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Börsengang mit Abstrichen Traton bringt VW weniger als erhofft

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Die Traton-Aktien sollen in Frankfurt und in Stockholm gehandelt werden, da neben MAN die schwedische Marke Scania einen großen Teil der VW-Tochter ausmacht.

(Foto: REUTERS)

Mit dreimonatiger Verzögerung will VW seine Lkw- und Bustochter Traton an die Börse bringen. Dabei spült der Verkauf weit weniger Euros in die Kassen des Konzerns als ursprünglich erwartet. Die VW-Aktie jedoch zeigt sich davon unbeeindruckt.

Der Volkswagen-Konzern streicht beim Börsengang seiner Lkw- und Bustochter Traton nicht so viel Geld ein wie erhofft. Der Platzierungspreis für die insgesamt 57,5 Millionen Aktien aus dem eigenen Bestand sei auf 27 Euro je Stück festgesetzt worden, teilten die Wolfsburger mit.

VW Vorzüge
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Mit gut 1,5 Milliarden Euro fließen damit knapp 400 Millionen Euro weniger in die Kasse des Autobauers als ursprünglich maximal erhofft. Die Preisspanne hatte zunächst bei 27 bis 33 Euro gelegen, war Kreisen zufolge aber am Mittwoch auf 27 bis 28 Euro eingeengt worden.

Auch die auf dem Platzierungspreis basierende Marktkapitalisierung von 13,5 Milliarden Euro liegt am unteren Ende der ursprünglichen Spanne von 13,5 bis 16,5 Milliarden Euro. Der anfängliche Streubesitz von 11,50 Prozent entspricht hingegen den Planungen. An diesem Freitag wird das Traton-Papier erstmals in Frankfurt und Stockholm an der Börse gehandelt. Der VW-Aktienkurs reagierte am Vorabend zunächst nicht auf die Neuigkeiten.

Im März noch hatte VW die Pläne wegen des damals schwierigen Marktumfelds vorerst auf Eis gelegt. Das Unternehmen wollte die Anteile an der Sparte mit den großen Nutzfahrzeugen nicht unter Wert abgeben. Traton verkaufte im vergangenen Geschäftsjahr weltweit 233.000 Nutzfahrzeuge. Zum Unternehmen gehört auch die brasilianische Nutzfahrzeugtochter Volkswagen Caminhões e Ônibus.

Quelle: n-tv.de, ino/dpa

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