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Berliner Startup findet Partner Rewe steigt bei Flink ein

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Flink ist einer von mehreren Schnelllieferdiensten, die zur Zeit für Bewegung im Onlinehandel mit Lebensmitteln sorgen.

(Foto: picture alliance/dpa/Flink)

Rewe baut das Engagement im Online-Lebensmittelhandel aus und beteiligt sich am Schnelllieferdienst Flink. Die Handelsgruppe übernimmt außerdem die Warenversorgung des Startups.

Der Lebensmittel-Lieferdienst Flink hat für seine Expansion Geld von Investoren eingesammelt und geht für den deutschen Markt eine Partnerschaft mit dem Rewe-Konzern ein. Rewe versorgt Flink dabei exklusiv mit Lebensmitteln und sichert sich eine Minderheitsbeteiligung.

Man habe sich Investitionen in Höhe von 240 Millionen Dollar von neuen internationalen Geldgebern gesichert, teilte Flink mit. Darunter seien Investoren wie Prosus und Mubadala Capital. Flink ist einer von mehreren Schnelllieferdiensten, die zur Zeit für Bewegung im Onlinehandel mit Lebensmitteln sorgen, indem sie die Lieferung der bestellten Ware mithilfe von E-Bikes innerhalb weniger Minuten anbieten. Aktuell ist Flink bereits in 19 deutschen Städten aktiv. Finanziert werden die Startups überwiegend durch Wagniskapital.

Flink stellt nach eigenen Angaben mehr als 2400 verschiedene Produkte in weniger als zehn Minuten nach der Bestellung an Kunden zu. Das Unternehmen expandiere schnell und erreiche bereits mehr als drei Millionen Verbraucher. "Der Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland hat in der Corona-Krise eine Verdopplung des Liefer- und Abholservice-Geschäfts erlebt", sagte Rewe-Chef Lionel Souque. Rewe sei in diesem Segment in der Bundesrepublik Marktführer und wolle das E-Commerce-Geschäft ausbauen. Flink sei ein Vorreiter bei der schnellen Zustellung von Lebensmitteln und verfüge in diesem Geschäft über hervorragende Perspektiven.

Edeka setzt auf Picnic

Rewe stellt zwar selbst Lebensmittel zu. Flink ist aber in einem neuen Segment des Marktes tätig, das auf besonders schnelle Auslieferung abzielt. Flink hat dabei Konkurrenten wie den Blitz-Lieferdienst Gorillas sowie Getir oder Weezy. Auch Rewe-Konkurrent Edeka kooperiert mit einem neuen Lieferdienst, dem bislang in Nordrhein-Westfalen vertretenen Zusteller Picnic. Dieser setzt aber auf ein anderes Modell - er stellt online bestellte Lebensmittel zu festen Lieferzeiten an die Verbraucher zu.

Für die deutsche Startup-Szene endet mit der Flink-Ankündigung eine interessante Woche. Am Montag gaben das Logistik-Startup Sennder wie auch der Versicherungs-Anbieter Wefox bekannt, weitere Gelder bei Investoren eingesammelt zu haben. Kurz darauf folgte der SAP-Konkurrent Celonis, der als erstes deutsches Startup in einer Finanzierungsrunde eine Milliarde Dollar bei Investoren eingesammelt hat. Auch der Fernbuslinien-Betreiber Flixmobility nahm frisches Geld ein und wird inzwischen mit mehr als drei Milliarden Dollar bewertet.

Quelle: ntv.de, jga/rts/AFP

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