Stadion-Unglück in HondurasMehrere Menschen sterben bei Massenpanik

Es ist das entscheidende Spiel um die Fußballmeisterschaft von Honduras: Zehntausende strömen ins Stadion - zu viele. Es kommt zu einer Massenpanik mit Toten und Verletzten. Schuld daran könnte ein organisatorischer Fehler sein.
Bei einer Massenpanik vor dem Endspiel um die Fußballmeisterschaft von Honduras sind am Nationalstadion in Tegucigalpa mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 15 weitere wurden verletzt, wie die Polizei mitteilte. In einem anderen Behörden-Bericht war von mindestens fünf Toten und 25 Verletzten die Rede.
Zu der Massenpanik kam es, als die Veranstalter die Stadiontore öffneten und tausende Fußballfans zu den Tribünen strömten. Der Polizei zufolge waren mehr Eintrittskarten für das Spiel verkauft worden als das 35.000 Zuschauer fassende Nationalstadion Plätze bietet. Die Zeitung "La Prensa" berichtete von einem "Chaos" an den Zugängen und von Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Fans.
Um den Ansturm zu unterbinden, feuerte die Polizei mit Tränengas und Wasserkanonen in die Menge. Ein Krankenhaussprecher teilte mit, dass zwei Menschen noch im Stadion zu Tode getrampelt worden seien, zwei weitere seien im Krankenhaus verstorben.
Das Spiel zwischen Gastgeber Motagua und Honduras Progreso fand trotzdem statt. Motagua-Manager Eduardo Atala schrieb auf Twitter, die Sicherheitskräfte hätten empfohlen, dass Spiel nicht abzusetzen, weil das Stadion voll war. Motagua gewann das Spiel mit 3:0.