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Auslaufmodell Wasserstoffantrieb BMW stellt Testflotte ein

Angesichts des Trends zu Elektro- und Hybridautos schwindet bei BMW die Hoffnung auf einen Durchbruch des Wasserstoff-Motors.

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BMW trittt beim Praxis-Einsatz von wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen auf die Bremse.

(Foto: AP)

"Es wird vorerst keine neue Wasserstoff-Testflotte geben", sagte Entwicklungsvorstand Klaus Draeger dem "Handelsblatt". "Wir arbeiten aber weiter an der Option." Geforscht wird nach Angaben eines Sprechers noch an Speicherung und Verbrennung des Wasserstoffs. Das Ende des Praxistests dürfte BMW sparen helfen, denn die Forschung an mehreren alternativen Antriebsformen verschlingt immense Summen.

BMW-Chef Norbert Reithofer hatte zuletzt deutlich gemacht, dass Autos mit Wasserstoff-Verbrennungsmotor, aus deren Auspuff nur Wasserdampf kommt, nicht vor 2030 vorstellbar seien - weitaus später als erhofft. Als einen Grund nennen die Münchner die fehlende Infrastruktur. Andere Hersteller sind in die Erforschung der Technologie entweder nicht eingestiegen oder haben ihr bereits den Rücken gekehrt.

BMW forscht nach eigenen Angaben seit rund 30 Jahren an dem alternativen Antrieb und stellte 1992 ein erstes Wasserstoff-Fahrzeug her. Seit 2006 testen Prominente aus aller Welt 100 Limousinen der 7er-Reihe mit einem Motor, der reinen Wasserstoff verbrennt. Wie der Sprecher sagte, sind noch rund 20 dieser Testwagen im Einsatz, etwa beim Weltklimagipfel in Kopenhagen. Sie sollen aber im Laufe der nächsten Monate aus dem Verkehr gezogen werden.

Quelle: ntv.de, rts

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