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Neuer Scheinwerfer geht in Serie BMW-Laserlicht leuchtet 600 Meter weit

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Wer Laserlicht einsetzt, verdoppelt die Reichweite des LED-Fernlichts.

Laterne, Halogen, Xenon, LED und nun Laser: Die Geschichte des Auto-Scheinwerfers ist um ein Kapitel reicher - und die Straße doppelt so hell wie zuvor.

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Der Fahrer kann weiter gucken und nimmt Gefahrensituationen früher war.

Wenn der Hybrid-Sportwagen BMW i8 im Juni auf den Markt kommt, will er Vorbild für die Verbindung von Fahrspaß und Sparspaß sein. Ab der zweiten Jahreshälfte soll er dann zudem als im Wortsinn leuchtendes Beispiel vorausfahren: Mit dem i8 stattet BMW als erster Hersteller ein Serienfahrzeug mit dem neuen Laserlicht aus.

Das erhellt die Straße besser als herkömmliche Scheinwerfer. Im High-Tech-Auto i8 kommt es als Fernlicht zum Einsatz, leuchtet mit 600 Metern Reichweite doppelt so weit wie gängiges Fernlicht.

Sichtbarer Vorteil

Dementsprechend deutlich merkt man den Helligkeitsunterschied in der Praxis: Straßenführung, Schilder, Hindernisse registriert das Auge nun deutlich früher und weniger angestrengt. Das soll den Fahrer entlasten und für eine entspanntere Fahrt sorgen. "Je näher Sie an das Tageslichtspektrum kommen, desto besser fürs Auge", sagt BMW-Lichtexpexperte Jörg Matheus. Weitere Vorteile des Laserlichts sind der geringe Platzbedarf und die bessere Energie-Ausbeute: 30 Prozent Ersparnis gegenüber Xenon, 70 Prozent gegenüber Halogen, so BMW.

Bei Unfall deaktiviert

Die Helligkeit liefern drei Laser im Aluminium-Scheinwerfergehäuse. Die gebündelten Laserstrahlen werden auf ein Phosphorblättchen gelenkt, das den blauen Laser in weißes Licht konvertiert. Ein entscheidender Schritt: Dadurch wird der Lichtstrahl für das menschliche Auge unschädlich. Damit die Laser auch bei einem Unfall keinen Schaden anrichten, sorgt ein mehrstufiges Sicherheitssystem, zum Beispiel mit Erschütterungssensoren dafür, dass die Laser bei einem Crash ausgeschaltet werden.

Künftig soll die neue Technik auch in anderen Baureihen der Münchner zum Einsatz kommen. Im i8 ist sie in der zweiten Jahreshälfte gegen Aufpreis bestellbar, zu welchem Preis, ist noch nicht bekannt. Auch andere Hersteller experimentieren mit Laserlicht: Auf der Automesse in New York hatte beispielsweise das Showcar von Landrover die Technik an Bord, Audi setzt die Lampen beim Le-Mans-Renner R18 E-Tron ein.

Quelle: n-tv.de, sni/sp-x

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