Marktberichte

Hoffnung auf Zollstreit-Ende Wall Street-Anleger bleiben weiter optimistisch

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(Foto: imago/UPI Photo)

Die Hoffnung auf ein Ende des Handelskonflikts mit China und eine mögliche Einigung im Haushaltsstreit beflügeln die Investoren an den US-Börsen weiterhin. Davon profitiert auch der Ölpreis, der trotz Lageraufbaus in den USA anzieht.

Nach der Vortagesrally im Zuge gestiegener Hoffnungen auf Lösung der Handels- und Haushaltsstreitigkeiten der USA hat der Optimismus die Wall Street noch ein bisschen weiter getragen. US-Präsident Donald Trump heizte den Optimismus im Handelsstreit mit China noch etwas an, indem er die Möglichkeit in den Raum stellte, zunächst auf eine Erhöhung der Strafzölle auf chinesische Importe zum Ende der Stillhaltefrist zu verzichten - wenn auch gekoppelt an Bedingung. Zudem berichteten chinesische Quellen, dass Vizepräsident Xi Jinping am Freitag die US-Regierungsdelegation treffen werde.

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Darüber hinaus wurde die Kauflaune gestützt durch Berichte, wonach Trump die Grundsatzvereinbarung des Kongresses zum Haushalt und zur Sicherung der Grenze zu Mexiko unterschreiben wolle. Damit wäre ein zweiter Regierungstillstand endgültig vom Tisch. Der Dow-Jones-Index gewann 0,5 Prozent auf 25.543 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite kletterten um 0,3 bzw. 0,1 Prozent.

Activision Blizzard kündigt Entlassungen an

Unter den Einzelwerten stürzten Teva Pharmaceutical um 7,8 Prozent ab. Der weltgrößte Hersteller von Nachahmermedikamenten hatte sowohl mit den Geschäftszahlen für das vierte Quartal als auch mit dem Ausblick enttäuscht. Ford Motor rief in Nordamerika rund 1,5 Millionen Fahrzeuge wegen möglicher Probleme mit dem Automatikgetriebe zurück. Die Aktie verlor 0,6 Prozent. Dish büßte im vierten Quartal viele Satelliten-Fernsehkunden ein. Der Kurs gab um 7,7 Prozent nach.

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Der Reiseportalbetreiber TripAdvisor hat im Jahr 2018 sinkende Hotelbuchungen verzeichnet. Zudem wurden die Gewinnprognosen des Marktes im Schlussquartal verfehlt. Die Aktie sank um 5,7 Prozent. Groupon knickten um über 11 Prozent ein. Der Rabattvermittler hatte in der vierten Periode 2018 weniger verdient als im Vorjahreszeitraum und die Erwartungen enttäuscht. Für Activision Blizzard ging es um 7 Prozent nach oben. Zwar verfehlte der Videospieleentwickler die Marktprognosen, das Unternehmen kündigte darauf aber eine Umstrukturierung im großen Stil sowie einen Arbeitsplatzabbau an.

Ölpreis pofitiert trotz Lagerbau von Nachfrage

Der Dollar zog leicht an, laut Marktteilnehmern aber nicht unbedingt wegen der Preisdaten. Die globalen Unsicherheiten, allen voran der Brexit, spielten dem Greenback als vermeintlich sicherer Hafen in die Karten, hieß es. Der ICE-Dollarindex gewann 0,4 Prozent. Der Euro kam von Tageshochs um 1,1330 auf zuletzt 1,1266 Dollar zurück.

Die Ölpreise zogen trotz eines Lageraufbaus in den USA an. Die Preise profitierten vor allem von der Hoffnung auf eine Einigung im Handelsstreit und damit auf eine steigende Nachfrage. Zudem hatte Saudi-Arabien Berichten zufolge angekündigt, die Förderung in den kommenden Monaten weiter zu senken. Preis stützend wirkte außerdem, dass sich die Opec nach Einschätzung der Internationalen Energie-Agentur (IEA) an ihren Plan zur Förderdrosselung hält, auch wenn Partnerproduzenten wie Russland ihren Teil der Abmachung weitgehend nicht einhielten. US-Leichtöl der Sorte WTI verteuerte sich um 1,5 Prozent auf 53,90 Dollar je Fass, europäisches Referenzöl der Sorte Brent um 1,9 Prozent auf 63,61 Dollar.

Der Goldpreis litt unter der Dollarstärke und steigenden Anleiherenditen sowie der insgesamt gesunkenen Risikoaversion. Die Feinunze verbilligte sich um 0,4 Prozent auf 1.306 Dollar.

Quelle: n-tv.de, jpe/dj

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