Marktberichte

Konsumwerte Top Wall Street im Nachweihnachts-Hoch

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Das Handelvolumen an der Wall Street war überschaubar.

(Foto: REUTERS)

Die Händler kehren an die Wall Street zurück, während Europas Börsen am zweiten Weihnachtsfeiertag geschlossen bleiben. Das Handelsvolumen fällt deshalb deutlich niedriger aus als sonst. Amazon wird für sein fabelhaftes Weihnachtsgeschäft belohnt, während es mit Boeing weiter nach unten geht.

Der US-Aktienmarkt ist nach der Weihnachtspause seiner positiven Grundstimmung treu geblieben. Händler verwiesen auf die freundliche Stimmung in Asien, die sich in New York fortgesetzt habe. Zudem stützten weiterhin die zuletzt positiven Signale zum chinesisch-amerikanischen Handelskonflikt. Konsumwerte gehörten vor dem Hintergrund von Berichten über starke Weihnachtsgeschäfte zu den größten Gewinnern.

Der Dow Jones ging am Donnerstag mit einem Aufschlag von 0,37 Prozent auf 28.621,39 Punkte aus dem Handel. Der marktbreite S&P 500 legte um 0,51 Prozent auf 3239,91 Punkte und der technologielastige Nasdaq-Auswahlindex 100 um 0,91 Prozent auf 8778,31 Zähler zu. Diese beiden Indizes erreichten im Verlauf Rekordstände. Zudem kletterte der Nasdaq Composite erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 9000 Punkten.

Dow Jones
Dow Jones 28.992,41

In Europa blieben die Börsen hingegen auch an diesem Donnerstag geschlossen. Auch deshalb lag das Handelsvolumen in New York wie schon am Dienstag deutlich unter den gewohnten Werten, zumal bereits viele Marktteilnehmer das Jahr für sich abgeschlossen haben. Nachrichten aus der Konjunktur waren rar gesät. In der abgelaufenen Woche waren die Erstanträge zur Arbeitslosenhilfe nicht so starkzurückgegangen wie von Experten erwartet worden war. Zudem wurde der Vorperiodenwert nach oben revidiert.

Boeing droht neuer Ärger

An der Spitze des Dow legte Apple um 1,98 Prozent zu. Im Nasdaq 100 belegte Amazon mit plus 4,45 Prozent den ersten Platz. Der Onlinemarktplatz hatte das diesjährige Weihnachtsgeschäft als rekordbrechend bezeichnet.

Boeing sackte hingegen als schwächster Dow-Wert um 0,92 Prozent ab. Neue brisante E-Mails könnten dem kriselnden US-Flugzeugbauer mit seinem Unglücksflieger 737 Max weiteren Ärger einbringen. Der Konzern hat gegenüber der Luftfahrtaufsicht FAA und dem US-Kongress eine Reihe weiterer beunruhigender Nachrichten zu dem Modell offengelegt, wie der Untersuchungsausschuss des Repräsentantenhauses am Donnerstag bestätigte.

Qiagen-Aktien brachen um gut ein Fünftel ein. Am Mittwoch hatte der im MDax notierte und in den Niederlanden beheimatete Biotechnologie-Konzern den eigenen Verkauf abgeblasen. Die Vorstöße der Kaufinteressenten seien nicht überzeugend gewesen, hieß es zur Begründung.

Am US-Rentenmarkt legten zehnjährige Staatsanleihen um 1/32 Punkt auf 98 23/32 Punkte zu und rentierten mit 1,894 Prozent. Am Devisenmarkt wurde der Euro zum Börsenschluss an der Wall Street mit 1,1101 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte feiertagsbedingt keinen Referenzkurs festgelegt.

Quelle: ntv.de, ino/dpa