Riekes Rückspiegel

Was war am 29. Oktober? Als Asterix erstmals Römer vermöbelte

Ein geheimnisumwobener Zaubertrank, ein gallisches Dorf und eine faszinierende Männerfreundschaft: Vor 60 Jahren erscheint das erste Abenteuer von Asterix und Obelix. Die Comics entwickeln sich zu einem Millionenerfolg.

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Wussten Sie, dass … eine der berühmtesten Comic-Figuren heute vor 60 Jahren erstmals öffentlich aufgetaucht ist? Am 29. Oktober 1959 erscheint in dem französischen Magazin "Pilote" die erste Seite von "Asterix, der Gallier". So beginnt nicht nur eine jahrzehntelange Prügelschmach für Römer, sondern auch eine weltumspannende Erfolgsgeschichte.

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Den ersten "Asterix"-Band gibt es mittlerweile auch in überarbeiteter Version.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Legende nach sind der kleine Asterix und sein gallisches Heimatdorf eine zeichnerische Sturzgeburt: Nur eine Viertelstunde sollen der Autor René Goscinny und der Zeichner Albert Uderzo angeblich gebraucht haben, um die Idee ihres Lebens zu Papier zu bringen. Und die basiert auf einer spannungsreichen Männerfreundschaft - denn wo Asterix ist, kann der wildschweinfutternde Kraftprotz Obelix nicht weit sein. Schnell spinnen Uderzo und Goscinny die erste Geschichte zu den beiden zusammen, aus den einzelnen "Pilote"-Seiten entsteht 1961 der erste Band.

Ebenso geheimnisumwoben wie die wahre Entstehungsgeschichte der Comic-Helden bleibt auch mehr als ein halbes Jahrhundert danach das Rezept für den legendären Zaubertrank, den Druide Miraculix in seinem Kessel zusammenbraut. Die Mixtur sorgt seit jeher dafür, dass die Gallier den schier ungeliebten Römern von Julius Cäsar stets eine ordentliche Tracht Prügel verpassen können und das ungleiche Paar Asterix und Obelix seine weltweiten Abenteuer mehr oder weniger schadlos übersteht.

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Die Geschichten der aufmüpfigen wie liebenswerten Gallier kommen gut an. Mittlerweile ist die Zahl der "Asterix"-Bände auf 38 angewachsen, die jüngste Ausgabe mit dem Titel "Die Tochter des Vercingetorix" ist erst vor kurzem erschienen. Längst haben sich die Abenteuer von Asterix, Obelix und Co. zur erfolgreichsten europäischen Comicreihe gemausert, insgesamt sind über die Jahrzehnte hinweg etwa 390 Millionen Exemplare über die Ladentische gegangen, 130 Millionen allein in Deutschland. Auch die Verfilmungen werden Kassenschlager.

Der gallische Kampf gegen die Mächtigen dieser Welt könnte übrigens mit viel Glück auch in ihrem Portemonnaie Einzug halten. Seit Kurzem gibt es anlässlich des 60. Jubiläums eine französische Zwei-Euro-Münze mit dem Abbild von Asterix. Allerdings nur in einer Prägeauflage von 310.000 Stück. Was wohl der Händler Quellnix dazu sagt?

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Redakteur Christoph Rieke wirft in "Riekes Rückspiegel" täglich einen Blick in die Vergangenheit.

Quelle: n-tv.de

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