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Anheuser-Busch legt zu Zolldrohung macht Wall Street zu schaffen

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Nach anfänglichen Verlusten aufgrund von Trumps Zolldrohungen erholen sich die US-Börsen am Abend leicht.

(Foto: Reuters)

Dass US-Präsident Donald Trump Sonderzölle auf etliche europäische Produkte androht, macht die Wall Street nervös. Nur mit Mühe kann sie an die Vortagsgewinne anknüpfen.

Die US-Drohung mit zusätzlichen Strafzöllen auf EU-Waren hat Anleger an der Wall Street nervös gemacht. Im Streit über Subventionen für die Flugzeugbauer Airbus und Boeing will US-Präsident Donald Trump bestimmte Waren aus Europa wie Oliven, italienische Nudeln und schottischen Whisky mit Strafabgaben belegen. "Das ist die Art von Nachricht, die man nicht hören will", sagte Volkswirt Florian Hense von der Berenberg Bank.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg 0,3 Prozent auf 26.786 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 verbesserte sich um 0,3 Prozent auf 2973 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte um 0,2 Prozent auf 8109 Punkte vor.

Unter den Einzelwerten gehörten Anheuser-Busch zu den Favoriten. Die in den USA notierten Aktien des weltgrößten Bierbrauers stiegen um 2,5 Prozent. Das Unternehmen will sein Asien-Geschäft in Hongkong an die Börse bringen und hofft auf Einnahmen von umgerechnet bis zu 8,7 Milliarden Euro. Anheuser-Busch schaffe durch die Emission die Grundlage für Übernahmen asiatischer Brauereien wie ThaiBev, urteilte Analyst Nico von Stackelberg von der Investmentbank Liberum.

Für Greenbrier ging es dagegen rund sieben Prozent abwärts. Der Quartalsgewinn des Waggonbauers sei hinter den Erwartungen zurückgeblieben, konstatierte Analyst Matt Elkott vom Vermögensverwalter Cowen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 780 Millionen Aktien den Besitzer. 2083 Werte legten zu, 1689 gaben nach und 238 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,91 Milliarden Aktien 1355 im Plus, 1756 im Minus und 203 unverändert.

Die US-Kreditmärkte waren als sicherer Hafen gefragt und legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 15/32 auf 103-17/32. Die Rendite sank auf 1,9791 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 1-3/32 auf 107-22/32 und rentierte mit 2,5070 Prozent.

Wie es dem Dax in Frankfurt erging, lesen Sie hier.

Quelle: n-tv.de, ftü/rts

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