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Laut Bundessozialministerin Andrea Nahles erfolgt die Erhöhung "einem klaren und transparenten Mechanismus".
Laut Bundessozialministerin Andrea Nahles erfolgt die Erhöhung "einem klaren und transparenten Mechanismus".(Foto: dpa)
Mittwoch, 06. September 2017

Kabinett beschließt Erhöhung: Hartz-IV-Bezieher bekommen mehr Geld

Wer auf staatliche Unterstützung angewiesen ist, kann sich im neuen Jahr über etwas mehr Geld im Portemonnaie freuen. Viel ist es allerdings nicht, aber die Leistungen sollen ja vor allem der Existenzsicherung dienen.

Mit Jahresbeginn 2018 steigen die Unterstützungsleistungen für alle, die ihren Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten können. Das gilt für die Sozialhilfe, die Grundsicherung für Arbeitsuchende sowie für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, wie das Bundeskabinett beschlossen hat.

Wer Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II (Hartz IV) bezieht, erhält im neuen Jahr 416 Euro pro Monat. Die Grundsicherung für Kinder und Jugendliche vom 7. bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres erhöht sich um fünf Euro (je nach Alter des Kindes dann 240, 296 oder 316 Euro).

Die neuen Leistungssätze im Einzelnen (Veränderung gegenüber 2017 in Klammern):

  • Alleinstehend / Alleinerziehend
    416 Euro (+ 7 Euro)
    Regelbedarfsstufe 1
  • nicht-erwerbsfähige Erwachsene / Behinderte (z.B. Wohngemeinschaften)
    416 Euro (+ 7 Euro)
    Regelbedarfsstufe 1
  • Paare je Partner / Bedarfsgemeinschaften
    374 Euro (+ 6 Euro)
    Regelbedarfsstufe 2
  • Erwachsene Behinderte in stationären Einrichtungen (bis Ende 2019)
    332 Euro (+ 5 Euro)
    Regelbedarfsstufe 3
  • nicht-erwerbstätige Erwachsene unter 25 Jahre im Haushalt der Eltern
    332 Euro (+ 5 Euro)
    Regelbedarfsstufe 3
  • Jugendliche vom 14 bis unter 18 Jahren
    316 Euro (+ 5 Euro)
    Regelbedarfsstufe 4
  • Kinder vom 6 bis unter 14 Jahren
    296 Euro (+ 5 Euro)
    Regelbedarfsstufe 5
  • Kinder unter 6 Jahre
    240 Euro (+ 3 Euro)
    Regelbedarfsstufe 6

Die Kosten für Unterkunft und Heizung werden grundsätzlich in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen erbracht, soweit sie angemessen sind. Das Jobcenter orientiert sich dabei am örtlichen Niveau der Mieten auf dem Wohnungsmarkt.

Die Regelsätze werden jährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst. Als Basis dient ein Mischindex, welcher sich zu 70 Prozent aus der Preisentwicklung der regelbedarfsrelevanten Güter und Dienstleistungen und zu 30 Prozent aus der Nettolohnentwicklung zusammensetzt. Beide Werte werden vom Statistischen Bundesamt ermittelt.

Der Bundesrat muss der Anpassung noch zustimmen.

Quelle: n-tv.de

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