Startup

NBA-Star setzt auf Risiko Kobe Bryant wird zum Start-up-Mäzen

RTX2MLF9.jpg

Als Geschäftspartner sind Jeff Stibel (l.) und Kobe Bryant (r.) ein eingespieltes Team.

(Foto: REUTERS)

Der Ex-Basketballer der Los Angeles Lakers hat als Sportler alles erreicht. Jetzt probiert Kobe Bryant sein Glück als Geschäftsmann und gründet eine Risikokapital-Firma. Dafür stellt er mit seinem Partner 100 Millionen Euro zur Verfügung - auch aus seinem Privatvermögen.

*Datenschutz

Seit dem Ende der Saison 2015/16 spielt Kobe Bryant keinen Basketball mehr. Bevor er seine Karriere bei den Los Angeles Lakers an den Nagel hängte, gewann er mit der Mannschaft der USA zweimal Olympisches Gold. Im Jahr 2008 wurde Bryant mit dem Titel wertvollster Spieler der US-Basketball-Liga NBA geehrt.

Jetzt tauscht Bryant sein Basketball-Shirt gegen einen feinen Zwirn: Gemeinsam mit dem Unternehmer Jeff Stibel gründet der 38-Jährige die Venture-Capital-Firma Bryant-Stibel, berichtet das Wall Street Journal. Insgesamt 100 Millionen US-Dollar bringen beide mit. Diese sollen in den nächsten Jahren in vielversprechende Unternehmen investiert werden. Besonders interessiert ist Bryant-Stibel an jungen Firmen aus den Bereichen Technologie, Medien und Daten, Sport und Wellness.

Die 100 Millionen Dollar Startkapital kommen aus dem Privatvermögen der beiden Gründer. Zukünftig wird Bryant für Marketing und kreative Projekte zuständig sein. Er hat das Logo von Bryant-Stibel entworfen und will junge Unternehmen als ehemaliger Sportprofi mit seiner Arbeitsethik ermutigen. Stibel hingegen ist ein erfahrener Geschäftsmann aus dem Tech-Bereich mit Erfahrungen in der Unternehmensgründung. Er übernimmt eher administrative Aufgaben.

Erfahrung als Geschäftsmann

Die beiden sind bereits eingespielte Geschäftspartner. Seit 2013 haben Bryant und Stibel gemeinsam schon in 15 Unternehmen investiert. Darunter sind die Internetplattform "The Players Tribune", der Videospiel-Designer "Scopely", eine Rechtsberatungsfirma mit dem Namen "LegalZoom", die Telemarketingfirma "RingDNA" und die Saftpresse "Juicero". Wie erfolgreich die Investitionen sind, ist nicht bekannt. "LegalZoom" hat 2014 einen geplanten Börsengang abgesagt und scheint seitdem kein neues Geld zu verdienen.

Als Geschäftsmann konnte Bryant bereits Erfahrungen mit seiner Firma Kobe Inc. sammeln. Mit ihrem Fokus auf die Sportindustrie gingen im Jahr 2014 mehrere Millionen an den Getränkehersteller "BodyArmor". Als Ex-Profibasketballer kommt Bryant nicht als erster auf die Idee, in Start-ups zu investieren. Auch sein ehemaliger Teamkollege Shaquille O'Neal hat bereits Investitionen in Start-ups getätigt. Als Rivalen sieht Bryant seinen ehemaligen Kollegen aber nicht, er will ihm eher unter die Arme greifen.

Währenddessen ehrt Los Angeles den zurückgetretenen Basketball-Superstar mit einem eigens ausgerufenen Feiertag für seine einzigartige Karriere in der nordamerikanischen Profiliga NBA. Die Stadt rief zur Würdigung des Ausnahmespielers den "Kobe-Bryant-Tag" aus. "Es ist die Art von Los Angeles, ihm für seine aufrichtige  Hingabe für Spitzenleistungen, die Fans und die gesamte Region zu  danken", sagte Stadtrat Jose Huizar. Zwei Jahrzehnte lang habe die  Stadt von "Kobes unglaublichem Talent und seiner legendären Arbeitseinstellung" profitiert.

Quelle: n-tv.de, jki

Mehr zum Thema