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Donnerstag, 04. Mai 2017

Nachschlag für GEZ-Nachfolger : Rundfunkbeitrag wird wohl kräftig steigen

Die 17,50 Euro Rundfunkbeitrag pro Monat muss jeder Haushalt zahlen, was immer wieder für Groll und Streit sorgt. Und damit wird es nicht besser, denn die Zwangsabgabe soll erhöht werden - um mehr als einen Euro.

Seit 2013 wird der Rundfunkbeitrag pro Wohnung erhoben und die derzeit fälligen 17,50 Euro pro Monat werden seitdem unter dem Begriff Rundfunkbeitrag und nicht mehr als GEZ-Gebühr eingefordert. Und nahezu jeder Haushalt muss sie zahlen - auch wer nur ein Radio oder gar kein Rundfunkgerät besitzt. Für Verbraucher gibt es wenige Möglichkeiten, sich um die Zwangsabgabe zu drücken. Die Forderungen der Rundfunkanstalten werden durch entsprechende Urteile legitimiert.

Und wie es aussieht, soll der Rundfunkbeitrag ab der Beitragsperiode 2021 auf 19 Euro und mehr pro Monat steigen. Davon geht die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) aus. Entsprechend äußerte sich KEF-Chef Heinz Fischer-Heidlberger im MDR. Zugleich schränkte er aber ein, dass es genaue Zahlen erst dann geben werde, "wenn man weiß, was 2019/2020 auf dem Tisch liegt".

Dennoch rechnet die KEF nicht damit, dass die Kosten der Rundfunkanstalten in den nächsten Jahren weiter steigen werden und es deswegen eine Beitragserhöhung in "ungewohnten Größenordnungen" geben wird. Fischer-Heidlberger würdigte zwar die "Sparbemühungen" der öffentlich-rechtlichen Sender, verwies aber darauf, dass es durch neue Techniken sowie die "Ausdehnung der Mediatheken und Telemedien" zusätzliche Aufwendungen gebe, die "finanziert sein" müssten. Das größte finanzielle Problem der Sender dürften demnach aber die Betriebsrenten der Mitarbeiter werden, die wegen der niedrigen Zinsen zu einer massiven Belastung zu werden drohen.

Im vergangenen Jahr hatte KEF für die Jahre 2017 bis 2020 noch eine Beitragssenkung auf 17,21 Euro pro Haushalt empfohlen. Zudem wird es auch bei den Rundfunkanstalten Einsparungen im Personalbereich geben. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, sollen allein bei der ARD in den kommenden drei Jahren 370 Jobs wegfallen.  

Quelle: n-tv.de

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