Ratgeber

Schutz vor Missbrauch : Schufa bietet Service gegen Identitätsklau

Werden der eigene Name oder persönliche Daten von Dritten benutzt, ist das Betrug. Dieser kann teure Folgen für das Opfer haben. Um weiteren Schaden abzuwenden, bietet die Schufa ihre Hilfe an.

Bei Identitätsdiebstahl ist eine Anzeige bei der Polizei unerlässlich.
Bei Identitätsdiebstahl ist eine Anzeige bei der Polizei unerlässlich.(Foto: imago/Martin Bäuml Fotodesign)

Opfer von Identitätsdiebstahl im Internet können sich seit Donnerstag bei der Auskunftei Schufa melden - und so kostenlos dem weiteren Missbrauch ihrer Daten vorbeugen. Die Schufa informiert ihre Vertragspartner, in diesem Fall meist Online-Händler, die weitere Betrugsversuche erkennen und verhindern können, wie Unternehmenssprecher Ingo Koch sagte. Die Schufa bietet Privatverbrauchern schon seit längerem auch gegen Gebühr den Schutz vor Identitätsmissbrauch.

Grund für das neue Angebot der Schufa sei die steigende Zahl der Fälle von Identitätsdiebstahl. In einer Umfrage der Schufa unter 2000 Verbrauchern gaben jüngst elf Prozent an, dass jemand anders unter ihrem Namen schon einmal im Internet eingekauft habe. Rechnung und Mahnungen gehen an das Opfer, der Händler bleibt meist auf seiner Forderung sitzen.

"Das ist ein Problem, und wir wollten handeln", sagte der Unternehmenssprecher. Mit dem neuen Service für Identitätsdiebstahlopfer leiste die Schufa auch einen Beitrag zur gesellschaftlichen Aufgabe, Verbraucher zu schützen.

Händler, aber auch Telekommunikationsanbieter oder Versicherungen nutzen die Schufa, um die Identität und Bonität eines Kunden zu überprüfen. Bei einem gemeldeten Identitätsmissbrauch erhalten sie künftig eine Warnung und können sich beim Käufer rückversichern, ob dieser tatsächlich etwas bestellt oder gekauft hat. Voraussetzung für die Meldung eines Identitätsdiebstahls bei der Schufa ist, dass das Opfer zuvor eine Anzeige bei der Polizei erstattet hat.

Schon seit rund 18 Monaten bietet die Schufa Verbrauchern an, sie bei einem Identitätsdiebstahl im Internet zu informieren - und bei der Löschung oder Sperrung missbräuchlich verwendeter Daten zu helfen. Gegen eine Einmalzahlung und eine monatliche Gebühr überwacht die Schufa täglich, ob persönliche Daten eines Kunden im Netz genannt werden, und informiert ihn per SMS oder E-Mail, wie das Unternehmen erklärte. Werden Daten zu Unrecht veröffentlicht, fordert die Schufa bei den verantwortlichen Stellen, diese zu löschen oder zu sperren.

Persönliche Daten - Adressen, Ausweise, Bankkonten, E-Mail-Konten, Kredit- und Kundenkarten - seien von Unbefugten häufig sehr einfach zu beschaffen und würden auf einschlägigen Internetseiten gehandelt, erklärte die Schufa. Laut Unternehmenssprecher Koch hat die Schufa rund zwei Millionen Privatkunden, die den Schutz vor Identitätsmissbrauch oder ähnliche Dienstleistungen nutzen. Die Schufa ist die größte deutsche Auskunftei mit Einträgen über 66 Millionen Verbraucher.

Quelle: n-tv.de

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