Dienstag, 02. Juli 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Jan Gänger
17:39 Uhr

Dax schließt unentschlossen

Der Frankfurter Aktienmarkt geht wenig verändert aus dem Handel. Der Dax schließt mit 12.526 Zählern und damit auf dem Niveau von gestern. Der MDax verliert 0,2 Prozent auf 25.706 Punkte. Und der TecDax gibt leicht auf 2914 Zähler ab.

16:04 Uhr

Wall Street eröffnet knapp im Minus

Der "Waffenstillstand" im Handelskonflikt zwischen China und den USA sorgt an der Wall Street nicht mehr für Kauflaune. Diese hatte bereits gestern an Schwung eingebüßt. Analysten verweisen darauf, dass der Status quo unverändert gelte. Zwar werde wieder verhandelt, aber ein Durchbruch bleibe in weiter Ferne. Anleger sehen es offenbar ähnlich: Denn im frühen Geschäft fällt der Dow-Jones-Index um 0,2 Prozent auf 26.670 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite geben jeweils 0,1 Prozent ab.

16:00 Uhr

Auto-Exporte gehen zurück

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REUTERS

Zahlreiche Unwägbarkeiten belasten derzeit die deutsche Automobilbranche. Die schwächelnde Nachfrage aus dem Ausland sorgte in den ersten sechs Monaten dieses Jahres für Produktions- und Exportrückgänge. Im ersten Halbjahr wurden knapp 1,9 Millionen Autos exportiert und damit rund 15 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Bernhard Mattes,mitteilte.

Das wirkte sich auch auf die Produktion aus, die mit 2,5 Millionen Autos bis Juni rund 12 Prozent unter Vorjahresniveau lag. Rund drei Viertel aller Personenfahrzeuge in Deutschland werden jedes Jahr ins Ausland verkauft, die meisten davon nach Großbritannien und in die USA.

14:59 Uhr

BASF unter Druck

BASF-Aktien geraten unter Druck, der Kurs fällt um 1,7 Prozent auf 62,88 Euro. "Wegen des konjunkturellen Umfelds ist BASF der Kandidat Nummer eins für eine Gewinnwarnung", sagt ein Händler. Allerdings meint der Händler auch, nach einer Gewinnwarnung könnten BASF schnell nach oben drehen. Angesichts einer Dividendenrendite von 5 Prozent sei die Aktie attraktiv.

BASF
BASF 60,72

Berenberg erwartet, dass BASF mit den Quartalszahlen den Ausblick senken werde. Auch die Deutsche Bank und Independent Research meinen, dass derzeit die Prognose für das laufende Geschäftsjahr wackele.

13:33 Uhr

Modehändler vergeigt Börsendebüt

Auch der Börsengang von Global Fashion Group (GFG) hat bei Anlegern für Enttäuschung gesorgt. Die Aktien des defizitären Online-Modehändlers fallen beim Debüt an der Frankfurter Börse auf bis zu 4,05 Euro und liegen damit bis zu zehn Prozent unter dem Ausgabepreis von 4,50 Euro.

Vergangene Woche war bereits die Lkw-Tochter von Volkswagen, Traton, mit Kursverlusten an die Börse gestartet.

Um es überhaupt an den Aktienmarkt zu schaffen, mussten GFG und die begleitenden Banken Goldman Sachs, Morgan Stanley und Berenberg tief in die Trickkiste greifen: Die Zeichnungsfrist wurde um drei Tage verlängert und der Preis der Aktien auf 4,50 Euro von ursprünglichen sechs bis acht Euro gesenkt. Zudem stützten die beiden Großaktionäre, die Startup-Investoren Rocket Internet und Kinnevik, die Emission, indem sie GFG-Aktien für zusammen 110 Millionen Euro zeichneten.

Letztendlich brachte der Börsengang nur knapp 200 Millionen Euro statt der ursprünglich erhofften fast 400 Millionen ein.

13:03 Uhr

Goldbestand bei Deutscher Börse auf Rekordhoch

Kräftige Nachfrage nach Gold als Anlage hat den Goldbestand bei der Deutschen Börse nah an die 200-Tonnen-Marke getrieben. 194,3 Tonnen des Edelmetalls lagerten am 30. Juni dieses Jahres in den Tresoren der Börse in Frankfurt, wie das Unternehmen mitteilt. Zum Jahreswechsel waren es noch 181,5 Tonnen.

Gold, Feinunze
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Neues Gold kommt immer dann hinzu, wenn Anleger die sogenannte Xetra-Gold-Anleihe erwerben. Für jeden Anteilschein wird ein Gramm des Edelmetalls hinterlegt. Nach dem zuletzt starken Anstieg des Goldpreises kletterte der Wert der Goldbestände auf 7,7 Milliarden Euro - ebenfalls ein Höchststand.

Gold gilt in turbulenten Zeiten als sicherer Hafen. Zudem werfen Anlagen wie Sparbuch oder Tagesgeld wegen der extrem niedrigen Zinsen kaum noch etwas ab.

12:46 Uhr

Saudischer Öl-Riese nimmt Börsenpläne wieder auf

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Die Planungen zu dem seit längerem vorgesehenen Börsengang des saudischen Ölkonzerns schreiten offenbar voran. Saudi Aramco führe mit einer Gruppe von Investmentbanken Gespräche, um einen möglichen Gang an den Aktienmarkt zu erörtern, berichtet die Finanznachrichtenagentur Bloomberg.

Demnach könnten die Vorbereitungen für den Börsengang im Laufe des Jahres oder Anfang 2020 an Fahrt gewinnen. Der Börsengang war ursprünglich für 2018 geplant, wurde dann aber verschoben.

11:59 Uhr

Bitcoin rauscht in die Tiefe

Auf den Höhenflug folgt der Rückschlag: Der Kurs der Kryptowährung Bitcoin setzt seinen Sinkflug der vergangenen Tage fort und fällt auf der Handelsplattform Bitstamp bis auf 9713 US-Dollar. Damit hat der Bitcoin einen guten Teil seiner starken Gewinne der letzten Wochen eingebüßt.

Seit dem vor einer Woche erreichten Jahreshoch von fast 14.000 US-Dollar hat der Bitcoin 30 Prozent an Wert verloren. Auch für andere Digitalwährungen ging es in den vergangenen Tagen bergab. Der Gesamtwert aller knapp 2300 Digitalwährungen fiel seither um gut 90 Milliarden Dollar auf aktuell 292 Milliarden Dollar.

11:12 Uhr

Bier-Gigant hofft auf Milliarden-Deal

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Der weltgrößte Brauereikonzern Anheuser-Busch (AB InBev) mit Marken wie Budweiser, Corona oder Stella Artois will beim Börsengang seines Asiengeschäfts in Hongkong bis zu 9,8 Milliarden Dollar einnehmen. Die Aktien werden in einer Preisspanne zwischen 40 und 47 HK Dollar (umgerechnet zwischen 4,52 und 5,32 Euro) pro Stück angeboten.

Nach dem Gang aufs Parkett könnte das Asiengeschäft Budweiser Brewing Company APAC auf einen Börsenwert von 63,7 Milliarden Dollar kommen. Es wäre der weltgrößte Börsengang in diesem Jahr - selbst wenn die Aktien am unteren Ende der Preisspanne ausgegeben werden.

Der bislang größte IPO 2019 war der des Fahrdienstvermittlers Uber mit Einnahmen von 8,1 Milliarden Dollar. Das Börsendebüt in Hongkong ist für den 19. Juli geplant.

10:41 Uhr

Maschinenbauer leiden unter Konjunkturschwäche

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picture alliance / dpa

Die deutschen Maschinenbauer spüren die lahmende Weltwirtschaft. Wie der Branchenverband VDMA mitteilt, gingen die Aufträge im Mai im Vorjahresvergleich um sieben Prozent zurück. Während die Inlandsnachfrage nahezu stagnierte, lagen die Bestellungen aus dem Ausland um neun Prozent unter dem Vorjahr. "Die Maschinenbaufirmen bekommen die schwache Performance der exportierenden Industrie sehr deutlich zu spüren, viele Investoren treten auf die Bremse", sagt VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.

Der Optimismus verfliegt bei der wichtigen Exportindustrie. Wie eine Unternehmensumfrage der Beratungsgesellschaft PwC ergab, erwarten mittlerweile 40 Prozent der befragten Maschinenbauer ein Nachlassen der globalen Wirtschaftsdynamik. Vor einem Jahr waren lediglich 16 Prozent der befragten Entscheider dieser Meinung. Und auch die Aussichten für Deutschland trüben sich ein: Nur noch 36 Prozent sind für die nächsten zwölf Monate optimistisch - gegenüber 68 Prozent vor einem Jahr.

10:15 Uhr

Deutscher Export bekommt Probleme

Protektionismus wird einer DIHK-Umfrage zufolge für immer mehr deutsche Firmen bei ihren Auslandsgeschäften zu einem Problem. Die Wirtschaftspolitik in den jeweiligen Märkten sei für mehr als die Hälfte der Unternehmen das größte Hindernis, teilt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag mit.

"Zu den Top 5 der Risiken, die sie für die weitere Entwicklung ihres Auslandsgeschäftes in den kommenden zwölf Monaten sehen, zählen die Unternehmen erstmals Handelsbarrieren [wie Zölle]beziehungsweise die Bevorzugung einheimischer Unternehmen."

Noch schlügen sich die Konzerne recht passabel, sagte der DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier mit Blick auf die Umfrage unter 4500 Firmen. "Doch das Umfeld wird rauer."

Der Verband senkte seine Prognose für das deutsche Exportwachstum in diesem Jahr auf ein Prozent. Zuletzt war er noch von einem Plus von 2,5 Prozent ausgegangen.

09:44 Uhr

Russland gewinnt bei der Opec an Einfluss

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Der saudische Energieminister Khalid al-Falih.

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Bei dem Treffen der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) und anderer Ölförderer gibt es zwei interessante Ergebnisse. Das erste: Die Einigung darauf, die Produktionskürzungen um neun Monate bis ins erste Quartal 2020 zu verlängern. Das zweite: Der Einfluss von Nichtmitglied Russland auf die Opec wächst.

Während die Opec sich vergleichsweise rasch auf Förderkürzungen einigte, geriet sie in eine Sackgasse bei der Frage, ob sie nach Ablauf des Neunmonatsplans mit Russland und seinen Verbündeten weiter zusammenarbeiten soll, um die Ölmärkte zu beeinflussen.

Zunächst opponierte der Iran dagegen, doch nach fünfstündigen Marathongesprächen und gesonderten Verhandlungen zwischen iranischen und saudischen Vertretern erzielten beide Seiten einen Kompromiss in Richtung einer langfristigen Zusammenarbeit mit Russland, wie Opec-Vertreter sagten.

"Ich denke, der Einfluss Russlands ist willkommen", sagte der saudische Energieminister Khalid al-Falih auf die Frage nach dem Einfluss Russlands auf interne Opec-Angelegenheiten.

Dass sich die Opec und ihre Verbündeten auf einen so langen Zeitrahmen von neun Monaten verständigten, ist ungewöhnlich. Solche Absprachen gehen selten über sechs Monate hinaus. Die Opec braucht die Partnerschaft mit Russland, um mit den US-Schieferproduzenten zu konkurrieren.

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09:16 Uhr

Dax geht die Puste aus

Nach der jüngsten Kursrally gönnen sich Dax-Anleger eine Verschnaufpause. Der deutsche Leitindex steigt zur Eröffnung um 0,1 Prozent auf 12.533 Punkte. Dank des Waffenstillstands im Handelskonflikt zwischen den USA und China sei die Stimmung der Investoren weiterhin gut, sagen Börsianer. Daran ändere auch die US-Drohung mit Zöllen auf europäische Waren wenig. Das Volumen der Strafabgaben sei mit vier Milliarden Dollar vernachlässigbar. Mehr zum Zoll-Zoff lesen Sie hier.

Zu den Favoriten am deutschen Aktienmarkt zählt die Deutsche Bank mit einem Kursplus von 0,6 Prozent. Einem Medienbericht zufolge verhandelt das Institut mit Aufsehern über ein Abschmelzen seiner Kapitalpuffer, um Gelder für den geplanten Konzernumbau freizubekommen. "In diesem Fall könnte eine Kapitalerhöhung vermieden werden", sagt ein Aktienhändler.

08:57 Uhr

Hoffnungsträger verlässt Credit Suisse

Credit Suisse verliert einen Hoffnungsträger und möglichen Nachfolgekandidaten für Bankchef Tidjane Thiam: Der Chef der internationalen Vermögensverwaltungssparte, Iqbal Khan, verlasse das Institut, teilt die Schweizer Großbank mit.  

Khan gilt als ein Anwärter auf den Chefposten bei Julius Bär. Die Schweizer Privatbank wollte sich dazu nicht äußern.

Khan hatte den Chefposten in der Credit-Suisse-Sparte 2015 übernommen und dort den bereinigten Vorsteuergewinn kräftig gesteigert. Der Name des früheren Ernst&Young-Beraters fiel zuletzt immer wieder, wenn es um die Besetzung von Top-Jobs in der Schweiz ging, etwa auch beim Credit-Suisse-Rivalen UBS.

08:32 Uhr

Ölpreise steigen leicht vor Entscheidung der Opec+

Brent Rohöl
Brent Rohöl 62,17

Die Ölpreise sind etwas gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 65,19 US-Dollar. Das waren 13 Cent mehr als gestern. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 4 Cent auf 59,13 Dollar. Heute wollen das Ölkartell Opec und weitere Staaten (Opec+) das Ergebnis ihrer Verhandlungen über Produktionskürzungen bekanntgeben. Es wird eine Verlängerung des gemeinsamen Erdöl-Förderlimits erwartet. Die 14 Opec-Staaten hatten sich gestern auf eine Verlängerung um neun Monate bis 31. März 2020 geeinigt. Dass die 24 Staaten umfassende Opec+ inklusive Russland der Strategie der Opec folgt, gilt als Formsache.

08:21 Uhr

Einzelhändler im Mai mit leichten Umsatzeinbußen

Die deutschen Einzelhändler haben im Mai leichte Umsatzeinbußen erlitten. Die Erlöse sanken um 0,4 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Inflationsbereinigt gab es ein Minus von 0,6 Prozent. Ökonomen hatten hier mit einem Plus von 0,5 Prozent gerechnet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat hatten die Händler 4,8 Prozent mehr in der Kasse. Inflationsbereinigt ergab sich ein Plus von 4,0 Prozent. Das Konsumbarometer des Einzelhandelsverbands HDE zeigt für Juli eine stabile Verbraucherstimmung. Gleichzeitig nimmt die Sparneigung zu: "Die Verbraucher bleiben vorsichtig und bereiten sich wieder mehr auf künftige Risiken vor", so HDE-Geschäftsführer Kai Falk.

08:00 Uhr

Euro stabilisiert sich nach Kursverlusten

Euro / Dollar
Euro / Dollar ,00

Der Euro ist am Morgen nach Kursverlusten am Montag kaum verändert gestartet. Im frühen Handel kostete die Gemeinschaftswährung 1,1289 US-Dollar und damit etwas mehr als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gestern Nachmittag auf 1,1349 Dollar festgesetzt. Durch die angekündigte Wiederaufnahme der Handelsgespräche zwischen den USA und China bekam der US-Dollar Aufwind und die Spekulationen auf sinkende US-Leitzinsen ließen nach. Der Euro verlor seit gestern Nachmittag bis zum heutigen frühen Morgen fast einen Cent an Wert. Am Montagnachmittag wurde er noch mit 1,1360 Dollar gehandelt.

07:49 Uhr

Aktienkurse in Tokio verharren nach Vortagesplus

Nikkei
Nikkei 21.466,99

Die Anleger haben an der Börse in Tokio heute eine Verschnaufpause eingelegt. Der Nikkei-Index notierte leicht im Plus bei 21.749 Punkten, nachdem er am Vortag rund zwei Prozent zugelegt hatte. Der breiter gefasste Topix lag kaum verändert bei 1587 Punkten. Analysten sprachen von Gewinnmitnahmen. Gestern hatte die Erleichterung über eine Annäherung der USA und China im Handelsstreit die Börsen angetrieben.