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Mehr neue Betriebe Deutschlands Gründer werden mutiger

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Dass die Zahl der Gründungen größerer Betriebe höher liegt, hat auch mit dem niedrigen Niveau des Vorjahreszeitraums zu tun.

(Foto: imago images/Westend61)

In Deutschland gründen junge Unternehmerinnen und Unternehmer wieder mehr eigene Betriebe als vor der Corona-Krise. Im ersten Halbjahr sind laut Statistischem Bundesamt rund 65.000 Firmen entstanden. Einen richtigen Boom erleben Post-, Kurier- und Expressdienste.

Mit dem Abebben der Corona-Krise werden Firmengründer in Deutschland wieder mutiger. Im ersten Halbjahr wurden gut 65.600 Betriebe gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Dies waren 13,1 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2020, das stark von der Virus-Krise und dem ersten Lockdown betroffen war.

"Dass die Zahl der Gründungen größerer Betriebe jetzt deutlich höher liegt, hat also vor allem mit dem niedrigen Niveau des Vorjahreszeitraums zu tun", sagte Statistikamt-Experte Michael Ziebach. "Allerdings ist auch gegenüber dem Vorkrisenniveau ein leichter Anstieg erkennbar." So gab es auch 2,5 Prozent mehr Gründungen als im ersten Halbjahr 2019. Anders als bei größeren Firmen lag die Zahl neu gegründeter Kleinunternehmen von Januar bis Juni mit rund 67.400 unter dem Niveau vor Jahresfrist (-1,0 Prozent).

Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 gab es sogar ein Minus von fast 22 Prozent. Die Zahl der neu gegründeten Nebenerwerbsbetriebe kletterte dagegen zum Vorjahr um 26 Prozent auf rund 176.500. Besonders hoch war der Anstieg hier etwa bei den Post-, Kurier- und Expressdiensten mit 100 Prozent und in der Möbelherstellung mit 84,5 Prozent.

Staatliche Hilfen in der Virus-Pandemie dürften dafür gesorgt haben, dass weniger Menschen ihre Firma abgemeldet haben. So war die Gesamtzahl der vollständigen Gewerbeaufgaben mit rund 201.200 Betrieben um ein Prozent niedriger als im ersten Halbjahr 2020 und sogar 18,3 Prozent unter dem Vorkrisenniveau von 2019. Die Statistiker betonten, dass gerade die staatlichen Unterstützungsmaßnahmen "die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie für Gewerbetreibende mildern und Gewerbeaufgaben verhindern sollen".

Quelle: ntv.de, jki/rts

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