Auto

Elektro, Brennstoffzelle, Hybrid Flottenversuch bei Daimler

Elektrofahrzeuge sind derzeit noch absolute Exoten auf deutschen Straßen. Das könnte sich in Zukunft ändern. Daimler testet schon einmal, wie Elektromobilität morgen aussehen könnte.

09C1077_068.jpg

Mit dem Elektrosmart kommt man bis zu 135 Kilometer weit.

Eine Million Elektrofahrzeuge sollen im Jahr 2020 auf Deutschlands Straßen unterwegs sein, zumindest wenn es nach der Bundesregierung geht. Auch wenn das nur rund drei Prozent des Gesamtbestands ausmacht, ist es bis dahin noch ein weiter Weg. Immerhin: Seit letztem Freitag sind es 200 Fahrzeuge mehr. Unter dem Motto "e-mobility Baden-Württemberg" starteten Daimler und EnBW einen Modellversuch im Ländle.

Privat- und Geschäftskunden sollen jetzt zwei Jahre lang testen, wie sich Daimlers Elektroflotte im Alltag bewährt. Zur Wahl steht neben dem Elektrosmart mit bis zu 135 Kilometern Reichweite auch die A-Klasse E-Cell, die es auf immerhin 200 Kilometer bringt. Für den Langstreckeneinsatz steht die wasserstoffbetriebene B-Klasse F-Cell zur Verfügung. Sparsame Fahrer kommen mit ihr bis zu 400 Kilometer weit. Noch werden die Fahrzeuge in Kleinserie gebaut und sind entsprechend teuer. Für die F-Cell B-Klasse müssen die Testkunden 950 Euro Miete im Monat zahlen – plus Wasserstoff. Smartfahrer kommen mit 700 Euro etwas günstiger weg.

Mehr Tankstellen

Neben den PKW soll mit dem Vito E-CELL auch der erste Serien-Lieferwagen auf Baden-Württembergs Straßen rollen, genauso wie der der Citaro FuelCELL-Hybrid Bus. "Technologisch gesehen ist elektrisches Fahren schon heute machbar", stellt Daimler-Chef Zetsche fest. Jetzt müsse man das Elektro-Auto für den Kunden bezahlbar machen. Und genauso wichtig: Für die nötige Infrastruktur sorgen. EnBW will bis Ende 2011 immerhin 700 Ladenpunkte und zwei bis drei Wasserstoff-Tankstellen aufbauen und sich bis dahin auch Gedanken zum Lademanagement machen.

Ziel ist ein bidirektionales Ladesystem. Damit könnten die Elektrofahrzeuge an der Ladestation nicht nur aufgeladen werden,  Energie könnte auch vom Fahrzeug in das Stromnetz zurückgespeist werden. Denn auch wenn sich die Beanspruchung der Netze durch die Aufladung von Elektrofahrzeugen im Moment noch sehr in Grenzen hält: Im Jahr 2020 könnten sich solche Fragen zur optimalen Auslastung stellen.

Quelle: n-tv.de, ino

Mehr zum Thema