeschnitten als erwartet und den Ausblick angehoben.

Quelle: n-tv.de, jpe/rts/DJ