Das war Montag, der 29. Mai 2018
Zum Schluss noch eine gute Nachricht aus Hildesheim: Dort blüht der uralte Rosenstock wieder. Der Legende nach soll die wilde Heckenrose tausend Jahre alt sein, zum ersten Mal erwähnt wurde sie aber erst vor 400 Jahren. Richtig eng wurde es für das Gewächs zum Ende des Zweiten Weltkriegs: Bei der Zerstörung des Doms im Jahr 1945 verbrannte auch der Rosenstock. Doch acht Wochen später seien aus der von Trümmern verschütteten Wurzel 25 neue Triebe hervorgesprossen. Diese Artikel stiegen heute auf großes Interesse:
Übrigens: Ganz hat es heute mit dem Hitzerekord nicht geklappt - es war nicht der heißeste Mai-Tag seit 1892, dafür aber immerhin der heißeste Tag des Jahres. Ich hoffe, Ihre Heimstatt ist jetzt nicht kanonenheiß - gute Nacht!
SPD will Incirlik-Entscheidung erzwingen
Dass der türkische Präsident Erdogan immer wieder deutschen Abgeordneten verbietet, die Bundeswehrsoldaten am Luftwaffenstützpunkt Incirlik zu besuchen, ist eine Dauerbelastung für die beidseitigen Beziehungen. Der SPD wird das nun offenbar zu bunt. Wie die dpa aus Fraktionskreisen erfuhr, will die Bundestagsfraktion morgen einen Beschluss zu einem Abzug der deutschen Soldaten fassen. Das wäre allerdings erstmal nur eine Absichtserklärung, da der Koalitionspartner CDU bei der tatsächlichen Entscheidung über einen Abzug auch noch mitzureden hätte. Und deren Generalsekretär Tauber hat davor schon gewarnt.
Knallkörper verletzt Ordner beim Relegationsspiel
Schon beim DFB-Pokalfinale zündeten Ultras von Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt bei so ziemlich jedem Spielereignis Pyrofackeln - auch beim Relegationsspiel in Braunschweig kommt es nun dazu. Doch diesmal wird ein Ordner verletzt.
Unmittelbar vor dem Anpfiff der zweiten Halbzeit zwischen Braunschweig und Wolfsburg zündeten Anhänger im Fanblock der Eintracht Pyrotechnik und Böller.
Ein Mitarbeiter des Ordnungspersonals fiel zu Boden und wurde von Sanitätern behandelt.
Update 22:20 Uhr: Wolfsburg hat's geschafft, der Verein bleibt erstklassig. Mehr dazu hier.
Hitze lässt Kiste mit Weltkriegsmunition explodieren
Ich mache mir schon Sorgen, mein Fahrrad in der Hitze stehen zu lassen. Ich fürchte, die Reifen könnten platzen - aber das wäre im Vergleich zu dem, was nun in Hennef an der Sieg (NRW) passiert ist, an Harmlosigkeit kaum zu überbieten. Dort ist eine Kiste mit Munition aus dem Zweiten Weltkrieg explodiert.
Polizei und Feuerwehr waren im Großeinsatz, als sei ankamen, gab es weitere Detonationen, eine Garage brannte ab. Weil weitere Explosionen nicht auszuschließen waren, musste sich die Feuerwehr sogar vorübergehend zurückziehen. Die Gefahrenzone wurde auf 100 Meter ausgeweitet, eine Bahnstrecke wurde gesperrt.
Es stellte sich schließlich heraus, dass in einer großen Kiste Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg gelagert waren, die vermutlich durch die starke Hitze explodierten. Der 51-jährige Hausbewohner sagte, er habe die Munition auf einem Trödelmarkt erworben.
Gegen ihn wird jetzt wegen Verstoßes gegen das Waffen- beziehungsweise Kriegswaffenkontrollgesetz ermittelt.
So notierte sich Kennedy die vier berühmten Worte
Kaum ein Zitat aus einer Rede ist heute bekannter als "Ich bin ein Berliner" von John F. Kennedy. Der damalige US-Präsident gab damit damals die Menschen im Westteil der (heutigen) deutschen Hauptstadt neuen Mut - sie glaubten nach seinem Besuch am 26. Juni 1963 fest daran, dass die USA Berlin nicht aufgeben würden. Und wie sich der Amerikaner die vier berühmt gewordenen Worte notierte, zeigt obiger Tweet: "Ish bin ein Bearleener".
Ich habe noch einmal nachgezählt und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass Kennedy tatsächlich vier berühmte Worte sprach. Nicht drei.
Tiger tötet Tierpflegerin
Ob die Frau sich zu sicher fühlte? Sich der Raubkatze falsch angenähert hat? Alles noch unbekannt. Aber in Großbritannien hat ein Tiger eine Tierpflegerin angefallen und getötet. Es passierte im Zoo von Hamerton in der südostenglischen Grafschaft Cambridgeshire. Der Zoo wurde geräumt, für Besucher habe aber keine Gefahr bestanden hieß es.
Startpistole zu laut - Belgischer Premier muss zum Arzt
Als Spitzenpolitiker muss man sich nicht nur durch Aktenberge wühlen und anderen Spitzenpolitikern die Hand schütteln, sondern manchmal auch Sportfeste eröffnen. Dem belgischen Premierminister Charles Michel bringt das nun eine Behandlung ein. Er stand direkt neben Prinzessin Astrid, die beim 20-Kilometer-Rennen in Brüssel die Startpistole abfeuerte. Das war zu nah. Er erlitt einen Hörschaden und muss nun mehrmals zum Arzt.
Raser nach Unfall in Hagen vor Gericht
Altes Ehepaar wegen 1,44 Euro vor Gericht
Wegen eines Streitwertes von 1,44 Euro musste sich ein Ehepaar in München vor dem Amtsgericht verantworten. Der 64 Jahre alte Mann und seine ein Jahr ältere Frau hatten aus einem Glascontainer Pfandflaschen gefischt - dazu nutzten sie einen Greifarm. Die 18 Flaschen waren besagten Kleinbetrag wert. Anwohner riefen die Polizei. Doch die beiden Flaschensammler kommen ohne Strafe davon. Der Richter lehnte eine Strafe ab, weil kein messbarer Schaden enstanden sei.
Videos des Tages
Bundeswehr testet Umstandsmode für Soldatinnen
Die Bundeswehr soll familien- und frauenfreundlicher werden - diese Losung hat Verteidigungsministerin von der Leyen schon zu Beginn ihrer Amtszeit ausgeben. Nun zeigt sich, was das konkret heißen könnte. So testet die Truppe gerade Umstandsmode für Schwangere. Immerhin gebe es derzeit 20.000 Soldatinnen, rund 400 von ihnen erwarteten derzeit ein Kind, heißt es auf der Homepage der Streitkräfte. 60 Frauen testen nun die neuen Uniformen. Hat das Erfolg könnten sie im kommenden Jahr Standard werden.
50.000 Menschen in Türkei nach Putschversuch inhaftiert
Fast jede Woche wird gemeldet, wer wieder alles in der Türkei festgenommen wurde. Nun wurde die 50.000er-Marke geknackt. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete am Sonntagabend unter Berufung auf das Justizministerium, unter diesen 50.136 Untersuchungshäftlingen seien 8816 Polizisten, 6982 Soldaten (davon wiederum 167 Generäle), 2431 Richter und Staatsanwälte sowie 23 Provinzgouverneure. Und Deniz Yücel sitzt auch noch in Haft. Nach 7112 Verdächtigen werde gefahndet.
Söder: Soli-Zuschlag bis 2024 abschaffen
Für den Solidaritätszuschlag hatten sicher viele nach der Wende großes Verständnis - diente er doch dem Aufbau Ost. Doch nicht erst jetzt, fast 27 Jahre nach der Wiedervereinigung, steht die große Frage im Raum, wie lange dieser eigentlich noch gezahlt werden muss. Finanzminister Schäuble hat schon angekündigt, ihn ab 2020 innerhalb von zehn Jahren schrittweise abzuschaffen. Nun legt Bayerns Finanzminister Söder noch eins drauf. Beim Jahreskongress der Steuerberater sagte er, der Soli solle nach 2019 "vielleicht in fünf Jahren" und möglichst noch früher abgeschafft werden. 2019 läuft der Solidarpakt aus, der die Grundlage für den Soli ist.
Sandro Schwarz neuer Mainz-Trainer
Die gerade zu Ende gegangene Saison in der Fußball-Bundesliga war für den FSV Mainz 05 nicht besonders erfolgreich - Trainer Christian Schmidt erreichte mit der Mannschaft nur das Minimalziel Klassenerhalt. Dass er gehen würde, war schon länger klar, nun gibt es einen Nachfolger - und der kommt wie in den vergangenen Jahren aus den eigenen Reihen. Es ist U23-Trainer Sandro Schwarz.
Mehr dazu lesen Sie im Sport-Tag.
Assad-Truppen kontrollieren wieder fast ganz Damaskus
Immer wieder kam es in den vergangenen Jahren auch in der syrischen Hauptstadt Damaskus zu Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Rebellen - damit ist es nun wohl zumindest vorerst vorbei. Laut Syrischer Beobachtungsstelle für Menschenrechte sind heute die letzten kämpfenden Assad-Gegner aus dem Viertel Barse im Nordosten der Großstadt abgezogen. Mit Bussen hätten sie sich in die Rebellengebiete im Norden aufgemacht. Insgesamt seien gut 1000 Menschen abgefahren, knapp die Hälfte davon Kämpfer. Damit übt das Assad-Regime erstmals seit 2013 wieder die Kontrolle über fast ganz Damaskus aus.
USA diskutieren über Merkel-Äußerungen
Merkels "Bierzeltrede" führt zu kontroversen Reaktionen in den USA - die sehen unter anderem so aus:
Der prominente demokratische Abgeordnete von Kalifornien, Adam Schiff, bedauerte ein Ende der besonderen Beziehungen zwischen den USA und Deutschland. "Wenn der Präsident der Vereinigten Staaten das einen großen Erfolg nennt, tut es mir leid", sagte Schiff.
Richard Haas vom Think Tank Council on Foreign Affairs beschrieb Merkels Äußerungen als eine Wasserscheide in den Beziehungen beider Staaten. "So etwas haben die USA seit dem Zweiten Weltkrieg zu vermeiden versucht", sagte Haas.
Die Kolumnistin Anne Applebaum twitterte: "Seit 1945 haben erst die UdSSR und dann Russland versucht, einen Keil zwischen Deutschland und die USA zu treiben. Dank Trump hat Putin es geschafft."
Auf der rechtspopulistischen Seite "Breitbart News" kommentierten Tausende einen Agenturbericht über Merkels Rede. Tenor der kritischen und mitunter ausfälligen Anmerkungen: Merkel habe sich mit ihrer Flüchtlingspolitik bereits von einer gemeinsamen Politik mit den USA verabschiedet und habe ihr Land verraten.
"Satanist von Witten" gesteht erstmals Ritualmord
Er wurde als "Satanist von Witten" bekannt - vor 16 Jahren verurteilt ein Gericht Daniel W. wegen eines grausamen Ritualmordes. Mittlerweile sitzt er wieder auf der Anklagebank. Dem heute 41-Jährigen wird vorgeworfen aus der Haft heraus, die Ermordung seiner Ex-Frau geplant zu haben. Die Vorwürfe streitet er ab - dafür hat er nun zum ersten Mal eingeräumt, tatsächlich den Ritualmord begangen zu haben.
"Die Sache von damals ist vollkommen zurecht abgeurteilt worden", sagte er den Richtern. In dem damaligen Prozess um den Ritualmord hatte er noch geschwiegen, danach sogar ein Buch geschrieben, indem er seine Unschuld beteuert hatte.
Der Angeklagte hatte 2001 mit seiner später ebenfalls verurteilten Ehefrau einen Arbeitskollegen in eine Wittener Wohnung eingeladen. Der Gast wurde mit 66 Hammerschlägen und Messerstichen getötet.
So rechtfertigt Putin Empfang von Le Pen
Den Händedruck mit Macron hat Russlands Präsident Putin bei seinem Besuch in Paris mit Bravour überstanden, dafür gibt es allerlei Heikles zu bereden. Zum Beispiel die Vorwürfe, Russland habe sich in den französischen Wahlkampf eingemischt. So richtig glasklar bewiesen ist das allerdings nicht. Unstrittig ist dagegen, dass Putin vor einigen Wochen Marine Le Pen empfing und ihr damit internationales Format verlieh. Geschadet hat es ihr vermutlich nicht. Das rechtfertigt Putin nun so:
Das sei keine Einflussnahme auf die Wahl gewesen, sagte er nach seinem Treffen mit Präsident Macron. Le Pens Eintreten für den Erhalt nationaler Identitäten in Europa habe seine Berechtigung, sagte Putin.
Die Chefin der Front National sei mehrfach in Moskau gewesen, sie sei stets für ein enges Verhältnis zu Russland eingetreten. "Warum hätten wir ihr absagen sollen?", fragte Putin.
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67-Jähriger stirbt beim Schnapsbrennen
Ein als erfahren geltender Schnapsbrenner ist in Baden-Württemberg ums Leben gekommen.
Er starb durch schwere Verbrennungen, teilt die Polizei mit. Das Unglück hatte sich am Samstag auf dem Anwesen des Mannes in Durbach bei Offenburg an der Destillationsanlage ereignet.
Der langjährig erfahrene Obstbrenner war dabei, Feinbrand herzustellen. Wie es genau zu dem Unglück kam, ist noch unklar. Angehörige fanden den Mann leblos neben der Destillationsanlage. Er starb noch am Unglücksort. Die Leiche soll nun obduziert werden.
Merkel zweifelt nochmal öffentlich an US-Regierung
Der aktuelle US-Präsident hat nicht nur in seinem Heimatland historisch niedrige Umfragewerte. Bei Europas Regierungen dürfte es ähnlich aussehen. Kanzlerin Merkel macht das nun noch einmal deutlich. Deutschland und die EU könnten sich nicht mehr völlig auf Partner verlassen, sagte sie heute beim Nachhaltigkeitsrat in Berlin. Der Streit über das Pariser Klimaschutzabkommen auf dem G7-Gipfel mit den USA habe gezeigt, wie "lang und steinig" der Weg der Umsetzung sei, so die CDU-Chefin. Es sei deshalb richtig gewesen, dass die anderen G7-Partner deutlich gemacht hätten, dass sie anders als die US-Regierung das Klimaabkommen unterstützen und umsetzen würden. Die Worte scheinen sich aber vor allem auf die aktuelle Regierung in Washington zu beziehen, nicht auf die USA insgesamt. Als überzeugte Transatlantikerin wisse sie, dass diese Beziehungen mit den USA für die Europäer von "überragender Bedeutung" seien und auf gemeinsamen Werten und Interessen beruhten, sagte Merkel.
Mehrere Menschen in Moskau von Bäumen erschlagen
Wir könnten uns in der Sonne aalen, wenn wir wollten - die Menschen in Moskau müssen dagegen noch auf den Sommer warten. Dort toben lebensgefährliche Unwetter.
Bei schweren Stürmen sind dort mindestens acht Menschen von Bäumen erschlagen worden. Dutzende wurden verletzt.
Insgesamt seien Hunderte Bäume umgestürzt, twitterte Bürgermeister Sergej Sonjanin.
7000 Haushalte müssten derzeit ohne Strom auskommen.
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Schlagzeilen zum Feierabend
Königspython sonnt sich auf pfälzischem Radweg
So eine Würgeschlange würgt nicht den ganzen Tag - manchmal möchte ein Königspython auch einfach mal die Sonne genießen. Daher machte es sich ein rund 1,50 Meter langes Exemplar nun auf einem Radweg bei Bergzabern in Rheinland-Pfalz bequem. Eine Radfahrerin machte ein Foto, bevor das Tier sich davonschlängelte. Giftig sind die aus Afrika stammenden Tiere übrigens nicht. Der jetzige Aufenthaltsort der Schlange ist unbekannt - aber ich tippe aufs Freibad.
Hessischer Herkules darf wieder nackt posieren
Eine Posse rund um eine hessische Statue und ein eher prüdes soziales Netzwerk geht versöhnlich zu Ende. Die Kasseler Herkules-Statue darf nun auf Facebook wieder mit nacktem Gesäß gezeigt werden. Was da los war? Facebook hatte leicht übereifrig ein Foto der Statue gesperrt. Dass der Muskelmann darauf ganz nackt zu sehen war, galt dem Netzwerk als anstößig - so wie Nacktheit insgesamt. Und wie reagierte das Regionalmanagement Nordhessen? Umhüllte das Gesäß per Bildbearbeitung mit einem roten Höschen. Woraufhin dann - so ebenfalls auf Facebook zu beobachten - sich zahlreiche Betrachter virtuell auf die Stirn klatschten. Jetzt ist aber alles wieder gut. Das Bild wurde wieder freigegeben, Facebook entschuldigt sich. "Unsere Mitarbeiter sichten pro Woche Millionen von Werbebildern. In manchen Fällen liegen wir dann auch falsch. Dieser Fehler wurde behoben und Herkules kann sich nun auf Facebook wieder zeigen, wie er ist", sagte ein von Facebook beauftragter Sprecher. Gott sei Dank.
Gabriel spricht USA Führungsrolle ab
In den USA hört man genau zu, wenn deutsche Spitzenpolitiker etwas zum beiderseitigen Verhältnis sagen - dass Deutschland ein wichtiger Verbündeter ist, da sind sich alle einig. Gerade deswegen haben ja Merkels Bierzeltäußerungen so viele drüben aufgeschreckt. Die Kanzlerin wiegelte mittlerweile wieder ab, dafür legt nun nochmal der Außenminister nach. Sigmar Gabriel spricht den USA unter Trump eine Führungsrolle in der westlichen Wertegemeinschaft ab.
Der SPD-Mann sprach in Berlin von einem "Ausfall der Vereinigten Staaten als wichtige Nation".
Es habe sich am Wochenende nicht nur um einen missglückten G7-Gipfel gehandelt.
"Das ist leider ein Signal für die Veränderung im Kräfteverhältnis der Welt", sagte Gabriel nach einem Treffen mit Vertretern internationaler Organisationen zur Flüchtlingskrise. "Der Westen wird gerade etwas kleiner."
Mehr dazu hier.
Russische Zahnärztin zieht 22 gesunde Zähne
Eine Zahnärztin in St. Petersburg muss sich wegen Betrugs verantworten. Sie soll einer Patientin 22 gesunde Zähne gezogen haben. Laut Behörden habe sie aus der unnötigen Behandlung Profit schlagen wollen.
Für die Behandlung soll die Ärztin insgesamt rund 850 000 Rubel (rund 13 500 Euro) kassiert haben. Der Vorfall habe bereits vor drei Jahren stattgefunden.
Die Behörden untersuchen nun weitere Beschwerden, bei denen die Ärztin ähnliche Behandlungen unternommen haben soll.
Draghi verbreitet vorsichtigen Optimismus
EZB-Chef Draghi spricht gerade vor dem EU-Parlamentsausschuss - und was wir dort hören, hört sich ganz gut an. Den Aufschwung in Europa beschreibt er als "zunehmend solide und breiter", der Inflationsdruck sei "weiter gedämpft" und die Abwärtsrisiken nähmen weiter ab. Das hört sich nach vorsichtigem Optimismus an.
Macron empfängt Putin mit kräftigem Händedruck
Als Frankreichs Präsident Macron seinen Kollegen aus den USA traf, machte er Schlagzeilen mit einem besonders kräftigen Händedruck. Nun ist auch Wladimir Putin in den Genuss des Pariser Prankenquetschers gekommen. Wie das Treffen verlaufen ist, lesen Sie dann im Laufe des Tages in der ausführlichen Meldung.
Schichtwechsel
Über die Autorin
Unser Meteorologe Björn Alexander sagt, es könnte heute der heißeste Mai-Tag seit Beginn der Aufzeichnung im Jahre 1892 werden. Cool, oder? Ich heiße Volker Petersen und wünsche einen guten Tag. Kontakt: volker.petersen (at) nama.de oder bei Twitter. ]
William, Kate und der Nachwuchs zeigen sich ganz entspannt
Einer der Hauptvorteil am Royalsein ist es meiner Ansicht nach, dass immer ein Profi-Fotograf die Familienfotos schießt. Dann kommen so hübsche Bilder wie dieses von William, Kate, George und Charlotte heraus, der berühmtesten britischen Kleinfamilie. Dieses Bild entstand für das GQ-Magazin, dem Prinz William ein Interview gegeben hat. Darin sagte er unter anderem, dass er traurig ist, dass seine Mutter Diana seine Familie nicht mehr kennenlernen konnte.
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Zu viel Smartphone-Gebrauch macht Kinder krank
Die Bundesdrogenbeauftragte hat die Blikk-Medienstudie vorgestellt. Darin geht es vor allem um Smartphones und ihren Einfluss auf kindliche Entwicklung. Die Ergebnisse:
Konzentrationsstörungen treten bei 8-13-Jährigen sechs Mal häufiger auf, wenn sie mehr als eine Stunde am Smartphone hängen.
Insgesamt gebe es 660.000 Internetabhängige und 2,5 Millionen "problematische Internetnutzer" in Deutschland.
Kinderärzte empfehlen, dass Kinder nicht vor ihrem 12. Geburtstag ein Smartphone bekommen sollten.
Mehr dazu hier.
Frau mischt Chefin über Jahre Abführmittel ins Wasser
Sind Sie manchmal angefressen von Ihrem Chef? Wenn das so ist, sollten Sie sich an der folgenden Geschichte bitte kein Beispiel nehmen:
In Tschechien ist eine 55-jährige Frau zu drei Jahren Haft und einer Entschädigungszahlung verurteilt worden, weil sie ihrer Chefin jahrelang immer wieder Abführmittel ins Trinkwasser gemischt hat.
Die Chefin hatte seit Mai 2013 unerklärliche gesundheitliche Probleme - Bauchschmerzen, Schwindel, Müdigkeit und Gliederschmerzen. Weil sie einen Verdacht hegte, installierte sie eine versteckte Kamera in ihrem Büro, die ihre Angestellte bei frischer Tat aufzeichnete: Sie mischte Abführmittel ins Glas und rührte mit einem Kugelschreiber um.
Die Täterin gestand die Tat dennoch nicht und zeigte keine Reue, daher die harte Strafe. Offenbar hatte sie so gehandelt, weil sie der Karriere ihrer Vorgesetzten schaden wollte.
Verliert Frauke Petry ihre Direktkandidatur?
Frauke Petry ist Direktkandidatin für die AfD im Wahlkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge. Der Kreisverband hatte sich im November 2016 mit 92 Prozent Zustimmung nominiert. Doch jetzt könnte sie die Kandidatur verlieren:
Dem Kreisparteitag liegen mehrere Anträge auf Entzug der Kandidatur vor, wie der Verband mitteilte.
Am 11. Juni findet der Parteitag statt, dann könnte Petry, die in Teilen der Partei umstritten ist, eine herbe Schlappe erleben.
In den Bundestag dürfte sich jedoch in jedem Fall kommen: Sie ist auf Platz 1 der sächsischen Landesliste der AfD. Damit ist ihr Einzug ins Parlament so gut wie sicher.
Bundestag will erneut Einheitsdenkmal beschließen
Kommt es nun also doch, das Denkmal für die Deutsche Einheit in Berlin?
Am Donnerstag will der Bundestag zum nun dritten Mal beschließen, dass das Bauwerk vor dem neu entstehenden Berliner Stadtschloss errichtet werden soll.
Wozu der wiederholte Beschluss? Der Haushaltsausschuss hatte das 2007 und 2008 bereits verabschiedete Projekt immer wieder gestoppt. Grund: Die Kosten liefen aus dem Ruder.
Nun kommt der erneute Beschlussantrag der Regierungsfraktionen, das Projekt umzusetzen.
Russischer Hersteller testet neuen Mittelstreckenjet
Der russische Flugzeughersteller Irkut meldet den erfolgreichen Testflug der neuen Mittelstreckenmaschine MS-21 in Irkutsk.
"Die Mission ist erfüllt. Alles ist normal verlaufen", sagte der Pilot. Das wurde auch Zeit, könnten Spötter einwenden: Der Testflug war mehrmals verschoben worden.
Mit der MS-21 will Irkut die Boeing 737, der 737-MAX, dem A320 und dem A320neo Konkurrenz machen.
Auch der chinesische Hersteller Comac buhlt um die Gunst der Kunden solcher Maschinen. Die Russen liegen bei den Bestellungen noch weit hinten.
Schulz: Trump versucht "politische Erpressung"
Kanzlerin Merkel äußert sich im Bierzelt deutlich über US-Präsident Trump. SPD-Kanzlerkandidat Schulz will ihr da in nichts nachstehen. In einem Gastbeitrag für den "Tagesspiegel" schreibt er:
Trump versuche eine "politische Erpressung": "Der neue US-Präsident setzt nicht auf internationale Kooperation, sondern auf Isolationismus und das vermeintliche Recht des Stärkeren."
"'America first' heißt in der Trump'schen Logik auch: Abschied von der mühsam ausgehandelten Pariser Klimaschutzvereinbarung, Demontage der Vereinten Nationen, politische Erpressung statt internationale Diplomatie."
"Wir Europäer dürfen uns der Aufrüstungslogik eines Donald Trump nicht unterwerfen. Wir dürfen unser Ziel, die Globalisierung fair zu gestalten, nicht aufgeben."
Schlagzeilen zur Mittagspause
Jugendlicher findet totes Baby neben Strohballen
Traurige Geschichte aus dem baden-württembergischen Mengen im Kreis Sigmaringen:
Ein Jugendlicher entdeckt in der Nähe eines Bauernhofes ein totes Baby. Es liegt neben mehreren Strohballen.
Jetzt wird das Kind obduziert, um Alter, Todesursache und Todeszeitpunkt festzustellen. Womöglich kam das Kind schon tot zur Welt. Ergebnisse werden am Mittag erwartet.
Die Polizei bittet Zeugen um Hilfe. Wer verdächtige Personen an dem Hof zwischen der Gemeinde Krauchenwies und dem Mengener Ortsteil Rulfingen gesehen hat, soll sich bei der Kriminalpolizei Sigmaringen melden.
Verdächtiges Auto in Berlin entpuppt sich als harmlos
Viel Lärm um nichts in der Berliner Hauptstraße:
Die Drähte, die in dem verdächtigen Auto im Stadtteil Schöneberg gesehen wurden, gehören offenbar zu einer selbstgebastelten USB-Ladestation.
Ein BMW war aufgefallen, weil Drähte und ein Benzinkanister auf der Rückbank zu sehen gewesen sind. Die Polizei hatte die Straße gesperrt, eine Kita geräumt und das Bombenräumkommando kommen lassen (siehe Eintrag von 09:58 Uhr). Mit einem ferngesteuerten Roboter wurde das Auto geöffnet und der verdächtige Gegenstand rausgeholt.
Kurz darauf wurde die Polizei auch des Halters habhaft. Er wird nun überprüft - schließlich sollen die Kennzeichen gestohlen gewesen sein.
Noch immer Ausfälle bei British Airways
Am Wochenende ging bei British Airways fast gar nichts mehr, eine Computerpanne war schuld. Und jetzt?
Es gibt noch immer Ausfälle, sagt die Fluglinie. Allerdings läuft der Betrieb jetzt wieder an.
Betroffen sind die Kurzstrecken, die Langstreckenflüge sollten alle gehen.
Am Wochenende, einem Feiertagswochenende in Großbritannien, fielen hunderte Verbindungen aus. Der Schaden ist noch nicht beziffert, es ist von 2,7 Prozent des erwarteten operativen Gewinns des laufenden Jahres die Rede.
Fall Amri: Ermittler nehmen Berliner Polizisten ins Visier
Allzu oft kommt es wohl nicht vor, dass Polizisten Razzien bei Polizisten durchführen. In Berlin gab es genau das jetzt:
Am Wochende wurden Wohnräume und Arbeitsplätze mehreren Polizisten durchsucht.
Es sollten Beweismittel - Handys, Laptops und Speichermedien - gesichert werden, die belegen könnten, dass Ermittlungsakten über den Attentäter Anis Amri manipuliert worden sind.
Die Ermittlungen gehen zurück auf eine Anzeige von Berlins Innensenator Andreas Geisel. Schließlich liegt der Verdacht nahe, dass der Anschlag vom Breitscheidplatz hätte verhindert werden können.
Mehr zu den Razzien finden Sie hier.
Astro-Alex' neue Mission heißt "Horizons"
Alexander Gerst fliegt wieder ins All. Und er hat ein paar Details seiner Mission im kommenden Jahr genannt:
Die Mission soll "Horizons" heißen. Gerst: "Horizonte sind dabei nicht nur geografisch gemeint, sondern auch wissenschaftlich."
Auch ein Logo zeigte Gerst. Es zeigt einen Horizont und eine Linie, die ein abfliegendes Raumschiff andeuten könnte. Außerdem ist das Profil eines menschlichen Gesichts erkennbar.
Der 41-Jährige startet voraussichtlich am 28. April 2018 zum zweiten Mal zur Internationalen Raumstation (ISS). Dieses Mal soll er sechs Monate weg sein.
Hier finden Sie mehr über die Mission und die heutigen Ankündigungen.
USA fliegen dreimal so viele Angriffe in Afghanistan wie 2016
Im Anti-Terror-Kampf haben die USA in den zurückliegenden Monaten ihre Maßnahmen verstärkt:
Zwischen Januar und Ende April flog die Luftwaffe 898 Angriffe. Im selben Zeitraum im Jahr 2016 waren es weniger als 300.
Bis Ende April wurden 917 Geschossen abgefeuert. Im gesamten vergangenen Jahr waren es rund 1300.
Die Offensive geht noch auf Obama zurück, der den Streitkräften erweiterte Befugnisse für Angriffe gegeben hatte.
Gericht stellt Verfahren gegen Schlecker-Gattin ein
Christa Schlecker ist nicht vorbestraft, das Landgericht Stuttgart hat das Verfahren gegen sie eingestellt.
Schlecker zahlt im Gegenzug 60.000 Euro an gemeinnützige Organisationen. Die Summe entspricht dem Honorar, das Christa Schlecker als Beraterin des Schlecker-Konzerns im Jahr 2012 bekam, obwohl das Imperium längst pleite war.
Die Staatsanwaltschaft ist einverstanden, weil die Vorwürfe gegen Christa Schlecker nicht so schwer wiegen.
Anton Schlecker und seine Kinder Meike und Lars müssen dagegen weiter mit einer Strafe rechnen. Schlecker hatte dem Nachwuchs ab 2009 rund 25 Millionen Euro zugeschanzt - Geld, das eigentlich den Gläubigern des Konzerns zugestanden hätte.
Hier finden Sie mehr über die aktuelle Entwicklung im Schlecker-Prozess.
Berliner Polizei untersucht verdächtiges Auto
In Berlin geht aktuell in der Hauptstraße im Stadtteil Schöneberg nichts. Warum?
Die Polizei untersucht ein verdächtiges Fahrzeug. Ein Sprecher zur "Bild"-Zeitung: "Da sind ein paar Drähte am Auto."
Der RBB berichtet, auf der Rückbank des dort abgestellten Fahrzeugs sei ein Benzinkanister.
Es sind Sprengstoffexperten am Werk, die nun entscheiden sollen, wie es weitergeht.
Wir halten Sie auf dem Laufenden!
Update 10:57 Uhr:
Die Polizei schickt einen Entschärfungsroboter zu dem Auto, es sind mehrere Häuser und eine Kita geräumt worden:
Zudem heißt es, die Kennzeichen des Autos seien als gestohlen gemeldet.
Update 11:40 Uhr:
Alles harmlos, der Gegenstand mit den Drähten war nicht gefährlich. Alles weitere im Eintrag von 11:40 Uhr.
BMW schließt Werke vorübergehend
Im chinesischen Shenyang und im südafrikanischen Rosslyn stehen bei BMW heute die Bänder still. In Leipzig wird nur wenig gearbeitet. Warum?
Es fehlt ein wichtiges Bauteil für die Modellreihen 1er, 2er, 3er und 4er. Es handelt sich dabei um Lenkgetriebe.
Bei BMW gibt man sich gelassen. Es sei möglich, Produktionsrückstände wieder aufzuholen, wenn sie denn begrenzt bleiben.
Auch an der Börse tat sich beim BMW-Kurs zunächst wenig. Analysten denken aber, dass sich das je nach Länge dieser Krise ändern könnte.
Barbra Streisand trauert um ihre Hündin Samantha
Lange Jahre war Samantha die Frau an Barbra Streisands Seite, jetzt ist sie tot. Die Hündin der Rasse Coton de Tuléar verstarb im Alter von 14 Jahren. Und so geht es Streisand jetzt:
Ja, ja, schon klar, es gibt Wichtigeres auf der Welt ...
Schlagzeilen am Morgen
Trump richtet einen "War Room" ein
Neun Tage im Ausland - und zu Hause wartet nichts als Ärger. Die Russland-Affäre setzt den US-Präsidenten Trump mächtig unter Druck. Jetzt plant er das:
Er will einen "War Room", also eine Art Krisenzentrum, im Weißen Haus einrichten, um die Probleme zu bewältigen.
Medien berichten, Ziel sei es, der nicht abreißenden Serie schädlicher Enthüllungen im Zusammenhang mit Kontakten seines Wahlkampflagers zu Russland aggressiver entgegenzutreten.
Der "New York Times" zufolge wird im Weißen Haus an einem "Plan zur Schadensbegrenzung" gearbeitet. Trumps Team von Privatanwälten solle ausgeweitet und sein Kommunikationsteam neu organisiert werden - der "Washington Post" zufolge wahrscheinlich mit einer gestutzten Rolle für den bedrängten Pressesprecher Sean Spicer.
Hier finden Sie weitere Details über Trumps Krisenbewältigungsplan.
Wo heute die Hitzerekorde fallen könnten
Hier noch was aus der Abteilung Rekordhitze. Gestern war es in Rheinland-Pfalz und im Saarland am heißesten: Brauneberg-Juffer 34,5 Grad, Trier 34,3 Grad oder Saarbrücken-Burbach 34,2 Grad. Heute breitet sich der Hitzepol nach Nordrhein-Westfalen aus. Besonders dort können neue Rekorde für das letzte Mai-Drittel geknackt werden. Die heißesten Werte stammen vielerorts aus dem Jahr 2005 und liegen in Aachen bei 34,8 Grad, in Essen, Münster/Osnabrück und Düsseldorf bei rund 32 Grad. Heute erreichen die Spitzenwerte in NRW stellenweise bis zu 36 Grad. Die deutschlandweit höchste Temperatur im Mai wurde übrigens im Jahr 1892 gemessen. Und zwar in Berlin-Tempelhof mit 35,5 Grad. Ein heißes Rennen also um den Allzeit-Mairekord.
Junge schießt über Rand einer Wasserrutsche
Schröder nennt Steinbrück angeblich "Spießbürger"
Was ist nur mit der SPD los? Ex-Kanzlerkandidat Steinbrück fährt Kanzlerkandidat Schulz in die Parade. Und was sagt Ex-Kanzler(kandidat) Schröder dazu?
Die "Bild"-Zeitung will erfahren haben, dass Schröder sich am Rande des DFB-Pokal-Finales mit Schulz über Steinbrück unterhalten hat.
Dabei sagte er laut Vertrauten: "Steinbrück ist ein Spießbürger, der versucht, sich einen intellektuellen Anstrich zu geben. Und das mögen wir nicht."
Steinbrück hatte zuvor über das "Heulsusen"-Gemüt seiner Partei gesprochen und die Kandidatur von Schulz kritisiert. Steinbrücks Kandidatur vor vier Jahren war allerdings krachend gescheitert, mithin ist der Ex-Finanzminister also vielleicht nicht der beste Ratgeber.
Fußballfan meldet "Punkteraub" bei der Polizei
Der Sieg ist für die Boca Júniors zum Greifen nahe, da kommt der verhängnisvolle Pfiff:
In der vierten Minute der Nachspielzeit entscheidet der Schiedsrichter auf Strafstoß. Die Gäste von CA Huracán verwandeln zum 1:1.
Einen Boca-Fan brachte das derart in Rage, dass er den Polizei-Notruf wählte und dort einen "Raub" meldete. Wo sich die Straftat denn ereignet habe, wird er gefragt? Der Fan nennt die Adresse des Stadions. Und was geraubt wurde? Zwei Punkte und ein Elfmeter, sagt der Mann.
Argentiniens Medien freuen sich über die ulkige Geschichte. Weniger lustig wird es nun wohl für den Fans. Er muss ein juristisches Nachspiel fürchten.
Ischinger: "Nabelschnur" zu USA nicht durchtrennen
Das Verhältnis der USA zu Europa ist schwierig geworden mit dem Amtsantritt von Präsident Trump. Es sei Zeit, sich vom transatlantischen Partner vorsichtig zu emanzipieren - nicht nur Kanzlerin Merkel sieht das so:
"Die Zeiten, in denen wir uns auf andere völlig verlassen konnten, die sind ein Stück vorbei, das habe ich in den letzten Tagen erlebt. Aber wir müssen wissen, wir müssen selber für unser Schicksal kämpfen", sagt Wolfgang Ischinger, Chef der Münchener Sicherheitskonferenz, der "Bild"-Zeitung.
Und weiter: "Das bedeutet freilich zweierlei: Zum einen werden wir die Sicherheit Europas nicht weiterhin einfach an die USA auslagern dürfen, müssen also mehr für Sicherheit und Verteidigung ausgeben und die EU zum Sicherheitsprovider ausbauen."
Es sei jedoch falsch, "jetzt denen zu folgen, die die transatlantische Nabelschnur am liebsten gleich ganz durchtrennen möchten. Auch wenn’s sehr ärgerlich wird – wir Europäer können alle unsere globalen Ziele leichter durchsetzen, wenn wir sie gemeinsam mit den USA vertreten."
Die europäische Neuorientierung hat auch meinen Kollegen Hubertus Volmer beschäftigt. Lesen Sie hier seinen Kommentar zu dem Thema.
Helene Fischer nimmt Pfiffe gelassen
Beim DFB-Pokal-Finale setzte es ein gellendes Pfeifkonzert für Helene Fischers Halbzeitshow. Unangenehm für die Schlagerkönigin, aber offenbar auch kein Riesendrama. Sie sagte gestern bei "Mensch Gottschalk":
"Da muss ein Musiker vielleicht auch mal durch. Da zu stehen als Künstlerin und die geballte Testosteron-Power zu spüren ... Puh. (...) Ich hab das gar nicht als so schlimm empfunden. Ich hab mir so 'ne dicke Haut in den letzten Jahren angelegt. Haare wachsen lassen auf der Haut."
Lesen Sie hier noch einmal den Kommentar von Roland Peters zur Event-Manie beim DFB.
Tote bei Massenpanik in honduranischem Fußballstadion
Der Club Deportivo Motagua trägt das Endspiel der honduranischen Meisterschaft gegen Honduras Progreso aus. Doch das geplante Fußballfest wird zum Alptraum:
Weil die Gastgeber zu viele Tickets für das Spiel in Tegucialpa verkauft hatten, kam es beim Einlass zum Chaos.
Es entstand eine Massenpanik, als die Fans auf die Tribünen stürmten. Mindestens fünf Menschen starben, weitere rund 25 wurden verletzt.
Unglaublich, aber wahr: Das Spiel wurde dennoch angepfiffen. Angeblich hatten die Sicherheitskräfte das empfohlen, um nicht noch mehr Chaos zu verursachen.
Die Partie endete 3:0 für Gastgeber Motagua.
Hier finden Sie eine ausführliche Meldung über das Unglück.
Weitere Festnahme nach Manchester-Attentat
Eine Woche ist der Anschlag von Manchester her, die Ermittler arbeiten den Fall auf und untersuchen das Umfeld des Attentäters. Was gibt es Neues?
Die Polizei teilt mit, dass ein weiterer Verdächtiger festgenommen wurde.
Nun sind schon 14 Menschen in diesem Zusammenhang in Gewahrsam.
Nach einigen weiteren Festnahmen musste die Polizei die Verdächtigen wieder laufen lassen, der Verdacht hatte sich nicht bestätigt.
Es bleibt im ganzen Land brütend heiß
Die neue Woche startet mit Temperaturen auf Rekordniveau für Ende Mai. Abseits der frischeren Küsten und der höheren Berge bekommen wir heute verbreitet Spitzenwerte zwischen 29 und 35 Grad. Im Westen sind stellenweise sogar bis zu 36 Grad drin. Dabei ist es außerdem weiterhin sehr sonnig mit meist 10 bis 14 Sonnenstunden. Einzig bei den Nordlichtern hängen dichtere Wolken. Später bilden sich vor allem vom Münsterland bis nach Sachsen sowie Richtung Schwarzwald einzelne, teils aber kräftige Gewitter. Und auch in den kommenden Tagen sind zum Teil heftige Gewitter möglich. Hier die Details. Kommen Sie gut in und durch die heiße Zeit. Ihr Björn Alexander
Das wird heute wichtig
Das lange Wochenende ist rum, das nächste steht ja schon bevor. Es gibt also durchaus Motivationsgründe fürs Aufstehen und Anpacken - auch für uns Nachrichtenleute. Was genau beschäftigt uns heute?
Russlands Präsident Wladimir Putin ist zu Besuch bei Emmanuel Macron in Versailles.
Kanzlerin Angela Merkel verleiht den Deutschen Schulpreis 2017.
Alexander "Astro-Alex" Gerst startet nächstes Jahr zu einer neuen Weltraummission. Heute will er Details dazu verraten.
In Berlin wird die "BLIKK-Medienstudie" veröffentlicht. Es geht um den Umgang Jugendlicher mit Smartphones.
Gibt's wieder nasse Schuhe? In Braunschweig wird am Abend das Relegationsrückspiel gegen den VfL Wolfsburg ausgetragen (das Hinspiel endete 1:0 für die Wölfe).
Mein Name ist Johannes Graf, erreichbar per Mail (johannes.graf@nama.de).






