Marktberichte

Geschäftszahlen im Blick Wall Street lässt zunächst viel liegen

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Der verhaltene Start in die neue Handelswoche lässt viel Luft nach oben.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Die Geschäftszahlen der Wall-Street-Unternehmen bestimmen die Richtung der US-Börsenindizes. Zum Wochenstart sorgt dabei vor allem eine Großbank für Ernüchterung.

Die US-Börsen haben sich zum Wochenauftakt freundlich gezeigt. Vor den anstehenden Firmenbilanzen hielten sich jedoch viele Händler zurück. Der Dow-Jones-Index stieg 0,1 Prozent auf 27.359 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 blieb faktisch unverändert mit 3014 Punkten. Der Nasdaq Composite gewann 0,2 Prozent auf 8258 Zähler. Der Dax legte 0,5 Prozent auf 12.387 Stellen zu.

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Der Markt wurde zuletzt von der Hoffnung beflügelt, dass die Firmen mit ihren Geschäftsergebnissen doch noch positiv überraschen könnten, nachdem sie zuletzt die Erwartungen herabgeschraubt hatten, sagte Scott Brown, Chefvolkswirt bei dem Finanzdienstleister Raymond James. "Die Frage ist dabei, ob es den US-Firmen besser als den europäischen und deutschen Unternehmen gelingt, mit schwachem Wirtschaftswachstum und Strafzöllen umzugehen", sagte Jochen Stanzl, Chefanalyst beim Brokerhaus CMC Markets.

Citigroup schüttelt durch

Für eine gewisse Ernüchterung sorgten die Geschäftszahlen der US-Bank Citigroup. Das drittgrößte US-Geldhaus läutete die Berichtssaison zum zweiten Quartal ein. In den kommenden Tagen legen unter anderem die Bank of America, Netflix, Microsoft und Honeywell ihre Zahlen vor. Analysten rechnen damit, dass die Gewinne der 500 Mitgliedsfirmen des S&P verglichen mit dem Vorjahr um 0,4 Prozent gesunken sind. Das wäre der erste Quartalsrückgang seit drei Jahren, wie aus Refinitiv-Daten hervorgeht.

Citigroup
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Bei der Citigroup lief es insbesondere im Privatkundengeschäft gut, das Geldhaus verdiente mehr als erwartet. Doch die Zinsmarge geriet weiter unter Druck. Die Papiere gingen auf Zickzack-Kurs und gaben zeitweise 2,3 Prozent nach. Sie schlossen kaum verändert. Auch die Aktien von Rivalen wie Goldman Sachs oder Bank of America gehörten zu den Verlieren. Investoren fürchteten, dass auch bei den anderen Banken das Zinsgeschäft schlechter lief, sagte Marty Mosby, Stratege beim Brokerhaus Vining Sparks. "Bankinvestoren sorgen sich vor dem anstehenden Rückgang der kurzfristigen Zinssätze, wenn die Fed mit ihren Zinssenkungen beginnt."

Die anhaltenden Probleme mit dem Mittelstreckenjet 737 MAX machen Boeing zu schaffen, die Aktien gaben etwa ein Prozent nach. Einem Bericht zufolge könnten das Flugverbot für die Maschinen erst Anfang 2020 aufgehoben werden.

Größere Verluste mussten die Aktien von Symantec einstecken, die fast elf Prozent nachgaben. Der Sender CNBC berichtete unter Berufung auf Insider, der Cyber-Sicherheitsexperte und der Chiphersteller Broadcom hätten Gespräche über eine Übernahme abgebrochen.

Quelle: ntv.de, bad/rts

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