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Früher als geplant verabschiedet sich Chevrolet aus Deutschland.
Früher als geplant verabschiedet sich Chevrolet aus Deutschland.
Freitag, 28. März 2014

Ab Juni keine Neuwagen mehr: Chevrolet macht früher Schluss

Wer noch einen neuen Chevrolet erwerben will, sollte sich beeilen. Denn schon im Sommer wird der Verkauf eingestellt. Andererseits könnte sich hier das eine oder andere Schnäppchen auftun. Allerdings nicht beim Kauf eines Camaro. Der wird weiter bei Tochter Cadillac veräußert.

Eher als erwartet stellen die deutschen Chevrolet-Händler ihren Verkauf ein. Bereits ab Ende Juni wird es keine Neuwagen mehr geben. Die GM-Einstiegsmarke verabschiedet sich damit früher als zunächst geplant vom deutschen Markt; ursprünglich sollten die Geschäfte noch bis Ende 2015 weiterlaufen. Bereits 164 der insgesamt 165 Vertragshändler hätten nun jedoch einem Abfindungsprogramm für den Frühausstieg zugestimmt, erklärte Chevrolet-Deutschland-Chef Steffen Raschig anlässlich der Jubiläumsfeier zum 50-jährigen Bestehen des Händlerverbandes.

Die Unternehmen können jetzt entscheiden, ob sie weiter als Werkstatt- und Ersatzteilpartner für die Marke arbeiten wollen oder nicht. Chevrolet-Besitzer müssen sich aber keiner Sorgen machen: Garantien, Teileversorgung und Kundenservice für Modelle der Marke bleiben erhalten.

Hintergrund des Chevrolet-Rückzugs, der bis 2016 ganz Europa betrifft, sind Pläne von Mutterkonzern General Motors, die Position von Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall zu stärken. Zuletzt hatten die technisch ähnlichen, aber deutlich preiswerteren Chevrolet-Modelle den beiden Traditionsmarken starke Konkurrenz gemacht. Künftig soll Chevrolet nur noch besondere Autos, wie die Sportwagen Corvette und Camaro, auf dem europäischen Markt anbieten, allerdings wohl über die Händler der GM-Luxusmarke Cadillac. Diese soll in den kommenden drei Jahren in Europa expandieren und neue Modelle einführen.

Quelle: n-tv.de